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Ärztetrauma, habt Ihr Tipps?
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anner
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BeitragVerfasst am: 21.01.2007, 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

daß mit den Hausbesuchen finde ich "gefährlich".
Denn dann ist ja nicht mal das Zuhause "sicher".
Ich weiß nicht, wenn ein Kind so eine Panik hat und dann kommt der Arzt heim...
Vielleicht bekommt er dann bei jedem Klingeln Angst, ob der Arzt draus steht.

Wenn ihr einfach mal ein Rezept abholt in der Praxis oder so...?

Anne

_________________
DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO

Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
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andy
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BeitragVerfasst am: 21.01.2007, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Bezüglich Hausbesuche denke ich gerade das Gegenteil von anner:
Es kommt ein Mensch und nicht ein (eventuell befreundeter) Arzt (w/m).
(E. b.) Arzt (w/m) kommt spielerisch (auf eine Jause, Spiel, etc.), für das Kind angstfrei,
geht sofort, wenn das Kind es wünscht, ...
Eventuell auch ähnlich Nikolo-Besuch (mit "Verkleidung" durch ...)
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Julia25
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BeitragVerfasst am: 21.01.2007, 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss dazu sagen das wir einen sehr guten Kinderarzt haben der nicht weiß angezogen ist. Auch mit ihm haben wir schon das Problem besprochen er macht bei Steve keine Hausbesuche weil er meint das Steve´s zuhause Ärztefrei bleiben soll. Wir dürfen kein Arzt oder KH erwähnen bzw nur ein rezept abholen.Wir fragen immer was der Ärzte anhaben und das Steve so eine Panik hat.Wir sind auch nut mal probe halber in eine Kinderklinik gegangen der nie gesehen hat aber leider war es keine gute Idee. Aber ich werde mal die Tips ausprobieren und mal schauen ob es klappt.
Julia
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andy
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BeitragVerfasst am: 21.01.2007, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Da ist mir noch etwas "Erfolgreiches" und Heiteres eingefallen:
Die Spritze (ohne Nadel) in der Badewanne, im Planschbecken, ...
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andy
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BeitragVerfasst am: 21.01.2007, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

"Kinderzahnbehandlung ist ganz einfach und macht Spaß!"

Ihrem Kind sollte die Möglichkeit gegeben werden mit all seinen Sinneseindrücken,
die neue Umgebung bei Zahnarzt in Ruhe kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
Kinder werden bei uns spielerisch an die Behandlung herangeführt.
Haben "unbehandelbare" Kinder erst einmal erfahren, dass ein Zahnarztbesuch auch ein positives Erlebnis sein kann,
verlieren sie die Angst und die Erinnerung an vorher erlebte unangenehme Situationen.

Quelle: http://www.dobida-pertl.at/Zahnarzt/Zahnbehandlung.HTM

In diesem Sinne von "Hoffnung leben - Hoffnung geben" wünsche ich Euch Alles Gute!
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Julia25
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BeitragVerfasst am: 21.01.2007, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Tip mit dem Zahnarzt müssen im Feb dort hin.Gehen extra zu einer Kinderzahnärztin.
Julia
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susip
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BeitragVerfasst am: 23.01.2007, 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Julia,

kannst du dir erklären, was genau die Panik bei deinem Sohn ausgelöst hat? War es schon immer so oder gab es ein Schlüsselerlebnis, was das Faß zum Überlaufen brachte. Du schreibst, daß er quasi noch nicht spricht (hat meine Tochter mit 3 auch noch nicht) - was natürlich dazu führt, daß er sich nicht mitteilen kann und somit noch größere Panik.

Meine Tochter (4 Jahre) hatte auch mal eine Ärztefobie. Sie war zweimal im Krankenhaus und wurde zweimal ambulant an den Ohren operiert. Nach der zweiten Röhrchenop war es dann aus, sie ließ sich nicht mehr in die Ohren schauen. Wir haben dann den Arzt gewechselt und haben einen ganz liebevollen HNO Arzt gefunden, der mit viel Geduld, quasi keiner Behandlung und mit mehreren Terminen ihr Vertrauen gewonnen hat. Zuerst hat er nur mit Ihr gesprochen. Beim zweiten Mal hat er Ihre Puppe untersucht. Sie hat zugeschaut, wie Ihr Bruder untersucht wurde. Dann durfte meine Tochter Gummibären durch die "HNO-Lupe" (wie nennt man denn das Ding am Schwenkarm - hoffe, du weist was ich meine) anschauen. Und so hat er sich langsam an sie rangetastet.

Schließlich habe ich meinen Mann mit meiner Tochter zum HNO Arzt geschickt und mich zurückgezogen (Kinder merken, daß die Mutter auch aufgeregt ist und denken, daß etwas nicht in Ordnung ist). Dieses Gespann hat dann den ersten Behandlungserfolg gebracht. Meine Tochter bekam hinterher eine tolle Belohnung - sie durfte sich was aussuchen. Sie wollte ein Puppenkleid - das haben wir dann auch zusammen gekauft, weil sie so tapfer war und sie war superstolz.
Kannst du nicht auch eine andere Vertrauensperson mit deinem Sohn zum Arzt schicken?

Ich kann mich den Tipps von Nicole daher nur anschließen. Arztkoffer, Arztbücher (gibt es tollen mit Klappen), Puppen verarzten usw. haben wir paralell auch gemacht und immer versichert, daß nicht schlimm ist zum Arzt zu gehen.

Unsere Zahnärztin ist zum Glück ebenso liebevoll und spielerisch bei der Behandlung.

Noch ein Schlüsselerlebnis war bei einer Pädaudiologin, die das auch sehr gut gemacht hat. Sie merkte, daß ich zu sehr auf das Gejammere meiner Tochter reagiere und dadurch unterstütze. Sie bat mich dann mich ganz zurückzunehmen. Sie sprach mit meiner Tochter ganz ruhig uns vernünftig, lobte sie wenn etwas gut geklappt hat und hat zwischen den einzelnen Untersuchungen (dort wurde ein Hörtest, ein Sprachverständnistest und eine HNO-Untersuchung gemacht) kleine Pausen gemacht - wo wir zurück ins Wartezimmer für einige Minuten durften, dort haben wir z. B. was getrunken oder einen Keks gegessen. Und es wurde immer alles erklärt, was noch gemacht wird und wie es abläuft.

Was soll ich noch sagen - Gott sei dank ist es bei uns besser geworden. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen auch und daß du die richtigen Ärzte findest.

Lieben Gruß
Susanne
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Ulrike_S
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Beiträge: 81

BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen,

einen kleinen Tipp hätte ich da noch. Und zwar gibt es in vielen Städten eine Teddy(bären)klinik. Kinder können hier in Begleitung der Eltern oder im Rahmen eines Kindergartenausfluges ihre Kuscheltiere zu den "Ärzten" (i.d.R. Medizinstudenten) bringen und den ganzen Ablauf sozusagen aus der Elternperspektive erleben. Dabei wird viel erklärt, der Teddy untersucht, ... nicht zu vergessen der Besuch in der (Gummibären-) Apotheke.

Einige interessante Artikel / Links zum Thema habe ich herausgesucht.
http://www.marburger-bund.de/mbz/un...../unispezial/ss2003/07.htm
http://www.teddy-aerzte.de/
http://www.teddyklinik.uni-wuerzburg.de/aktuelles/

Kontaktmöglichkeiten in verschiedenen Städten: http://bvmd.de/arbeit/tbk/standorte/

Viele Grüße, Ulrike
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Heike M
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 13:23    Titel: Re: Ärztetrauma, habt Ihr Tipps? Antworten mit Zitat

Hallo Julia!

Julia25 hat folgendes geschrieben:
Wir dürfen weder an der Kinderarztpraxis noch an der Klinik vorbeifahren da er sofort schreit. Er spricht leider noch nicht viel. Wir haben jetzt mal probiert mal zu einem Arzt zu gehen wo er noch nicht war aber leider merkt er es sofort wenn wir die Tür reinkommen.Sogar wenn wir einen Pflegedienst der weiß angezogen ist auf der Strasse sehr müssen wir die Strassenseite wechseln weil er nicht vorbei geht.Die Pychologin die ich aufgesucht habe meint er muss dadurch aber ich kann nicht mehr.


Du hast hier ja schon eine Menge Tipps bekommen, da will ich jetzt nichts wiederholen.

Aber einiges fällt mir noch ergänzend ein:

Ich denke, wenn Du dieses Ausweichverhalten mitmachst unterstützt Du die Angst Deines Sohnes nur. Das wird davon nicht weniger, sonderen eher mehr. Insofern hat die Psychologin sicher recht mit dem "da muss er durch". Ich würde trotzdem an der Prxis vorbeifahren und nicht die Straßenseite wechseln, auch wenn es Theater gibt.

Vincent hat auch 5 OP´s und viele unangenehme Untersuchungen hinter sich, ich bin mit der "da müssen wir durch"-Einstellung immer ganz gut gefahren. Ich habe immer versucht zu trösten und Mut zu machen, aber mich möglichst so zu verhalten, dass ich die Angst nicht noch verstärke, indem ich z.B. Sätze sage wie "Ach Du Armer" oder vorher sage "Das tut micht weh" wenn es eben doch weh tun wird.
ich habe immer versucht, selbst mit einer postiven Einstellung an die sache ranzugehen und den Arztbesuch eben auch als etwas normales zu sehen und das Vincent auch so zu übermitteln.
Wenn du selbst schon zu sehr mit den nerven runter bist um das zu machen ist der schon gemachte Vorschlag, mal Deinem Mann mit dem Kleinen zum Arzt zu schicken sicher eine sehr gute Idee.

Vincent ist übrigens total hinter allem Spielzeug, das irgendetwas mit dem Thema "Arzt" zu tun hat, her. Da merkt man auch, dass er mit dem Thema oft zu tun hatte, aber ich bin ja froh, dass er auf diese Weise reagiert.
Neben seinem Arztköfferchen haben es ihm auch Krankenwagen sehr angetan, vielleicht wären die auch etwas für Deinen Sohn? Auf Autos stehen doch alle kleinen Jungs Wink

Wenn Dein Sohn noch keine Videos guckt gibt es ja auch Bilderbücher zu dem Thema. Wir haben zwar keine, aber dafür schaut sich Vincent ständig im Playmobol-Katalog das Krankenhaus an. Very Happy

LG

_________________
Heike (12/68) und Vincent (09/04), operierte intermediäre Analatresie
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
habe mich gerade durchgelesen und muß auch sagen - es ist vielleicht ähnlich wie mit dem "nicht-essen-wollen - : je mehr "Theater" um das jeweilige Thema gemacht wird, desto mehr setzt sich das womöglich vorhandene Trauma fest !

Zum Arzt gehen ist etwas völlig natürliches und wird noch oftmals notwendig sein, also Augen zu und durch - keine Straßenseite wechseln, keine Belohnungen einfach Normalität - wird die ersten male mächtig Gebrüll geben - aber danach ist es vielleicht auch ausgestanden ???
Ich wünsche Dir starke Nerven beim Ausprobieren !
Im Übrigen muß ich
@Anner zustimmen - hört sich erst mal schlüssig an mit den Hausbesuchen - aber : soll das Zuhause weiterhin ein angstfreier Raum sein oder nicht ?
LG Heike
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