Hallo Heidi,
das ist ein uraltes Thema für Pflegeeltern/-kinder und es macht mich stinkwütend, wenn ich höre, das die Betroffenen immer noch mit dem Problem allein gelassen werden....
Der "Vater" hat einen Vornamen und nur den würde ich meinem kleinen Sohnemann sagen - bleibt dann abzuwarten, ob der "Vater" die anberaumten Besuchstermine überhaupt einhalten wird......
Im Übrigen würde ich dem JA mal die Frage stellen, ob es wirklich zum Wohl des Kindes ist, wenn da plötzlich nacheinander immerzu irgendwelche angeblichen Pseudo-Verwandten auftauchen und so einen kleinen Kerl tüchtig durcheinanderbringen ???
Ist denn eine Rückführung geplant und warum ist der Junge bei Euch ??
Ich wünsche Euch viel Kraft
LG Heike
Verfasst am: 21.11.2006, 10:46 Titel: Re.: Wie erkläre ich den leibl. Vater
Hallo Heidi...
ich möchte versuchen, Dir von meinen Erfahrungen zu berichten und vielleicht kannst Du ja was davon gebrauchen. Also wir haben auch Pflegekinder, und da ist das so: Wir versuchen "unseren" Kinder zu erklären, das ist Mama und Papa, und das "andere" sind annerMama und annerPapa. Benjamin ist jetzt 6 und kommt damit bestens klar. Die Kinder brauchen noch keine Erklärung - was ist ein leibl. Vater. Es reicht wenn Ihr zu Hause von dem annerPapa sprecht. Auch - wenn er sich als Papa vorstellt, könnt Ihr zu Hause von dem annerPapa sprechen. Das reicht den Kindern allgemein. Kinder kommen mit dieser Fami.konstell. meist besser klar, als wir glauben. Da gibt es nun Euch als Mama und Papa und die Herkunftsfamilie ist für Pflegekinder immer wichtig. Sie sollen von Anfang an lernen, das es da, woanders, noch einen annerPapa und eine annerMama gibt.
Ich hoffe, dass ich Dir ein bischen Mut gemacht habe für das erste Treffen mit dem leiblichen Vater. Er wird Euch nichts weg nehmen, aber er ist wichtig für Euren kleinen Schatz.
Alles Gute aus Hessen wünscht Euch Sigrid
Ich würde darauf bestehen, dass der Erzeuger sich mit Vornamen und nix sonst vorstellt! Zudem bleibt abzuwarten, ob sich überhaupt noch weitere Kontakte ergeben oder der Mensch wieder abtaucht... Ich würde ihn zunächst als Bekannten präsentieren, auf keinen Fall im Vorfeld das Kind auf einen "Vater" vorbereiten. Wir wissen ja nichts über seine Intentionen, und es kann sein, dass nach dem Erstkontakt alles beim Alten bleibt. Liebe Grüße Mariella _________________ Sohn AS
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