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Woher nehmt Ihr Eure Kraft?
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BeitragVerfasst am: 26.02.2007, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne,
mit der Kraft ist das so eine Sache. Sie kommt und geht. Ich habe mir vor langer Zeit einmal ein Buch gekauft "Die Depression als Lebenschance". Darin lese ich, wenn es mir mal wieder bis zum Hals steht.
Wir haben ein mehrfach behindertes 13 jähriges Kind, das uns mehr mit seinen Verhaltensauffälligkeiten, als mit seiner Behinderung die Kraft geraubt hat.
Sehr oft steht man nach all den Jahren der unterschiedlichsten Ängste neben sich und stellt sich Fragen auf die es keine Antwort gibt.
Ein Allheilmittel hierfür gibt es nicht. Jeder sucht seine eigene Lösung und findet sie hoffentlich auch.
Dafür wünsche ich Dir alles Gute.
Viele Grüße
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Helmut
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BeitragVerfasst am: 26.02.2007, 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

iggisw hat folgendes geschrieben:


Anne hatte gefragt, woher wir unsere Kraft nehmen! Ich fände es einfach nur schön, wenn wir einander in unseren Meinungen und Erfahrungen stehen lassen könnten!!!



Hallo iggiw,

hast du schon mal nachgezählt wieviele "anGottGlaubenistdochtollBeiträge"" auf jeden Beitrag kommen, in dem steht, das jemand nix von Gott hält.... ? Wenn man sich wünscht das Meinungen unkommentiert stehen gelassen werden werte Iggis, .... sollte das für beide Seite gelten.... Wink

Smile Helmut

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Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.
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oxana
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BeitragVerfasst am: 26.02.2007, 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne,

auch ich schöpfe meine Kraft bei Gott, wo sonst? Alles und alle ermüden irgendwann, Freunde enttäuschen, Kinder sind als Kraftquelle nicht genug, und stelle immer wieder fest, wenn meine Akkus leer sind, dass nur ER sie auffühlen kann, alles andre ist vergänglich, unbeständig.

@Helmut Smile
ich habe schon gemerkt, dass du auf dem Kriegsfuß mit Gott stehst oder eher mit Christen, bitte stecke uns nicht alle unter einen Hut, wir sind alle Menschen...
vor allem Gott ist ganz anders, wie so manche Christen....Helmut woher bekommst du deine Energie und Kraft? Ich möchte dich verstehen, nicht bekehren.

Liebe Grüße an alle
Oxana

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Peter(70),Oxana(73),Felix`96,Micha´98,Marc Noah´02,Elias´04. Micha hat seit August 2004, SSPE, eine Spätfolge der Masern im Babyalter.
Ich bete nicht darum, dass meine Last leichter, sondern, dass mein Rücken stärker wird. (P.Brooks)
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Helmut
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BeitragVerfasst am: 27.02.2007, 07:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Oxana,

auf Kriegsfuß stehe ich weder mit Gott, noch mit Christen. Angesichts der Macht die Gott haben soll, würde man von einem Menschen sagen, ....der angesichts des allgemein großen Leides, was auf der Erde herrscht, zuläßt das Milliarden in seine Verehrung, und nicht in praktische Hilfe für Leidende gesteckt wird, das er ein großes Problem hat. Da man einen Menschen mit solchem Verhalten nicht so verehren würde, sollte man es mit anderen Wesen.. die zudem selber gesagt haben sollen, das es so ist.. auch nicht tun.

Meine Kraft kommt wohlmöglich aus der Einsicht, bzw. der guten Erfahrung damit, das "praktische Hilfe" für mich andere, mir und anderen besser hilft, als wenn ich Zeit mit Verehrungsritualen verbringe, oder andere dazu bringe. Hatte ich bei anderen Themen...( was bringt euch Kirche... was tut ihr für euch...) schon mal beschrieben, und da man die Uhr danach stellen kann, das es hier auf das selbe hinaus läuft, hier bisher nicht wiederholt.

Smile Helmut

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oxana
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BeitragVerfasst am: 27.02.2007, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Helmut,

danke für deine Antwort, für den Einblick in deine Ladestation, möge sie nie leer werden!
L.G. Oxana

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Monid
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BeitragVerfasst am: 02.03.2007, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Möchte auch eine Antwort daruf geben, woher ich meine Kraft nehme.
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig, das sagte schon Jesus Christus. Und nur von Ihm bekomme ich meine Kraft, die ich im manchmal harten Alltag und mit ständigen Schmerzen brauche. Und dann merke ich wie ich innerlich wieder stark werde.

Liebe Grüße

Moni

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Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen
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judith71
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BeitragVerfasst am: 02.03.2007, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Moni,

----"mit meinem Gott kann ich über Mauern springen"---das ist der Taufspruch meines großen Sohnes. Er liebt ihn, und ich ihn auch!!!

LG

Judith

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Judith(´71, Asperger),Gabriel(´96),Rolandoepilepsie,GdB 50,Valentina(´98),gesund,Keke(20.01.2005)Autist bisher ohne Lautsprache,GdB100,PS II,Muskelhypotonie,fröhliches Rollikind
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Martin T.
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BeitragVerfasst am: 09.03.2007, 16:29    Titel: es ist die Liebe, sagen die einen ... Antworten mit Zitat

Hallo Anne, hallo Helmut und alle, die hier mit dabei sind,

ich finde es manchmal schade, dass es bei solchen Diskussionen zu teilweise scheinbar unüberbrückbaren Gegensätzen zwischen den (Innen-)Ansichten der an der Diskussion beteiligten kommt. Und dabei denke ich, dass die Gegensätze tlw. gar nicht so sehr welche sind.
Ich habe gerade im Zusammenhang mit Leons Geschichte viele Menschen kennengelernt, die einfach da waren und geholfen haben. Die Motivation war meistens zwischen Mitmenschlichkeit, Solidarität und Liebe zu Leon angesiedelt. Woher die Menschen ihre Kraft zogen, haben sie gar nicht so ausgebreitet ...

Und ich denke, dass waren auch die Triebfedern, die uns die Kraft gegeben haben, alles durchzustehen. Hätte mir vorher jemand gesagt, was alles auf mich zu kommt, hätte ich wohl geantwortet, dass ich dass nie schaffen werde. Aber je tiefer wir im Schlamassel steckten, desto mehr Kraft hatte ich in mir, alles durchzustehen. Ich habe meinen Sohn geliebt, habe versucht, ihm als Mensch solidarisch zur Seite zu stehen und war natürlich auch von dem menschlichen Schicksal gerührt.

Ich glaube, dass einem die notwendige Kraft zuwächst, man muss sie nur annehmen können - und das fällt oft schwer.
Wer dahintersteht ist zunächst nachrangig: bei Camus ist es die Solidarität, in der Bibel ganz klar Gott und für viele Menschen einfach die Liebe (was oder wer immer das sein mag ... ) ich würde das zunächst einmal völlig undogmatisch sehen und versuchen, mich darauf einzulassen.

Soweit ein erster Erklärungsversuch.
Beste Grüße
Martin

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AlexandraNicole
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BeitragVerfasst am: 12.03.2007, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe durch meine Tochter und einen jetzt guten Freund wieder zu Gott gefunden und das gibt mir die Kraft die Hoffnung nicht aufzugeben.
Dieser Freund hatte eine sehr schlimme Lebensmittelallergie (genaue bezeichnung weiß ich leider nicht mehr Embarassed )
die Ärzte haben ihn schonmal darauf eingestellt das er bald sterben wird, aber mein guter Freund fand durch eine begegnung den glauben und die Hoffnung wieder und betete so oft er konnte.
Naja nach 4 Monaten war er kerngesund und von dieser Krankheit war keine Spur mehr und jetzt Predigt er und ich durfte ihn kennenlernen und durch seine Geschichte hab ich wieder halt gefunden
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judith71
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BeitragVerfasst am: 13.03.2007, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

so ähnlich war das beim mann meiner schwester auch. er hatte lymphdrüsenkrebs, zig chemo hinter sich. der tumor war riesengroß. keiner konnte ihm mehr helfen. er wurde mit schmerzmitteln nach hause geschickt. aus ärztlicher sicht gab es keine hoffnung mehr für ihn. er hatte zu diesem zeitpunkt auch eine persönliche begegnung mit gott-----nun ja, es ist dokumentiert, was in der folgenden zeit geschah. er erbrach seinen tumor! die ärzte waren ziemlich fassungslos.und er war von dem tag an gesund. er ist heute auch prediger. und ich ziehe viel kraft aus seiner geschichte.
lg

judith

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