Verfasst am: 08.11.2006, 15:12 Titel: Wer hatte schon eine Lumbalpunktion?
Hallo,
wir sollen in Kürze einen Termin im Kreiskrankenhaus Gelnhausen zur Lumbalpunktion bekommen. Er hat Epilepsie und es besteht der dringende Verdacht eine mit einer Stoffwechselerkrankung. Es gilt zu klären was los ist.
Welches der Kinder hatte mal eine Lumbal- oder Rückenmarkspunktion ? Wie lief es ab ? Narkose, Schmerzmittel,
Bettruhe und wie Lange ? Wieviel Flüssigkeit durch trinken oder Infusionen ?............?
Wer kann was dazu sagen ?
Sigrid S _________________ Nicht behindert zu sein ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit wieder genommen werden kann
ehemaliges Frühchen der 34 SSW ,Sectio,schwierige Entwicklung mit Zange
Lennox-Gastaut-Syndrom, Dopaminmangel,PEG
Dauerpflege"mädchen seit Geburt 08 mit FAS
eine LP ist leider nicht so toll. Aber wo sie nötig ist, da muß man durch...
Meine Jungs hatten sie auch schon. Und ich habe tierisch mitgelitten, wobei Franz nur das gekrümmte Festhalten gestört hat.
-Narkose? Nein, aber eine Betäubung an der Stelle wo dann die Nadel gesetzt wird.
-Bettruhe hinterher - GANZ wichtig!! Die Kinder haben durch evtl. Aufrichten tierische Kopfschmerzen! (leider hatte uns das bei Eric niemand gesagt, wozu auch... )
-beim Trinken weiß ich nicht wirklich ob man mehr trinken soll, könnte es mir aber vorstellen, da dem Körper ja auch Flüssigkeit entzogen wird.
LG - Angela _________________ unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom
Für viele Kinder ist -glaube ich- das starke Festhalten in der gekrümmten Position das Schlimmste!! Narkose nein, der Eingriff dauert in der Regel nicht lange.
Viel Trinken ist -glaube ich- eher eine Glaubenssache, da die Flüssigkeit, die entnommen wird, sehr gering ist.
Schmerzmittel für den Eingriff an sich nicht, aber örtliche Betäubung. Nachher für eventuelle Kopfschmerzen aber natürlich schon!!
lg,
Kerstin _________________ Kerstin (*1971) mit Benjamin (*12/03), Cerebralparese, Entwicklungsverzögerung, Mikrozephalie, Wahrnehmungsstörung, Dystrophie bei Eßstörung, Schlafstörung, posttraumatische Belastungsstörung, aber ein zufriedener, fröhlicher Kerl, PEG seit 4/07,
Hallo,
es wurde schon alles wichtige gesagt
Ich wollte nur noch mal ganz dringend den Tipp geben mind. 6 h nach der Punktion zu liegen, und zwar so flach wie möglich.
Dann lassen sich die "Kopfschmerzen" umgehen. (auch nicht zur toilette gehen, wirklich flach liegen bleiben)
Trinken ist zwar mehr für den Kreislauf, aber trotzdem sehr wichtig.
Last not least, zumindest bei uns - das schlimmste war wirklich das schreien vom Kind welches in gekrümmter Lage festgehalten wird.
Da braucht ihr gaanz doll starke Nerven.
Ich wünsche euch alles gute ......
LG
Jenny _________________ Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen......
Kind1 (F84.0, F90.0) Kind2(M41)
Hallo,
meine Kinder haben noch keine LP bekommen aber ich .
Der Einstich ist unangenehm und ich empfand das abziehen der Flüssigkeit als Schmerzhaft.
Könnte mir auch gut vorstellen das es bei sehr unruhigen,ängstlichen Kindern die nicht stillhalten unter Dormicum o.ä. gemacht wird.Weil stillhalten muss man schon und halt diesen "Katzenbuckel" machen.
Danach unbedingt flach liegen bleiben ,mindestens 12 besser 24 Stunden.Viel trinken lassen um den Kopfschmerzen vorzubeugen.
Aus eigerner Erfahrung herraus war es nicht so toll, schlimmer als das eigentliche Stechen empfand ich das hinterher.Hatte 4 Wochen lang Kopfweh,Übelkeit,Kreislaufprobs ,weil mir nur gesagt wurde viel liegen bleiben ,aber nix von flach liegen und möglichst gar nicht aufstehen
Doch leider was muss das muss...
Wünsche Euch viel Glück
Petra _________________ mit Niclas *01 Entwicklungs und Sprachverzögert Ursache noch unbekannt,Vanessa *97 Fibromyalgie??Gelenksrheuma??? Nun entlich Diagnose ...SLE .....und Dennis *93 Dyskalkulie und Konzentrationsschwirigkeiten und Pascal (+00) im Herzen.
ich hatte eine als Kind. Betäubt wurde damals nichts, es tut zwar tierisch weh, aber nur kurz. Da jedes Medikament Nebenwirkungen hat, lohnt es sich bei der kurzen Dauer des Schmerzes nicht, ein Schmerzmittel zu geben. Nach meiner Erfahrung sollte man das Kind VORHER darüber aufklären, was da gemacht wird und, daß es danach liegen bleiben soll. Mir hatte man vorher garnichts gesagt, mit dem Ergebnis, daß ich mich hinterher sehr aufregte - und das ist mir nicht gut bekommen. Hatte dann schlimme Kopfschmerzen und erbrochen. Beim nächsten Mal wußte ich ja schon, wie das abläuft, habe mich nicht aufgeregt und hatte auch keine Probleme.
Andre hatte eine leichte Narkose, weil man ihn sonst zu stark fixieren müßte, danach hatte er tierische Schmerzen, er sollte 12 h recht ruhig liegen, das hat bei ihm damals nicht gut geklappt.
LG
Inka _________________ Andre (14.01.1998) leichte geistige Behinderung, muskuläre Hypotonie, schlechtes Schlaf EEG mit Ospolot eingestellt, V.a. Unspezifisches
Dysmorhiesyndrom, seit 2006 AD(H)S Diagnose
Malina (24.08.2001) bisher normale Entwicklung
Bei unserem Sohn musste zwei mal eine LP gemacht werde, die erste war traumatisch wegen mangelhafter Aufklärung und völlig ohne Lokalanästh. oder ausreichende Sedierung. Ich würde mein Kind nie wieder bei so etwas festhalten!
Nachher wurde das Kind zum Laufen animiert!!! Er hatte wochenlang schlimme Kopfschmerzen... wegen Angst und demzufolge Eigenbewegung war die Probe dann auch noch unbrauchbar und musste in einem anderen KKH wiederholt werden!
Die zweite fand, da man dem Kind nichts mehr erklären konnte, unter Sedierung statt (Dormicum und Ketanest), in völliger Ruhe, und war überhaupt nicht schlimm! Die Einstichstelle wurde mit einem Druckpflaster verschlossen.
Nachher haben wir streng auf 12 Stunden Bettruhe (mit Windel) geachtet, wir haben ihn da auch teilweise festgehalten- keine Kopfschmerzen!
Ich erzähle das nicht, um Angst zu verbreiten, sondern weil ich gesehen habe, wie gut es auch gehen kann! Gut, dass du dich vorher informiertst!
Neele hat bereits drei Lumbalpunktionen hinter sich und ich kann jedem nur empfehlen, seinem Kind zumindest eine leichte Narkose geben zu lassen. Es ist für die Kinder der absolute Horror von etlichen, verschiedenen Händen auf die Matte gedrückt zu werden. Sie dürfen sich keinen Millimeter bewegen und müssen hinterher sehr lange still liegen bleiben. Für mich war es mit die schlimmste Untersuchung, die bei Neele gemacht wurde. Da ich Neele nicht erklären kann, dass sie hinterher still liegen bleiben muss, finde ich es für solche Kinder einfach am sinnvollsten, sie zu narkotisieren.
Gruß _________________ Bernadette mit Neele, 19.12.2001 - 29.06.2009 (Therapierefraktäre Epilepsie, Globale Entwicklungsstörung, Strabismus divergens mit deutlicher Visusstörung, Mikrozephalie, Mitochondriopathie - Komplex I und IV Mangel.
du hast ja schon gute Tipps bekommen.
Pascal hatte auch eine und hat die gut überstanden.
Er hatte vorher ein CT und war deshalb noch sediert.
Ist aber während der Punktion aufgewacht, da er aber noch total benebelt war, verlief alles gut.
Pascal kann ich nicht erklären, das er leigen bleiben soll und man hätte ihn anbinden müssen, wenn er wirklich still liegen bleiben hätte sollen...
Er ist also nach kürzester Zeit wieder rumgekrabbelt, aber ich habe ihn dann im Kiwa spazieren gefahren, mit anschlallen das er sich nicht setzt...
Er hat ohne komplikationen alles überstanden und unser Arzt sagte auch, das die Kopfschmerzen auch meist bei älteren Menschen erst auftretet nach einer Punktion (also nicht bei Kindern).
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