meine Mutter wird 2007, 77 Jahre alt. Ihre Kind- und Jugendzeit fand in einem System statt , dass eine völlig andere Einschätzungen des "lebenswerten Lebens" hatte. Ich war der Nachkömmling (in den 60igern) und auch schon außergewöhnlich. Spätgebärende
Was ich nie erwartet hatte gerade meine Mutter gibt alles!
Früher: Um Gottes Willen ,lass diese Kinder nicht länger leben...
Und heute: Lass sie leben und erleben!
Und nun mal ehrlich... behindert oder eingeschränkt SEIN ist eine Auslegungssache!
Ich bevorzuge jetzt das Wort "ANDERS"zu sein. Zugegebenermaßen ein ungewöhnliches Wort. Aber wir Eltern von besonderen Kindern werdern immer auf Widerstände stossen.
Liebe Grüße _________________ dieMeike mit
der Große, an der Grenze zur leichten Schwerhörigkeit ADS und LRS
Der Kleine, Muskelhypoton,
unklare Genese, einseitiger HG Träger
"Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann."
wenn Jonathan nicht den unnormalen Haarwuchs hätte,
würde man seine Behinderung auch nicht auf den 1. oder 2. Blick anschauen.
Er würde locker als 4-5 jähriges Kind angesehen, vor allem wegen der Körpergröße, und wegen seines Verhaltens.
Aber ich sage auch klar den Menschen, dass Jonathan eine geistige Behinderung hat. Inzwischen ist es mir sowas von egal geworden, was andere dann sagen. Über die Jahre habe ich mir da ein dickes Fell wachsen lassen.
Ich umschreibe auch das Wort "behindert" nicht wirklich.
Er ist einfach behindert, und das ist für mich eine klare Wahrheit.
Früher hatte ich auch damit Probleme, es erstmal selber anzunehmen.
Dann habe ich immer versucht gleich noch zu begründen, warum er es ist.
Auch das tue ich heute nicht.
Mein Umfeld hat gelernt, da auch nix mehr zu sagen - sondern uns so zu lassen, wie wir sind. Das Unverständnis ist sicher für so manches noch da, wird dann eher hinter meinem Rücken ausdiskutiert - aber das ist mir auch egal geworden.
Ich weiß, wie mein Leben mit Jonathan ist, und wenn es ein anderer wissen will, dann darf er gerne mal ein Wochenende Gast bei mir in der Wohnung sein.
Dann würden sicher viele Aussagen verstummen .....
Ich finde es traurig, dass Verwandtschaft solche Probleme haben und auch machen - aber es ist nur deren Unbeholfenheit und Akzeptanz, dass in deren Familie "sowas" (Aussage eines Fam.Mitgliedes meines Ex-Mannes) vorhanden ist.
Auf Widerstöße werden wir immer treffen, das stimmt @Meike, und deshalb ist es wichtig, auch langsam dieses dicke Fell zum Schutz für einem selbst anwachsen zu lassen, denke ich mal.
Lieben Gruß - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
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