Verfasst am: 13.12.2006, 11:09 Titel: Selbsthifegruppen für Kinder mit Frühkindlichem Autismus?
Hallihallo zusammen
Weiss jemand von euch ob es in Hagen / Westfalen / Selbsthilfegruppen gibt für Kinder mit frühkindlichem Autismus?
Ich habe einen Sohn von 9 Jahren, bei ihm wurde nach langem Klinikaufenthalt diese Diagnose gestellt. Nun suche ich Selbsthilfegruppen oder ähnliches, Eltern, mit denen ich mich austauschen kann. Welche Erfahrungen sie bisher gemacht haben usw...
Unser Sohn 4 J hat auch frühk. Autismus.
Warum war der Weg zu der Diagnose so lang bei euch ?
Wir hatten auch sofort Kintakt zu den Eltern in der Stadt gesucht, keiner Chance wenn Du nicht bei einem Therapiezentrum zu Therapie angemeldet bist.
Sie machen dann die Elternabende.
Die beste Selbsthilfegruppe findest Du in diesem Forum.
Hier hat man immer offenes Ohr für alles, viele nutzliche Ratschläge und geduldige Zuhörer.
Wenn Du noch mehr über Autismustherapie, Schule und Förderung wissen oder schreiben möchtest sind noch einige Foren gut Z.B. http://f28.parsimony.net/forum68127/index.htm
oder http://f25.parsimony.net/forum62504/
oder http://de.groups.yahoo.com/group/aba-autismus/
oder http://f25.parsimony.net/forum62491/ (hier nicht von den Namen abschräcken lassen es geht nicht nur um Asperger , sondern Autismus allgemein)
Da sind auch viele Erwachsene Autisten aktiv, sie erklären uns wie unsere Kinder ticken ist sehr hilfreich )
In einigen muss Du Dich anmelden , aber es löhnt sich !
Schreib bißchen mehr über deinen Sohn. Welche Schule besucht er , ob er spricht, was sind die Höhen und Problemme ,wie gehst Du mit dem Ganzen um ?
Wir haben uns in einem Forum mit vielen betrof. Müttern aus unserer Stadt kennengelernt , jetzt treffen wir uns regelmäßig und rufen uns an. Tut gut.
Wünsche Dir viel Spaß in diesem Forum !
LG, Angi _________________ Die Vergangenheit ist Geschichte,
Die Zukunft ein Geheimnis,
Und dieser Augenblick ist ein Geschenk.
Angi und Sohn 2002 mit Autismus ( HFA ) , Bruder 2005 gesund
Hi Angi
Danke für die links, werde da mal rein schauen. Also es ging die letzten Jahre hin und her mit meinem Sohn, es wurde immer sehr viel vermutet. zum guten schluss hatte man mir gesagt das er unter ADHS leiden wurde. bis ich dann ein letztes mal vor 1 Jahr das nochmals überprüfen lassen wollte. weil ich immer mehr das gefühl hatte es ist kein ADHS. er kam ins KH wurde leider nach 12 Tagen entlassen, ohne Diagnose. nach 1 Woche wurde er nochmals aufgenommen, und siehe da, es wurde etwas unternommen. nach langer testung waren sich alle einig es ist Frühkindlicher Autismus. Da er die letzten jahre sehr viel und gute Förderung erhalten hatte, war es für die Ärzte sehr schwer eine Diagnose zu stellen, da mein Sohn sich viele Verhaltensweisen schon gut angeignet hatte. Er besucht die Lernbehindertenschule. Und wenn ich mal die Zeit zurückdenke als er klein war, passt alles zusammen, sein verhalten usw...einfach alles!!!
Seine Stärken sind das man ihn recht gut lenken kann, und die sache dadurch einfacher wird. Er hat grosse Defizite im schulischen Bereich, da auch noch eine Intelligenzminderung vorhanden ist. Er kommt schlecht mit anderen Kindern klar, und wenn dann nur für einen kurzen Zeitraum. Sprechen kann er gut. Tja wie gehe ich damit um? so gut wie es mir nur möglich ist. Leider stehe ich alleine mit diesem " problem"da ( drücke es mal so aus)
Habe kaum Freizeit, von Unternehmungen ganz zu schweigen. Im moment liegt er noch im KH, und ich nutze die zeit für mich kraft zu tanken. da ich weiss das es erst richtig los geht wenn er die Klinik verlässt. Ich habe ihn im Autistischen Zentrum in DO angemeldet, bzw läuft es jetzt so langsam. Bis zu einem termin wird es noch dauern. Er geht zusätzlich noch in eine Tagesgruppe die Heilpädagogisch arbeitet. Auf den ersten Blick scheint mein Sohn ein völlig normaler Junge zu sein, doch beim genaueren hinsehen wird einem schnell klar-da stimmt was nicht....
das problem ist einfach das Umfeld, klar alle verstehen einen....keiner möchte mit mir tauschen....aber was hilft mir das? Muss ich allein mit klar kommen. Irgendwo bleibt auch mein Berufleben auf der Strecke, habe niemanden der meinen Sohn nach der Schule betreuen kann. Also bleibt mir nix anderes übrig, als dies hinzunehmen und das beste daraus zu machen.
Die Ärzte hatten mir auch den Vorschlag gemacht ihn in eine Fremdunterbringung zu tun, d.h. 5 Tagesform-wochenende nach hause.... weil sie sich gedanken um mich machen, das ich es alleine nicht schaffe. wäre zu belastend für mich. aber das kommt für mich nicht in frage, es ist so wie es ist, alles raus holen was nur geht. er ist noch so klein und braucht mich. er hat nur noch mich. Naja das war es im grossen und ganzen. Mal sehen wie es weiter geht.
Ich weiß jetzt nicht im einzelnen, wo die Orte liegen, aber vielleicht ist was in Deiner Nähe dabei. Die Regionalverbände haben oft Selbsthilfegruppen, frage dort mal an oder gucke auf die Homepage, so sie eine haben.
Dass Autismus zuerst mit ADHS diagnostiziert wird, ist übrigens leider beinahe ein Regelzustand, vor allem, wenn es nicht das klassische Bild vom nichtsprechenden Autisten ist.
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
Danke für die Info, die Seite hatte ich schon gefunden. Ja finde es echt schade das es so häufig verwechselt wird. man hatte mir gesagt das ADHS und Autistische Züge sehr nah beinander liegen und die meisten Ärzte es verwechseln und es übersehen. Wie in meinem Fall. Wie gesagt werde jetzt alles versuchen um meinem Sohn zu helfen, das wir auch sicher in die Zukunft blicken können.
man hatte mir gesagt das ADHS und Autistische Züge sehr nah beinander liegen und die meisten Ärzte es verwechseln und es übersehen.
"Autistische Züge" gibt es im ICD 10, wo alle Krankheiten mit Diagnosekriterien definiert sind, gar nicht! Sie werden lediglich im Zusammenhang mit atypischem Autismus erwähnt, sind aber keine eigenständige offizielle Diagnosebezeichnung.
Ich bin der Meinung, dass Ärzte immer dann von autistischen Zügen sprechen, wenn sie nicht zugeben wollen, dass sie sich nicht auskennen.
Das ist klar und eindeutig und ich verstehe nicht, warum die meisten Ärzte nicht in der Lage sind, anhand dieser Kriterein festzustellen, welche Autismusform das Kind hat.
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
leider ist dies oft der fall.
ich bin nur froh das endlich die ganzen testungen usw ein ende haben und ich endlich weiss was mit ihm los ist. nun kann ich auch gezielt an die sache ran gehen. und stehe nicht weitere jahre wie ein ochse vor dem berg. )
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