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Integrativ oder heilpädagogischer Kindergarten??!
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*Ilona*
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BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 17:00    Titel: Integrativ oder heilpädagogischer Kindergarten??! Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich hätte da ein Problem und ich bin momentan etwas ratlos. Sowohl letztes Jahr im Juni als auch Ende Januar hat mir das Kinderzentrum sehr nahe gelegt meine beiden Jungs in eine heilpädagogischen Kindergarten zu geben. Die Beiden gehen jetzt das 2. Jahr als I-Kinder in eine Integrativgruppe in den Kindergarten ca. 10 km von uns entfernt. Den beiden (find ich ) geht’s dort recht gut und sind dort auch voll integriert und akzeptiert. Auch ich hab dort Kontakt gefunden und würde es schade finden jetzt die Kinder dort wieder raus zu nehmen.

Nun zu dem Termin in München: es ist klar die beiden sind entwicklungsverzögert, sowohl sprachlich als auch motorisch. Die Tests waren meiner Meinung nach nicht sonderlich ausführlich und was mich besonders störte war die Einleitung des Psychologen: es geht um die Aufklärung über den heilpädagogischen Kindergarten. Ich hatte das Gefühl die hatten schon eine vorgefasste Meinung.

Auch auf meine Bedenken alles wechseln zu müssen, also Logo, Ergo, Kindergarten, Kinder und Erzieherinnen, ob uns das nicht sehr zurückwerfen würde, meinte der Psychologe ja schon aber das wäre bald wieder aufgeholt und so nach dem Motto sie würden dann noch einen großen Schub bekommen. So als wäre ich selbst Schuld wenn ich auf meinen Vorstellungen beharren würde, hemme ich meine Kinder und vorenthalte ihnen dann den Schub nach vorne. So in dem Stil gings immer weiter.

Ich will wirklich nicht eine heilpädagogische Einrichtung verteufeln, aber ich find halt den Kontakt zu den “Normalen” Kindern auch sehr wichtig.

Ich hoffe viele Meinungen zu hören, die mir hoffentlich die Wahl erleichtern

Vielen Dank fürs zuhören


Gruß

Eine etwas ratlose und auch gefrustete

Ilona

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Ilona mit
S & J geistige Behinderung, ADHS, kaum Sprache, KISS-Syndrom
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Alexandra30
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BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

meine Kleine kommt jetzt Anfang März in einen heilpädagogischen Kiga.Dieser ist sehr gut,ich kenne die Leitung gut und freue mich darauf,dass Chantal dorthin gehen kann.
Allerdings hätte ich sie auch lieber in einem integrativen Kiga gehabt,aber sowas gibts hier leider nicht!
Also wenn ihr euch in diesem kiga alle wohlfühlt,würde ich mich nicht unter Druck setzen lassen und die Kinder im bisherigen Kiga lassen.Wenn die Förderung dort reicht,ist es doch ok.
Bei chantal sind nur 8 Kinder in einer Gruppe mit 3 Erzieherinnen,dort können die Kinder natürlich manche Dinge besser aufholen!!

Viel Glück
LG
Alexandra

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Alexandra mit 2 Jungs (13 und 10 Jahre) und Pflegekind (8 Jahre), FAS Syndrom,geistig behindert,Schlafstörung,Zöliakie,Essstörung.Und ab und zu ein kleiner wirbelwind in Bereitschaftspflege
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Hope
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BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ilona,

diese Situation kenne ich.
Als bei Jann die Kindergartenzeit anfangen sollte, initiierten wir selbst eine integrative Kindergartengruppe, weil wir den Kontakt von nichtbehinderten mit behinderten Kindern für beide Seiten sehr wichtig finden.
Unsere behandelnde Ärztin riet uns damals auch davon ab.
Da ich sehr viel von dieser Ärztin halte und sie uns in vielen Belangen schon sehr unterstützt und weiter geholfen hatte, brachte uns das schon etwas ins Schleudern, aber am Ende entschieden wir so, wie wir es für unser Kind am Besten fanden und haben es bis heute nicht bereut.
Jann ist jetzt in seinem fünften und letzten Kindergartenjahr in der integrativen Gruppe und wurde wunderbar gefördert, weil ich als Mutter mit dem Kindergartenteam toll zusammen arbeiten konnte, was die Förderung angeht.

Ich kann Dir sicher nicht raten, was Du tun sollst, weil ich Deine Kinder ja gar nicht kenne, aber unsere Erfahrung mit einer integrativen Gruppe ist auch gegen die Erwartung der Ärzte sehr positiv.
Also nur Mut, wenn Dir Dein Gefühl etwas anderes sagt. Very Happy

Liebe Grüße
Hope
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emaravilha
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BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wo ist denn das Problem, wenn die beiden dort ausreichend Förderung erhalten????
Man wird die Probleme doch auch in einer heilpädagogischen Einrichtung nicht wegzaubern können?
Ich würde deinem Bauchgefühl vertrauen. Wenn du den Eindruck hast, dass die Kinder dort gut aufgehoben sind, weißt du da als Mutter bestimmt mehr als der Arzt. War der denn schon mal da und hat sich das angeschaut????

Liebe Grüße
Elke

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Elke und Rafael mit Moritz (12/02) und Lukas (04/05). Lukas hat nach einem pränatalen Schlaganfall eine Hemiparese rechts sowie Epilepsie.
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ShortBrini
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BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Also ich denke, solange es den Kiddies da gut geht solltest du sie da lassen...

Mein Bruder war auch in einem interativen Kindergarten bzw. in einem Regelkindergarten und meine Mutter hatte angefragt ob sie ihn aufnehmen würden. Sie meinten sie probieren es aus und wenns klappt ists gut und wenn nicht muss er halt wieder rausgenommen werden aus dem Kindergarten... Na ja war ja auch für den Kindergarten gut, denn der Gruppe stand ja eine weitere Erziehungskraft zu +gg+....

Ich denke auch, dass der Kontakt von nichtbehinderten und behinderten Kinderb super wichtig ist. Für beide Seiten.

Also ich würde sie dort lassen....Was ist das überhaupt für ein Psychologe? "Ja sicherlich würde das zurückwerfen..." +kopfschüttel+


Brini

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Mariella
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BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ilona,
es ist ein unangenehmes Gefühl in ein Gespräch einzusteigen, in dem der andere eigentlich schon eine feste Meinung hat und dich irgendwie "rumkriegen" will. Woher will der Psycho wissen, dass der "Schub" nur in der heilpädagogischen Einrichtung stattfinden wird??? Wie gut kennt er deine Kinder und die jetzige Situation im integrativen KiGa? Ich würde mich auf meine Wahrnehmung verlassen. Wenn du davon überzeugt bist, dass deine kids dort angemessen gefördert werden, würde ich das auch so äußern und mich nicht manipulieren lassen. Wie sehen denn die Erzieherinnen und derzeitigen Therapeuten die Situation? Ich stelle mir einen Wechsel emotional für alle Seiten schwierig vor und würde ihn vermeiden, wenn ich könnte.
Liebe Grüße Mariella

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DianaB
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BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ilona,
Unsere Martha geht auch in eine I-KiTa, es ist schon ihre zweite.
Bei der ersten(da war sie 5 Monate) hat es nicht ganz so funktioniert. Das lag einfach daran, dass die Betreuerinnen null Ahnung von ihrem Krankheitsbild hatten und überfordert waren mit zehn Kleinkindern. Das hat natürlich niemand gesagt, aber ich hab das einfach gefühlt und einen Wechsel beantragt. Jetzt ist sie in einer anderen I-KiTa und alles ist wunderbar, die Gruppe ist altersgemischt, mein Kind ist glücklich und wird akzeptiert. Ich kann sie also mit gutem Gewissen dort lassen und weiss, dass es ihrer Entwicklung auch gut tut. Also, wenn Dir das ähnlich geht, warum wechseln?!?
Ratschläge von Anderen sind ja ganz nett, aber letztendlich hat man doch als Mutter das beste Gefühl- so war zumindest meine Erfahrung und das wollte ich einfach nur mal zum Ausdruck bringen.

_________________
Herzliche Grüße von Diana mit Mausi, 6J.(SB und HC)
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*Ilona*
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BeitragVerfasst am: 18.02.2007, 02:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

vielen Dank für die netten Antworten. Ich hab, da ich so unsicher bin, geplant mir die Einrichtungen anzuschauen. Außerdem kommt in den Kindergarten einmal pro Woche eine Heilpädagogin, mit der hab ich mich noch nicht unterhalten, was die denn dazu meint.
Ihr wisst ja alle wie das ist, in die Zukunft schauen kann keiner und hinterher ist man immer schlauer.

Nochmals vielen Dank für eure Antworten

Gruß

Ilona

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marianne
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BeitragVerfasst am: 18.02.2007, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ilona, wieviel Frühförderung gibt es denn in eurem I-Kiga bzw. bekommen deine Kinder insgesamt? Täglich und auf ihre Besonderheiten individuell zugeschnittten? Oder laufen sie im Regelalltag mit und bekommen nur einmal wöchentlich Frühförderung von einer Frühförderstelle wie es in Bayern oft vorkommt? Das fände ich eine ENTSCHEIDENDE Frage.

Es geht uns Eltern ja einmal ganz wichtig darum, dass unsere Kinder und unsere Familien sich mit dem Kiga wohl und angenommen, halt integriert, fühlen und zum anderen darum, dass unsere besonderen Kinder dort optimal gefördert werden. Die optimale Förderung ist wohl aus Kinderzentrumssicht das Entscheidende, hatte ich immer den Eindruck, wozu aber ja auch wichtig die sozial-emotionale Stabilität unserer Kinder gehört.

Wenn sich deine Kinder und ihr als Familie in einem heilpädagogischen Kiga womöglich gar nicht wohl fühlen würdet und eure Kinder dort auch gar nicht mehr Frühförderung erhalten würden, sähe ich einen Wechsel gar nicht ein. Was sollte denn nach Ansicht des Kinderzentrums dort der Vorteil sein?

Unser Janosch hatte in seinem I-Kiga nur einmal wöchentlich Frühförderung, ansonsten Regelalltag und halt Therapien nebenher, die wir Eltern initiierten. Er war auf Dauer überfordert in dem Kiga und lernte zuwenig. Dann wechselte er nach unserem Elternwunsch, auch unterstützt durch das Kinderzentrum, in eine heilpädagogische Vorschule und machte einen enormen Entwicklungs- und vor allem auch Zufriedenheitsschub. Wirklich enorm! Trotzdem aber im geistig Behinderten-Bereich.

Die Fachfrauen in seiner Vorschule sagten mir, dass bei stark verzögerten Kindern es oft besser ist, erst heilpädagogischer Kiga und dann integrativ.

Wir als Familie waren froh, beides ausprobiert zu haben, weil wir im Grunde auch der Integrationsidee anhängen. Das,was unser Kiga anbot, war aber nur für ganz leicht verzögerte Kinder, denen der Regelalltag in kleinerer Gruppe gelingt, Integration. Die Kinder mit täglichem Frühförderbedarf gingen unter.

Also unterm Strich: Wohlbefinden halte ich schon für ein wichtiges Indiz. Und wie dicht ist die Frügförderung?

Lieber Gruß! Marianne

_________________
Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung, Autismus-Spektrum-Störung (AS), Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

There´s a crack in everything but that´s how the light gets in (Leonard Cohen)
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Angie
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BeitragVerfasst am: 18.02.2007, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ilona,

meine Zwillinge durften 2 Jahre einen Heilpäd.-Kiga besuchen.Beide Mädchen haben dort alle Förderungen(Ergo,Logo,KG)bekommen.Nicht nur 1x in der Woche!!!(Sonst mußten wir immer extra zu den Therapien fahren)
Sie habe dort einen großen Sprung in ihrer Entwicklung gemacht!!!

Auch die Gruppen:5 besondere Kinder,10 "normale"Kinder,zwei Erzieherinnen,eine Gruppenhilfe.
Die Mädels haben schöne Erfahrungen im Umgang mit besonderen Kindern (Geistig-und Körperbehinderten Kindern,)gemacht.In unserem Kiga war Integration kein Thema,es wurde Vorgelebt!!

Schau dir ganz in Ruhe den Kiga an,ich denke,dort sind auch "Normale"Kinder!!

Alles Gute,
LG,
Annette

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