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Förderung eines entwickl.verz. Kindes im Alltag
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Ute K.
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BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 16:44    Titel: Förderung eines entwickl.verz. Kindes im Alltag Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

unser Niklas ist 2 Jahre und 7 Monate, kann zwar (wackelig) laufen, hat aber ansonsten massive Probleme, sich selbst zu beschäftigen. Motorisch, besonders feinmotorisch, sprachlich und kognitiv ist er auf dem Stand eines 9-monatigen Kindes (eigene Einschätzung). Er lässt sich nur ganz schwer auf Spielchen ein und kann sich auch nicht lange auf was konzentrieren. Wenn er mittags vom heilpädagogischen Kindergarten zuhause ist, kann er nur wenig mit sich anfangen. Meistens läuft er immer wieder die gleiche Strecke zwischen Wohnzimmer und Küche ab, auf seiner Runde haut er eine Weile auf dem Klavier rum, kickt kurz mal einen Ball, öffnet eine bestimmte Schranktür und knistert vielleicht ein wenig mit Papier rum.

Ich würde ihn so gerne mit neuen Beschäftigungen locken, um seine Wahrnehmung, Motorik und Konzentration zu fördern, habe aber oft keine Zeit, mich lange alleine mit ihm zu beschäftigen, weil seine Schwester, Haushalt, etc. eben auch noch da sind.

Habt ihr mir vielleicht ein paar praktische Förder-Ideen, die ich irgendwie ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren kann? Mir fehlt da irgendwie die Fantasie. Was macht ihr denn so mit euren Kindern zuhause?

Ratlose Grüße von Ute

_________________
LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.
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Ute K.
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BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag:
Ich wäre auch dankbar für Buch- und Literaturtipps!
Ute

_________________
LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.
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Jenni
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BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

mir geht es manchmal ähnlich wir Dir.
Marcel ist auch Entwicklungsverzögert und hat zudem noch Wahrnehmungsstörungen ....
unsere Ergotherapeutin hat uns das Buch "Spielerisch im Gleichgewicht" empfohlen,was auch sehr schön für Eltern geschrieben ist,um seine Kinder besser zu verstehen.
Vielleicht ist das ja was für Euch?

http://www.ergotherapie-mb.de/wbuch_ft005.html

Oder wie wäre es mit einem Bällebad,damit sind unsere beiden immer sehr lange beschäftigt.
Oder mache doch die Strecke,die er immer läuft zu einer "Erlebnis-Tour" und lege auf den Fußboden Sandsäckchen hänge was an die Wände ........

Liebe Grüße
Jenni

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"Warte nicht auf das große Wunder,sonst verpassst du zu viele kleine."
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ritap
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BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Bezieh ihn und seine Schwester doch in ganz einfache Haushaltsarbeiten mit ein. Wenn Du Teig rührst, kriegt er ne leere Plastikschüssel und nen Löffel. Wenn Du Wäsche machst, gib ihm ein Handtuch. Lass ihn kontrolliert Knöpfchen drücken, wenn es darum geht, die Waschmaschine anzustellen oder das Radio auszumachen.

Vielleicht kann Dir der Kleine schon ein bisserl helfen, Sachen wegzuräumen. Kartoffeln vielleicht aus dem Einkaufskorb in den Vorratsbehälter packen und all so was.

An sonsten könnt Ihr doch sicher Gemeinschaftsbauwerke mit Duplosteinen oder Bauklötzen bauen oder über einen Tisch eine große Decke hängen als Zelt.
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anner
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BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Ute,

daß mit dem Haushalt mache ich auch gerne.
Unser Sohn mag aber auch schon immer Musik.
Als er kleiner war, hatte er z. Bsp. ein kleines Glockenspiel und eine Blechtrommel, momentan dudelt er auf der Flöte und der Mundharmonika und dreht seinen Kinder cassettenrecorder ganz laut.
Toll sind auch die Bilderbücher, die Kinderlieder spielen - hats vor kurzem bei Aldi gegeben.

Anne

_________________
DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO

Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
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Antje und Justin
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BeitragVerfasst am: 18.12.2006, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Ich habe bei Justin Spielzeug selber gebastelt.Wie z.b. eine Plastikflasche mit Sand gefüllt und ein paar Glitzersteine reingefüllt oder einen Schuhkarton mit Bunter glitzerfolie beklebt unnd vorne ein Loch offen gelassen.Dann habe ich verschiedene Sachen reingetan wie z.b. etwas hartes,weiches,raues usw.Das hat Justin gern genommen weil er neugierig war was ich da reingetan habe.Es fördert seine Motorik weil er reingreifen muß und dann fühlt was da drin ist.
Gruß
Antje

_________________
Mama von Justin 8 und Danny10,Justin hat eine Perinatale Hirnschädigung ,Muskeltonusstörungen,Muskelschwäche,Symtomatische Epilepsie mit fokalen Krampfanfällen,Kein Räumliches Sehen,Weitsichtig6,5,Aggresives u.Autoaggressiv, keine Opstipation,Entwicklungsstand eines 2Jahren alten Kindes,kein richtiges Sprechen,Autistische Züge,ADHS usw....
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Claudia Pawlowski
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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ute!

Felicitas ist 2 Jahre und 3 Monate alt, läuft an einer Hand und ist auch entwicklungsverzögert. Seit kurzem interessiert sie sich sehr für die Hausarbeit. Nun lasse ich sie, ihren Möglichkeiten entsprechend, mitarbeiten. Morgens beim Bettenmachen schüttelt sie mit am Kopfkissen, streicht die Bettdecke glatt (unsere Meinungen über glatt gehen weit auseinander Wink ), beim Spülen darf sie einen kleinen Plastiktopf abtrocken und mit mir zusammen die leichten Gegenstände wegräumen. Sie ist dann Stolz wie Oskar, wenn sie den Sparschäler zur Schublade tragen darf. Fegen und staubsaugen ist auch toll und putzen macht auch Spaß.

Ich weiss, Kinderarbeit ist eigentlich verboten! Laughing

Vielleicht hat Dein Sohn ja Spaß daran Dir zu helfen, und man bekommt dabei eine Menge im Haushalt geschafft!

LG Claudia

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Felicitas *01.09.2004 - +02.04.2007 (BPES, HLHS)
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Gisi
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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ute,

tipps für die haushaltshilfe hast du ja nun zur genüge bekommen Very Happy
aber wer kennt das nicht, man möchte auch mal was ohne kinder im haushalt
tun. und wenn die kiddis sich nicht selbst beschäftigen ist das nicht gerade toll.

ich hab da nochmal eine ganz andere idee, den besten babysitter der welt Embarassed
(ich weiß, asche über mein haupt Confused )
das gibt doch auch schöne mitmachsendungen, zum tanzen und ähnliches.
wenn du da mal was aufnehmen würdest, das dann erst mal zusammen mit
deinem sohn üben nachzumachen. vielleicht macht er es dann ja auch mal
alleine nach.

lg
gisi (ich möcht damit keine fernsehdiskussion auslösen Rolling Eyes )

_________________
Sabine mit Fenja 6/98
und Nina 10/01 frühkindlicher Autismus, seit Juni 2009 in einer Wohngruppe
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint"!
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Ute K.
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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
danke für eure kreativen Ideen. Bei manchen konnte ich allerdings nur traurig mit dem Kopf schütteln. Niklas wäre selbst mit kleinen Tätigkeiten im Haushalt überfordert. Er hat nicht das Verständnis dafür. Er nimmt z.B. etwas in die Hand, lässt es aber im nächsten Moment wieder fallen, als ob er bereits vergessen hat, dass er da was in der Hand hatte. Gezielte Handlungen wie etwas irgendwo hintun oder auf Aufforderung etwas bringen, ist bei ihm nicht drin. Ich glaube, er versteht meistens gar nicht, was ich von ihm möchte. Ich weiß, das klingt ziemlich frustriert, aber im Moment geht's mir auch genauso. Ich kann gar nicht sagen, dass Niklas an bestimmten Tätigkeiten überhaupt Interesse zeigt, außer am Laufen Sad
Und fernsehen? Tut er gerne. Aber er steht dann direkt davor und klopft gegen den Bildschirm. Ist ja auch nicht gerade so gut für die Augen, oder?
Gruß Ute

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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ute,

vieles was du schreibst erinnert mich an nina, die hat damals auch alles runter-
geschmissen. macht sie heute immer noch mal gerne aber lange nicht mehr so
schlimm. also gib die hoffnung nicht auf Very Happy

unsere frühförderin hatte damals immer ein kleines zelt mit, was in der stube
aufgebaut wurde. wär das was? das ist ja ein sehr reizarmer raum, so das er
nicht immer abgelenkt wird und die möglichkeit hat sich irgendwo drauf zu
konzentrieren. und dann ein oder zwei spielzeuge ins zelt legen. nina findet
alles toll was geräusche macht. find ich auch nicht schlecht, da weiß man
wenigstens was die gerade treiben Very Happy

lg
gisi

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Sabine mit Fenja 6/98
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