Wir haben auch schon über Pflegekinder nachgedacht, ich habe sogar schon eine Informationsveranstaltung besucht. Wir werden allerdings noch ein paar Jahre warten, bis unser Sohn älter ist. Man wird vom Jugendamt sehr genau überprüft und befragt, wenn man ein Pflegekind aufnehmen möchte. In Hamburg muss man neben dem Infoabend auch noch zwei Kurse besuchen und es wird empfohlen auch noch weitere Kurse zu besuchen. Mir hat die Infoveranstaltung schon sehr weitergeholfen.
LG, _________________ Katja mit Sohn (*01/04, zart, klein und nicht so stark wie andere Kinder)
Nun hast du ja schon etliche Infos bekommen. Ich stimme den Anderen zu: Trau dich einfach Kontakt mit deinem zuständigen Jugendamt aufzunehmen, du kannst dich auch bei mehreren Jugendämtern melden, die Kriterien Pflegeeltern/-mutter zu werden sind nicht bei jedem JA gleich. Du wirst sicher zu Infogesprächen, ev. auch zu Einzelgesprächen eingeladen, du kannst dich also wirklich eingehend informieren. Normalerweise werden auch Seminare angeboten.
Es ist schon so, dass die Jugendämter Kinder gerne in gesicherte Verhältnisse geben, ich kenne aber einige alleinstehende Pflegemütter.
Ein Kind in Pflege zu nehmen ist eine Aufgabe, die sehr wohl überlegt sein muss! Meistens handelt es sich um Kinder, die in ihrer Ursprungsfamilie wirklich schlimmes erlebt haben - viele sind körperlich, geistig, vor allem aber seelisch vorgeschädigt! Es ist oft nicht von vornherein klar, für wie lange ein Kind in der Pflegefamilie bleiben kann, immer wieder kommt es auch zu Rückführungen. Die Besuchskontakte zu der leibl. Familie gestaltet sich häufig recht problematisch, die Kinder sind hinterher "durch den Wind"! Nicht falsch verstehen - ich will dir diese wertvolle und super schöne Aufgabe nicht ausreden! Ich möchte dich nur auf die sehr häufig auftretenden negativen Seiten aufmerksam machen.
Neben der Information beim Jugendamt möchte ich dich auch ermutigen, dich mit anderen Pflegeeltern auszutauschen! Es gibt bei den Yahoo-Groups eine wirklich tolle geschlossene Liste - dort findet man viel Information und Rat für die Entscheidung und natürlich auch hinterher.
Vielleicht könntest du dir aber auch vorstellen, erstmal ein Kind in Kurzzeitpflege oder Bereitschaftspflege zu nehmen? Du weißt zwar dann schon vorher, dass dieses Kind nach einer Zeit wieder gehen wird aber du hast auch die Möglichkeit zu prüfen, ob du dir diese Arbeit auf Dauer vorstellen kannst.
Eine weitere Alternative wäre eventuell auch ein oder mehrere Kinder in Tagespflege zu nehmen!
Alles Gute für deine Überlegungen!!!
Iggis (mit 3 Dauerpflegekindern) _________________ Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
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