Verfasst am: 28.11.2006, 17:40 Titel: Akzeptanz von unseren besonderen Kindern in der Familie
Hallo,
möchte mal von Euch wissen, wie Eure besonderen Kinder in Eurer Familie oder auch Freunde akzeptiert werden.
Wir haben da sehr große Probleme mit. Unser Pascal wird von meiner Schwiegermutter als "besonderes Kind" nicht akzeptiert. Für sie ist das alles normal. Da wird im Gegenteil noch unser Pflegekind, welches wir seit dem 15.8.06 nun haben in den Vordergrung gestellt.
Und komischerweise war sie vorher immer negativ auf Pflegekinder eingestellt. Aber nun???
Auch Pascal's Patenonkel hatte letztens einen komischen Spruch drauf. Nach unserem Martinszug meinte er an seiner Haustüre zu ihm : " wenn Du jetzt ein Lied singst, dann bekommst du auch was von mir"
Bitte, wie soll ein Kind mit Sprachstörung, welches sich sowieso auf seine Sprache konzentriert nun auch noch ein Lied singen. Das Ende vom LIED!! Pascal hat nichts bekommen, mit der Aussage, "du musst schon was singen und wer nichts singt bekommt auch nichts!!!!!!"
Ich habe mich in dem Moment ziemlich geärgert und mir standen die Tränen in den Augen. Zum Glück war es dunkel und keiner hat etwas gesehen. Ich habe mit Pascal mitgefühlt. Ich glaube es hat ihn sehr getroffen. Er hat zwar nichts gesagt, aber an seiner Reaktion habe ich es ihm angemerkt.
Pascal hat ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein, da bin ich sehr froh drüber. Aber ich denke gerade durch solche Äußerungen, wird dieses ganz schnell kaputt gemacht.
Habt Ihr auch solche Situationen durchgemacht und wie geht Ihr damit um??
Viele liebe Grüße
Michaela mit einem ganz besonderem Sonnenschein!!!
Hallo Michaela
Oh mann .. wie herzlos & gemein ...
Das ist für mich aber mehr als eine Unverschämtheit .. das verletzt deinen Sohn doch & macht Ihn doch noch unsicher.
Also in so einem Fall würde ich deinen Bruder noch mal in einer ruhigen Minute ansprechen & ihm klipp & klar sagen was er da gemacht hat ...
Und das mit dem akzeptieren .. ich denke die möchte dies nicht wirklich wahrhaben und versucht das nun zu überspielen .. was deiner SchwieMu absolut nicht gelingt ...
Ich habe da leider kein Patentrezept .. ausser das mit den Jahren meine Eltern ( die sind in dem Fall eher das Problem ) öfter mal dämmert das eben Chiara eben Chiara ist ... wie sagt man so schön .. mit der Zeit ....
Ich hoffe es gelingt deiner SchwieMu .. denn im Grunde ...
Jedes Kind sollte geliebt werden & soo akzeptiert werden wie es nun mal ist ...
Alles Gute für dich & für dich die VielKraftfee .. aber dem Onkel würde ich Beine machen
Hallo Michaela,
ich glaube, von solchen Erlebnissen können wir Dir alle ein gaaaaaannnnzzzzz langes Lied vorsingen....
Meine Schwiegermutter hat die Geburtstage unserer Pflegekinder regelmäßig vergessen und zu Daniel hat sie nur gemeint : na, den solltest du mal drei Tage hungern lassen, dann wird er die Banane schon festhalten.....
Ganz anders waren da meine Eltern, zum Glück - wenn ich sie nicht gehabt hätte, meine Mama habe ich zum Glück auch noch - ich weiß nicht, ob ich die Kraft gehabt hätte, mit meiner Schwiegermutter doch noch halbwegs familiäre Kontakte zu pflegen.
Paten hat Daniel übrigens auch nicht mehr - alle beide waren leider kein"guter Griff" - das wird jetzt kompensiert durch andere liebe Freunde.
LG Heike
wir haben auch hier das problem das lukas für die schwiegereltern normal seine größe seine sprachentwicklung wo fast keine da ist alles normal und es heist immer wird schon keine angst
mein mann akzeptiert lukas gedeihstörungenseine mikrozytäre anämie und seine bronchitis den rest auchnicht und auch das was er akzeptiert hat fast 9 monate gedauert
mein mann weiß nichts davon das ich mit lukas in der frühförderung bin und wir nun zum hörtest müssen
ich sag es meinen mann und den schwiegereltern erst wenn ich eine diagnose zu 100% habe
ich selber habe gelernt nicht mehr alles zu sagen und zu erzählen oder nur ausgewählten personen
meine eltern akzeptieren lukas wie er ist ob klein ob groß ist egal sie sind auch die einzigen die wissen was ich mit lukas mache im mom und mich unterstützen und zu terminen begleiten
was dein bruder gemacht hat ist alles andere als schön red noch mal mit ihn und frag ihn wie er sich den gefühlt hätte an ders telle deines sohnes _________________ Lg Melli mit J. ADHS mit Hochbegabung; L. verd. auf ADHS Mikrozytäre Anämie, und etliche Allergien; und A. Neurodemitis
Du hättest Deine Tränen ruhig zeigen können - vielleicht sogar zeigen sollen. In solchen Momenten ist es meines Erachtens wichtig, eindeutig Stellung zu beziehen. Da muss man dem Kind beistehen und den Mund aufmachen. Das soll jetzt keine Anklage sein, sondern die Aufforderung, zu dem, was man denkt und für richtig hält, zu stehen.
Wir haben auch irgendwann mit Staunen und Erschrecken festgestellt, dass manche, die uns nahestehen und sogar Familienmitglieder Leon oftmals gar nicht begrüßten, wenn sie zu uns kamen. Wir haben dann unmissverständlich klargestellt, dass wir das so nicht akzeptieren können. Bei den einen war das heilsam, andere haben wir danach deutlich seltener gesehen ...
Es tut weh, wenn das behinderte Kind von der Umwelt nicht akzeptiert wird, das machen sich viele Leute gar nicht klar. Aber ich halte solch ein Verhalten auch für asozial - und das muss man ansprechen. Freilich ohne sich gleich bei allen völlig unbeliebt zu machen ...
Aber ich denke, dass ist ein Teil der Stärke, die wir als Eltern an den Tag legen müssen, auch wenn es manchmal ganz schön schwer fällt.
Nur Mut!
Beste Grüße
Martin _________________ Papa von Sternen-Löwe Leon Julius - geliebt von uns allen und immer in unseren Herzen
Ich bin immer wieder schockiert was für herz und taktlose mitmenschen , ja sogar familienmitglieder es gibt. _________________ Gruß von Sandra mit Niko, 17.10.03, nur Down Syndrom
Leider ist das wirklich so!!!!
Auch wir haben da so unsere Erfahrungen mit. Vor allem mit der Tatsache, das die Krankheit von Hans eigentlich Erblich ist und von der Mutter auf den Sohn übertragen wird. Bei Hans war es jedoch andeers, bei ihm ist das ne Neumutation. Also erst bei ihm aufgetreten.
Meine SchwiMu behauptet noch heute, das sei eine Schutzbehauptung, obwohl ich ihr den Brief mit dem Ergebnis der genetischen Untersuchung gezeigt hatte.
Ich ignoriere jetzt jegliche Kommentare von ihr. Beachte sie dann gar nicht und übergehe sie dann auch ganz bewußt.! Das merkt sie dann auch ganz doll. Spricht mich auch drauf an. Ich sage dann immr nur, das sie mal drüber nachdenken soll, was sie mir damit antut, den Befund als Schutzbehauptung abzutun
Aber eigentlich denke ich auch, das Sie sich damit Schützen will, weil sie nicht damit klarkommt. Leider blockt sie es ab, wenn ich versuche mal ein vernünftiges Gespräch mit ihr zu führen.
Verfasst am: 28.11.2006, 21:35 Titel: Uns geht es genauso!!
HallO!! Meine Schwiegereltern und die ganze Verwandschaft meines Mannes kommen glaub ich mit Julians Behinderung nicht klar!
Schwiegermutter aht immer gesagt das wird schon wieder! Irgendwann isses weg.........
Und seine ganze andere Verwandschaft meldet sich nie bei uns! Weder zum Geburtstag oder zu einem anderen Zeitpunkt.
Es wird auch nie angerufen und gefragt wie es ihm geht oder so. Selbst dann nicht als er im Krankenhaus lag.
Es interesiert denen gar nichts!! Aber wehe es hat einer von denen Geburtstag. Das Kind wird mit Geschenken überhäuft!
Aber ich hab mich schon damit abgefunden und Julian vermisst die auch nciht. Meine Familie ist da ganz anders. Dalernt jeder(!!!) die GEbärdensprache um mit Julian reden zu können!!
Viele Grüße Inka _________________ Julian, *05/00, gehörlos, entwicklungs.- u. wachtumverzögert
im Großen und ganzen kann ich sagen, das unsere Freunde, Bekannten und Verwandten unseren christopher so akzeptieren wie er ist. Wenn sie etwas nicht verstehen, fragen sie auch nach.
Die einzigste die es irgendwie nicht versteht ist die Oma meines Mannes. Sie tut auch so als sei alles in Ordnung, sie gibt ihm sogar Milchprodukte, obwohl er eine Milchallergie hat . ansonsten gibt sie mir die Schuld für die Behinderung meines Kindes,
Mittlerweile habe ich gelernt, es zu ignorieren, aber ich weiß das so etwas verdammt weh tut.
So etwas, was da bei Euch passiert ist, darf nicht passieren. diese Menschen machen unseren besonderen Kindern probleme, die sie wirklich nicht auch noch gebrauchen können.
lg Birgit _________________ Christopher*08/00 Microcephalus, Intelligenzminderung, Asperger Syndrom, u.a.
Tobias*11/02 ein paar "Kleinigkeiten"
Ich bin immer wieder schockiert was für herz und taktlose mitmenschen , ja sogar familienmitglieder es gibt.
Da kann ich mich nur anschließen.
Doch bei uns in der Familie und im Freundeskreis gibt es glücklicherweiser nicht solche Menschen. Stephan ist ja mein Pflegekind und zu 100% geistig und körperlich behindert, aber wir mußten nie irgendwelche Ablehnung gegen Stephan erfahren. Im Gegenteil er wurde überall von Beginn sehr herzlich empfangen. Sicherlich gab kleine Probleme, aber die haben wir alle gemeinsam gemeistert.
Aber auch wir haben Sprüche oder Blicke spüren müssen. Egal wo oder wann ... die erste Zeit, wurden wir auf der Straße oder im Geschäft ständig blöd angemacht. Stephan hat ein sehr aggressives Verhalten sich selber gegenüber und damit kommen viele Menschen nicht klar. Doch wenn ich merkte, dass jemand nicht schaute sondern einfach nur starrte, fragte ich sie ganz laut, ob sie vielleicht ein Foto von Stephan möchten und schon hatte ich meine Ruhe.
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