Verfasst am: 06.12.2006, 12:07 Titel: FSJ in der Familie und im Kindergarten möglich?
Hallo,
bei uns in der Familie sind gerade zwei Dinge, die wir andenken:
1. Wir würden Niklas gerne irgendwann mal in einen Regelkindergarten integrieren, mit Integrationshilfe versteht sich. Im Moment ist er noch in einem heilpädagogischen Kindergarten.
2. Ich habe von der Möglichkeit eines FSJ in der Familie gelesen, wenn ein behindertes Kind da ist. Das wäre evtl. auch etwas für uns.
Nun ist meine Frage, ob sich sowas nicht kombinieren lassen kann. Also ein/e FSJ-ler/in, der/die vormittags Niklas im Kindergarten betreut, sozusagen als Integragtionshelfer/in und nachmittags bei uns zuhause mithilft. Natürlich in dem üblichen zeitlichen und rechtlichen Rahmen, der für das FSJ gilt. Es wäre halt für uns alle insbesondere für Niklas hilfreich, wenn er sich nur auf eine Bezugsperson einstellen müsste, die dann auch eine Verbindungsperson zwischen Kindergarten und Familie sein könnte. Und für eine/n FSJ-ler/in wäre das doch auch interessant, oder? Und finanziell wäre das dann auch für uns eher machbar, denn 560,- € pro Monat für eine/n FSJ-ler/in zu zahlen, der/die dann halt in der verbleibenden Zeit außerhalb des Kindergartens für Niklas zuständig wäre, das ist dann doch zu teuer für uns. Bei einer Kombination könnten die Kosten doch irgendwie geteilt werden.
Aber wie das halt so ist: da macht wahrscheinlich die Bürokratie nicht mit, weil es zwei verschiedene Behörden sind, die dafür zuständig wären, und die sich dann irgendwie verständigen und einigen müssten. Ich habe schon mal bei unsrer zuständigen Vermittlungsstelle für FSJler/-innen angefragt, die hatten sowas bisher noch nicht. Aber sie werden sich mal erkundigen.
Jetzt wollte ich einfach mal fragen, ob unter euch vielleicht jemand ist, der/die in diesem Bereich schon Erfahrungen hat oder evtl. ein ähnliches Modell kennt oder sogar "lebt". Was meint ihr? Ließe sich sowas realisieren und wie müsste ich es angehen?
Danke, Eure Ute _________________ LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.
ich bin gerade auf deine Anfrage gestoßen. Wir haben in diesem Jahr eine FSJlerin in der Familie, eine tolle Sache! Jetzt kommt Amelie im September in den Kindergarten, und eine Vollzeit-FSJlerin wäre dann zu Hause fast zu viel, außerdem ist es auch aus finanzieller Sicht ein ziemlicher Luxus (doch jede andere Art der Betreuung ist noch teurer). Habt ihr die Idee der FSJ-Teilung weiterverfolgt?
Liebe Grüße
Britta _________________ Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, cerebral blind, Hüftluxation
LG
Alexandra _________________ Alexandra mit 2 Jungs (13 und 10 Jahre) und Pflegekind (8 Jahre), FAS Syndrom,geistig behindert,Schlafstörung,Zöliakie,Essstörung.Und ab und zu ein kleiner wirbelwind in Bereitschaftspflege
FSJ = Freiwilliges Soziales Jahr
Gibt es in vielen Einrichtungen, läuft so ähnlich wie Zivildienst. Bei Familien mit behinderten Kindern kann man eine FSJlerin für die Familie einstellen, mit dem Haken, dass man sie selbst bezahlen muss.
Liebe Grüße
Britta _________________ Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, cerebral blind, Hüftluxation
Hallo Ute,
ich habe mein FSJ in Niedersachsen gemacht, ich war nur als Integrationshelferin in der Schule. Aber eine andere FSJlerin hat in Hameln gearbeitet und da ist sie nach der Schule auch nach Hause zu dem Kind gekommen. Die hat dann auch den Fahrdienst übernommen, da sie ein Auto bekommen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband bekommen hat. über den lief das FSJ nämlich.
Es gibt also solche Formen und da ihr ja auch den I- Helfer beantragen müsst, wäre das wahrscheinlich auch nicht ganz so schwierig. Das Sozialamt würde an den Pari (oder an einen anderen Verband) anteilsmäßig den Stundenlohn zahlen, die die FSJlerin im Kiga verbringt, den Rest zahlt ihr an den Verband. Der zahlt dann das Gehalt aus. Das waren bei mir ca. 300€, aber ich weiß, dass der Pari mehr Geld für mich bekommen hat, aber das ist eine andere Geschichte
Also, es müsste gehen und für eine FSJlerin wäre es sicher ein Traumjob
Liebe Grüße
Katrin _________________ Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
wir haben auch eine Fsjßlerin in der Familie.
Da unser Levin Einzelintegrativ im Regelkiga war, hatten wir auch kurz überlegt unsere FSJ´lerin mit dem Kiga zu "teilen".
Später dann wurde uns aber klar das wir das auf keinen Fall wollen.
Denn Levin soll ja auch lernen ohne sein vertrautes Umfeld klar zu kommen.
Ich denke hier kommt es auch ganz stark auf die Form der Hilfe an, welches Dein Kind benötigt. Welche Art von Behinderung vorliegt usw...
Auch wir wollen im kommenden Jahr nur noch einen "halben" FSJ´ler, da wir uns mehr aufgrund unserer neuen Wohnsituation einfach nicht mehr leisten können!
Zudem sind ab Herbst beide Jungs im Kindergarten so daß wir auch nicht mehr ganz so viel Unterstützungsbedarf, vorallem im Vormittagsbereich, haben.
Gehen tut diese Kombi aber normalerweise schon. Ist Verhandlungssache.
Allerdings wäre es ja evtl auch denkbar das ihr ein FSJ mit einer anderen Familie teilt.
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