Verfasst am: 30.12.2006, 15:25 Titel: Fuß-Operation: Mit was muss ich rechnen?
Hallo zusammen
Ich habe in einigen Beiträgen schon geschrieben und gewissen User schon erzählt, dass bei mir über eine Fussoperation zur Diskusion steht. Ich habe mittlerweile schon ganz viel darüber hier im Forum gelesen, dabei stehen sowohl viele dafür sprechende Beiträge drin aber auch solche die dagegen sprechen. Mich würde es interesieren, was für Erfahrungen ihr gemacht habt und mit was man alles rechnen muss nach einer Operation.
Folgende Problemstellung ist vorhanden:1. Der fuss dreht sich nach innen wie eine Banane; 2. starker Hohlfuss und 3. laufe fast nicht auf dem Fersen sondern mehr auf dem Vorderfuss
Bei mir wollen sie bei einer Operation einige Sachen gleichzeitig machen an beiden Füssen. Zum einen wollen sie irgendwie am Hohlfuss etwas machen, an den grossen Zehen korrektueren vornehmen, achilensehne etwas machen (kürzen oder verlängern) und irgendwie noch den Bananenfuss beheben oder ausbessern.
Was mich besonders interessieren würde ist, wie lange nach einer solchen Operation muss man einen Gips tragen Wie lange darf ich nicht belasten Wie lange müsste ich ungefair in der Klinik bleiben und was für einen Gips man da bekommen würde (hab verschiedenes gelesen)
Ebenfalls wäre es interesant zu wissen, ob euere Kinder sehr starke schmerzen hatten und wie schwer die Einschränkungen nach der Gipsabnahme waren beim gehen. Mussten euere Kinder aufgrund der Korrekturen wie neu lernen zu laufen?
Ich danke euch für euere Antworten, und wünsche euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr 2007.
Eine liebe Freundin von mir hat eine seltene erbliche Erkrankung, die der Beschreibung deiner Fußprobleme ähnelt.
Ihre Füße haben sich mit den Jahren immer mehr verformt und schließlich konnte sie auch mit besonderen orthopädischen Schuhen immer schlechter laufen. Irgendwann wäre sie wohl im Rollstuhl gelandet - so hat sie sich im letzten Jahr beide Beine gleichtzeitig operieren lassen. Das Ganze hat in Schlierbach bei Heidelberg stattgefunden. Sie war nicht sehr lange im Krankenhaus, musste aber auch zu Hause noch recht lange sehr schonen. Nach einigen Wochen bekam sie Gehgipse und Krücken, später besondere Schienen, die sie ca. 1/2 Jahr lang tragen musste.
Angehehm war die ganze Prozedur sicher nicht, doch sie kann jetzt wieder recht gut laufen und trägt normale Schuhe.
Liebe Grüße
Iggis _________________ Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
Was mich besonders interessieren würde ist, wie lange nach einer solchen Operation muss man einen Gips tragen Wie lange darf ich nicht belasten Wie lange müsste ich ungefair in der Klinik bleiben und was für einen Gips man da bekommen würde (hab verschiedenes gelesen)
Wenn Du gut beraten worden bist, sollte Dir das Dein Arzt eigentlich alles genau erklärt haben ......
Auf jeden Fall würde ich vor der Entscheidung zu einer OP zu einem weiteren Facharzt gehen um eine ZWEITE MEINUNG über Sinn, Erfolg und OP Methode einzuholen.
Alles Gute,
Anja _________________ Anja mit Tochter (5/02) BPES - Blepharophimose-Ptose-Epikanthus inversus-Syndrom, V.a. HB und Sohn (11/04) tiefe Analatresie mit perinealer Fistel, Hüftdysplasie, muskuläre Hypotonie, ehem. KISS, rezividierende Paukenergüsse und obstruktive Bronchitis
Ich würde mich nocheinmal ganz genau erkundigen, was genau gemacht werden sollte. Mit irgendwie etwas man Fuss machen würde ich mich nicht zufrieden geben!
Fall du dich unsicher fühlst, kannst du dir ja deine Unterlagen, Röntgenbilder geben lassen (sie gehören dir ) und dann anderswo eine zweite Meinung einholen. Dies ist dein Recht, auch wenn es mache Ärzte anders sehen.
Auch wenn ich zum Fußproblem nichts sagen, interessiert mich doch die Frage nach den Röntgenbildern: Sie gehören wirklich mir und mein Arzt muss sie mir geben?
Grüße, Ninetta _________________ ISK, PTBS, div. kleinere Baustellen, aber sonst gesund. Lehrerin mit Inklusionskindern in ihren Klassen.
Hallo Fabian!
Sarah hatte dieses Jahr eine umfangreiche Fuß-OP auf der rechten Seite.
Dr. Senst, Arnstadt, operiert bei knöchernen Eingriffen nur eine Seite - er ist der Meinung, dass die Belastung für das Kind sonst sehr groß / zu groß ist.
Bei Sarah wurden mehrere Sehnen und Muskeln verlegt, verlängert, bzw. gekürzt. Mittels eines aus dem Wadenbein entnommenen Knochenstücks wurde die Fußfehlstellung knöchern korrigiert. Damit dieses neu eingesetzte Stück auch fest wachsen konnte, wurde ein Draht zur Fixierung eingesetzt - dieser hat ca. 1,5 cm aus dem Fuß heraus geguckt. Er wurde durch den Gips in der Position geschützt und gehalten. Von daher war es auch wichtig, dass der Fuß auf gar keinen Fall belastet wird, dass hätte eine Verschiebung zur Folge haben können. Dieses heraus stehende Drahtstück konnte dann ohne weitere OP ambulant bei der Gipsabnahme gezogen werden - doppelte Narkose blieb ihr so erspart!
Der Gips war normaler weißer Gips. Den Kunstharz-Gips haben wir bei Kindern gesehen, die nur an Sehnen und Muskeln operiert wurden, diese durften auch im Gips teilbelasten.
Sarah ist, was Gips angeht, schon fast Profi - sie empfand den weißen Gips als angenehmer als ihre sonst üblichen Kunstharzgipse, weil sie nicht so drin geschwitzt hat - sagt sie.
Wenn ich mir vorstelle, dass sie beide Beine gleichzeitig auf diese Art operiert bekommen hätte, wäre sie wahrscheinlich auch mit Hilfe nicht in der Lage gewesen, z.B. auf die Toilette zu gehen.
Sie hat ein halbes Jahr konsequent Schienen getragen, sowohl am Tag als auch in der Nacht. Ohne ihre Tag-Schienen durfte sie nicht auftreten, wenn sie also z.B. nachts zur Toilette musste, hat sie den Rolli benutzt.
Nun hat sie im nächsten Frühjahr die linke Seite vor sich. Bei Sarah steht bzw. stand zur Diskussion, links erst mal nur Weichteile zu operieren - um dann zu schauen, ob die knöcherne ein Jahr später doch noch gemacht werden muss. Sarah selbst hat dazu gesagt, lieber jetzt einmal alles, als wie zwei Etappen
Als die erste OP in Planung war, haben wir uns eine 2. Meinung eingeholt - und dabei auch festgestellt, wie viel Zeit sich Dr. Senst für uns genommen hatte.
Ich würde es dir auch raten, eine 2. einzuholen - die oben beschriebene Vorgehensweise wurde uns vor OP in aller Ruhe und ausführlich erklärt.
Ach ja unsere Krankenhauszeit war: 2 Wochen bei OP-> 4 Wochen mit Liegegips zu Hause (im Rolli mit hochgestelltem Fußteil) -> 2 Wochen Krankenhaus -> anschließend Reha bei uns 6 Wochen zum Neu-Laufenlernen, denn die Körper-Statik hatte sich durch diese OP erheblich verändert.
lieben Gruß und Dir ebenfalls ein gutes neues Jahr
Silke
@iggisw: Darf ich fragen, wie die Krankheit deiner bekannten heisst wo sie hat und in wie fern haben sich ihre Füsse verformt? So schlimm ist es zum Glück nicht, dass ich mit Schuhen nicht mehr gehen könnte.
@Anja: Wie gesagt, bei mir wird zur Zeit einfach über eine Operation diskutiert. Ich möchte mich vorher informieren, damit ich Bescheid weiss wo die Vorteile und Nachteile liegen gerade wegen Folgen und dem wo die OP mit sich zieht. Manchmal ist es besser, wenn man Dinge erfährt von direkt betroffenen als von Ärzten finde ich.
Es kann sehr gut sein, dass die Docs genauer gesagt haben was und wo sie operieren möchten. Jedoch ist dieses Gespräch schon ein wenig her, und so kann ich nicht mehr alles genau sagen was gesagt wurde. Natürlich würde ich mich sehr genau informieren was gemacht wird, und könnte es auch sagen wenn ich es noch wüsste.
Bei mir wurden bisher noch gar keine speziellen Untersuchungen gemacht oder oder Röntgenbilder angefertigt. Es wird nur ständig vom operieren und so gesprochen aber Untersuchungen mit Geräten wurden nie gemacht. Der Doc nimmt meistens einfach den fuss und das bei in die Hand un untersucht es so. Findet ihr dies sehr komisch, dass noch keine speziellen Untersuchungen gemacht wurden
Sicherlich werde ich noch einen weiteren Spezialisten aufsuchen, und mich bei ihm beraten lassen. Jedoch kenne ich ehrlich gesagt keinen weiteren Arzt der auf diesem Gebiet spezialisiert ist. Erst wenn ich mir bei der Sache ganz sicher bin, werde ich operieren lassen.
Sie gehören wirklich mir und mein Arzt muss sie mir geben?
Also ich kenn es so:
Nein, sie gehören Dir NICHT!!! Röntgenbilder gehören dem Arzt bzw. dem KH!! Er hat sogar eine Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren. Er muss Sie Dir aber leihweise z.B. für andere Arztbesuche und weitere Diagnostik überlassen, dann musst Du unterschreiben, dass Du sie wieder zurückbringst (eben wegen der Aufbewahrungspflicht).
Bitte korrigiert mich, sollte das nicht mehr aktuell sein.
Gruss, Anja _________________ Anja mit Tochter (5/02) BPES - Blepharophimose-Ptose-Epikanthus inversus-Syndrom, V.a. HB und Sohn (11/04) tiefe Analatresie mit perinealer Fistel, Hüftdysplasie, muskuläre Hypotonie, ehem. KISS, rezividierende Paukenergüsse und obstruktive Bronchitis
Anja hat Recht !Röntgenbilder gehören nicht dem Patienten, sondern dem Krankenhaus oder Arzt. Der hat eine Aufbewahrungspicht- bei Kindern 15 und bei Erwachsenen 10 Jahre ! Zur Vorstellung bei anderen Ärzten werden aber die Aufnahmen gegen Unterschrift herausgegeben. Wegen Aufbewahrungspflich müssen sie dann anschließend auch wieder zurück. Liegt aber auch im eigenen Interesse !!!!!
Hallo Fabian !
Ich kann auch gut verstehen, daß du dich auch hier im Internet informierst. Da kommen noch viele Fragen auf, die man dann später beim Arzt stellen kann. Mach dir ruhig einen Zettel- ich würde sonst immer etwas vergessen !
bei einer meiner töchter wurde eine fuß-op gemacht als sie 1 jahr alt war. das ist nun aber schon so lange her, dassich denke,dass die medizin da viel weiter ist als damals.
sie hatte fast einen klumpfuß und der fuß bog sich auch so nach innen.sie war 2 wochen gesamtimkrankenhaus und hatte 6 wochen einen gips.danach fing sie sofort an zu laufen.(vorher konnte sie es noch nicht)
heute ist noch eine narbe zu sehen, die folgende auswirkungen auf ihr leben hat.
sie kann keinen nur stehenden job machen, lange wanderungen ermüden sie schneller als die geschwister.als sie einmal akkupunktur nehmen wollte, sagts der behandler, dass die narben sehr stören würden und er müsse sie unterspritzen- was sehr schmerzhaft war.sonst ist allesok.
ich würde es auf jeden fall wieder machen lassen, da die anderen konsequenzen schlimmer gewesen wären.
viel glück und guten rutsch
angie mo _________________ sorry, wenn ich alles klein schreibe, ich habe sowohl eine behinderung an den augen als auch an der hand und das schreiben ist sehr anstrengend-manchmal ist es besser, dann schreib ich auch groß und klein
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