Verfasst am: 14.02.2007, 23:30 Titel: Abduktionskeil erst testen vor Rezept?
Hallo,
Noah sitzt mehr oder weniger gut in seinem Kimba von Otto Bock, die wir auch als Sitzeinheit zuhause haben. Ich würde mal gerne einen Abduktionskeil ausprobieren, da er immer wieder trotz Sitzhose nach vorne rutscht und ich ihn alle 10 Minuten hochziehen muss, denn er sitzt dann nicht mehr richtig auf dem Po.
Ich habe in unserem Sanitätshaus nachgefragt, aber der meinte, ich solle lieber ein Rezezpt holen, da er sowas nicht zum ausprobieren hätte, es würde sich auch kaum lohnen für ihn so was auf Lager für evtl. Ausprobieren zu horten. Eigentlich habe ich mich geärgert, weil es doch viel teuerer für alle ist, wenn ich erst ein Rezept hole, es ausprobiere und evtl. es doch nicht wirklich für Noah hilfreich wäre. Ich will doch zuhause keine Hilfsmittel haben, die ich nicht wirklich brauche und deshalb möchte ich es erst mal testen. Soll ich vielleicht mal vorher bei der Krankenkasse fragen oder lieber gleich ein Rezept besorgen?
Grüsse Bianca _________________ Sohn: 6/2004, Frühchen 25. W., PVL, Microcephalus, Epilepsie, Tetraspastik, blind, Skoliose, Hüftsubluxation, Thrombozytopenie und E. 2/2002 gesund
zum ersten rate ich dir das Sanitätshaus zu wechseln, denn wenn ich als Hilfsmittelberater mir nicht sicher bin ob etwas 100% funktioniert dann teste ich es aus um einen Erfolg oder Mißerfolg feststellen zu können. Jeder Hersteller, auch die Firma Otto Bock hat einen Pool an Vorführgeräten und Zubehörteilen die ich erproben kann.
Zum zweiten ist ein Abduktionskeil keine Rutschbremse. Sollte jemand soetwas vorschlagen, hat er noch nicht über die schädlichen Folgen oder auch entstehenden Schmerzen nachgedacht. Es gibt andere Mittel und Wege richtig zu Positionieren und zu Fixieren.
Leider komme ich nicht aus dem Bereich in dem du wohnst und kenne dort auch kein Sanitätshaus das einen guten Berater für Kinderversorgungen hat. Du kannst aber bei der Firma Otto Bock nachfragen welches Sanitätshaus viel mit der Produktpalette Kinderreha versorgt.
ein gutes Sanitätshaus baut Abduktionskeile auch auf Maß.
Ich würde empfehlen, einen höheren Keil zu verwenden und das Rezept kannst Du ruhig holen, aber unterschreiben, daß das Teil in Ordnung ist, das machst Du erst, wenn Du zufrieden bist damit. Ist es nicht okay, sollen die Leute es ändern und passend machen
Schlag einfach mal vor, einen hohen Keil zu bauen, dann könnte der Lütte eigentlich nicht mehr verrutschen.
ich habe mich vielleicht auch nicht gut ausgedrückt. Noah rutscht nicht wirklich, sondern er macht sich ständig steif und versucht die Beine und Füsse zu kreuzen. Ich würde mir erhoffen, das ein Widerstand zwischen den Beinen ihn davon etwas abhalten kann, damit er stabiler auf dem Po sitzen kann.
Nochmals danke
Bianca _________________ Sohn: 6/2004, Frühchen 25. W., PVL, Microcephalus, Epilepsie, Tetraspastik, blind, Skoliose, Hüftsubluxation, Thrombozytopenie und E. 2/2002 gesund
hmmm da kann man unterschiedliche sachen machen, aber besprich das am besten mit deinem physiotherapeuten. Es ist nicht so einfach eine Lösung zu finden mit der man ein e gute Sitzhaltung hat und dabei möglichst wenig fixiert.
Bevor Du Dich um einen Abduktionskeil bemuehst solltet Ihr eventuell die Sitzposition( Beinfuehrung, Beckenaufrichtung,Symmetrie, Unterschenkelfuehrung, Rumpfaufrichtung,Sitzkantelung, Hueftbeugewinkel,Unterstuetzungsflaechen...) nocheinmal ueberdenken. Eine Sitzhose koennte dann eventuell auch ueberfluessig sein, die sollte man generell ueberdenken.
Sprich doch mit Deinem Aussendienstmitarbeiter und Therapeuten mal ueber eine geeignete Sitzposition
Lg. Mika
ich bin der gleichen meinung das eine Sitzhose nicht die lösung ist. Hüftwinkel und richtige sitzhalterung ist wichtig würde das überkreuzen der beine auch nicht unterdrücken.ein hoher abduktionskeil würde das ein und raus setzen nur erschweren. nur eine fixierung der füße oder ein führungsgurt, angebracht am oberschenkel möglichst nah am knie kann das überkreuzen der beine eindämmen.
aber das muß man immer deutlich sagen wenn man das kind nicht kennt sind das nur lösungsansätze.
liebe grüße werner
Hallo,
bei Amelie haben wir schlechte Erfahrungen mit dem Keil gemacht und ihn wieder ausgebaut. Sie macht sich auch steif und streckt sich; eigentlich nachvollziehbar, dass es dann im Schambeinbereich wehtut. Wir haben uns auf Anraten der Pysiotherapeutin auf eine fast liegende Position geeinigt und nehmen zur Sicherung einen einfachen Hüftgurt - Amelie ist so zufrieden.
Aber testet es selbst (auch bei uns ist testen möglich, zumal so ein Keil weder irrsinnig teuer noch ein Hygieneartikel ist).
Liebe Grüße
Britta _________________ Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, cerebral blind, Hüftluxation
Anmeldedatum: 23.10.2006 Beiträge: 30
Wohnort: Österreich
Verfasst am: 22.02.2007, 14:30 Titel:
Hallo!
Es gibt auch Beckenretraktionsgurte. Die sind gar nicht so schlecht. Sind gepolstert und verstellbar. Damit würde Dein Kleiner sicher nicht mehr rutschen können. Wir haben das bei einigen unsreer Kids in der Schule und es funktioniert prima. Allerdings kenne ich Deinen Schatz nicht und drum ist das nur eine Idee. Besprich das doch mal mit Deinem PT
Grüßle _________________ Mittendrin statt nur dabei!
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