Verfasst am: 24.01.2007, 18:44 Titel: Ist Krankheit ohne Einschränkung eine Behinderung?
Hallo!
ich habe mal eine allgemeine Frage...
Und zwar wollte ich euch mal fragen,wie ihr es bezeichnen würdet, eine Krankheit,wie ich zum Beispiel einen Hydrocephalus, habt aber keine größeren Einschränkungen damit....
Würdet ihr das auch eine Art Behinderung nennen?
Liebe Grüße,Cosima _________________ ich *04/91
Hydrocephalus occlusus aufgrund einer Aquäduktstenose
(ventrikulostomiert seit 10/08;
10/09: erneute Ventrikulostomie, wegen Verschluss des Stomas, RLS (Restless Legs Syndrom)
Ich würde es schon als Behinderung ansehen, denn es muss ja behandelt, bzw. versorgt werden (Shunt).
Behinderung muss ja nicht immer Rollstuhl oder ähnliches bedeuten. Es gibt schwere Behinderungen oder eben nur ganz leichte.
Aber das wichtigste ist, wie du dich damit fühlst! Wenn du dich nicht eingeschränkt siehst, ist das doch die Hauptsache!
Dann ist es doch egal ob es die Bezeichnung "Behinderung" trägt oder nicht! _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
Naja, ich weiß nicht, ob ich den HC als eine Behinderung ansehe....
Früher (bis vor 2 Jahren) eher nicht, weil ich da so gut wie nix davon gemerkt habe,aber seit 2 Jahren schon mehr,wegen Shunt-OP und jetzt dem ständigen Kopfweh und Schmerzen im Ventil-Schlauch-Bereich....
Kommt wohl von Verwachsungen.....
Naja,aber sonst habe ich ja keine Probleme damit _________________ ich *04/91
Hydrocephalus occlusus aufgrund einer Aquäduktstenose
(ventrikulostomiert seit 10/08;
10/09: erneute Ventrikulostomie, wegen Verschluss des Stomas, RLS (Restless Legs Syndrom)
Wie gesagt, eine Behinderung ist es dann, wenn du sie als solche siehst.
Ich bin laut Gesetz schwerst behindert, da ich im Ausweis 100 habe und mehrere Merkzeichen.
Ich selbst sehe mich aber nicht als schwerst behindert, sondern eben "nur" als behindert, sprich eingeschränkt.
Hast du einen Behindertenausweis (ich frag nur aus Interesse). _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
nein,hab ich net....
Aber ich glaub, des bekommt man auch net mit einem HC ?
Lg,Cosima _________________ ich *04/91
Hydrocephalus occlusus aufgrund einer Aquäduktstenose
(ventrikulostomiert seit 10/08;
10/09: erneute Ventrikulostomie, wegen Verschluss des Stomas, RLS (Restless Legs Syndrom)
Das kann man so nicht sagen, wenn der HC entsprechende Einschränkungen mit sich bringt, kann man auch dafür einen Ausweis bekommen. _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
Hmmm.... Ja,aber ich denke,bei mir zumindest, ist die Einschränkung so minimal,dass ich sicher keinen Ausweis dafür bekomme,aber ich denke,ich brauch das auch nicht!
Lg,Cosima _________________ ich *04/91
Hydrocephalus occlusus aufgrund einer Aquäduktstenose
(ventrikulostomiert seit 10/08;
10/09: erneute Ventrikulostomie, wegen Verschluss des Stomas, RLS (Restless Legs Syndrom)
Hallo Cosima , eine 'Ärztin auf einer Fortbildung (Thema Integration behinderter Kinder) hat dies so unterschieden: Eine Krankheit kann geheilt werden - eine Behinderung nicht.
Meine Tochter ist gesund und behindert geboren. Ich glaube, man kann es auch so sehen und was Jaqueline schreibt, finde ich auch sehr einleuchtend.
Zur <Zeit schreibst ja auch von Einschränkungen durch die Shunt-Versorgung...
VlG Tina40 _________________ H(02 96)spastische ,armbetonte Hemiparese rechts;Strabismus konvergenz rechts;Epilepsie,mentale Retardierung und Legasthenie;und S(01 99)gesund
Eine Krankheit kann geheilt werden - eine Behinderung nicht.
Ich würde da ergänzen:
Eine Krankheit kann geheilt werden oder führt zum Tod.
Eine Behinderung ist konstant, d.h. zwar veränderbar oder schwankend -
aber ohne Heilung oder tödlichen Verlauf.
Das ist meine persönliche Definition.
Die Unterscheidung wird aber letztendlich eine Streitfrage bleiben. _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
das sehe ich auch anders. Es gibt auch chronische Krankheiten. Nicht jede muss zwangsläufig zum Tod führen, wenn man sie nicht behandelt (man nehme Diabetis Typ 2, nicht - insulinpflichtig).
Da redet man auch nicht von Behinderung, sondern von chronisch krank.
Ein HC würde ich daher auch als chronische Krankheit bezeichnen, zumindest, wenn er keine weiteren Einschränkungen mit sich bringt.
Grüße,
Miriam _________________ M. SMA, bds. Taubheit (mit CIs versorgt);
L. urininkontinent;
J. Legasthenie, motorische Probleme
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