mich würde mal interessieren in welchem Alter Eure Kinder mit Ergotherapie begonnen haben. Die Frau von der Frühförderung würde das für sehr sinnvoll halten, meint aber, dass wir dafür bestimmt kein Rezept beim KiA bekommen würden, da Ruben noch zu klein ist (7 Monate). Unsere KG würde Ergo auch befürworten.
Soll ich einfach mal beim KiA fragen oder muß das über die Frühförderung laufen?
Viele Grüsse
Simone _________________ Ruben geb. 07/04; Spastische Tetraparese mit Atethose, Rumpfhypotonie, ist geistig fit, lernt gerade seinen Small Talker zu bedienen
vielleicht sollte die Frühförderin mal mit dem Kinderarzt sprechen - oft sehen Ärzte es nicht so gerne, wenn Eltern "eigenmächtig" tätig werden...und Frühförderer sind ja schließlich Fachleute....Ergotherapie ist nicht an ein bestimmtes Lebensalter gebunden - eher an das Verständnis und auch die Erfahrungen des Arztes mit Ergotherapie und -therapeuten!
Viel Erfolg und viele gute Grüße zur Nacht von
Almuth
Meine kleine Maus ist jetzt 2 Jahre und 2 Monate und wir sind seit ca. 8 Wochen dabei. Kann Dir nur Gutes berichten. Allerdings musst Du auch das Glück haben jemand Passendes zu finden.
Falls Du konkrete Fragen hast nur zu, vielleicht kann ich weiterhelfen.
in der Regel ist Ergotherapie in dem 1.Lebensjahr bei starken Wahrnehmungsproblemen angesagt, wenn dies von der KG nicht abgedeckt werden kann....
Hierzu gehört auch die SI (=Sensorische Integration) die heutzutage mehr von Ergo's als KG's gemacht wird.
Ich denke das man da genau hingucken muss, ob eine Ego im ersten Lebensjahr nötig ist oder nicht...
>>>Und du fühlst, dass du lebst
Weil du tanzt und fliegst, du schwebst
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Du bist ein Wunder
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Andreas Bourani "Wunder"
Nadja hat in der Frühförderung im ersten halben Lebensjahr mit der Ergo begonnen, allerdings fliessend im Bobath eingearbeitet, so daß für mich oft nicht zu erkennen war, was jetzt Bobath und was Ergo war.
Die Frühhilfe hier in Belgien läuft etwas anders, wir brauchen dafür kein Rezept, wir haben uns da einfach angemeldet und die haben losgelegt, mit einem geringen Selbstkostenanteil (wenn ich mich nicht irre, ist das 1 % des Kindergeldes).
Die Ergo hat für Nadja hauptsächlich in Übungen zur Sensomotorik und in Spielen mit akkustischen Reizen bestanden, um ihr Interesse an der Umwelt zu wecken. Ich kann nicht wirklich gut beurteilen obs was gebracht hat oder nicht, da ich nicht weiss, wie Nadja sich ohne Therapie entwickelt hätte.
Liebe Grüße
Dirk _________________ Papa von den 09/01 geb. Zwillingen Rebecca, gesund, und Nadja, ehem. eutrop. Frühgeb., blind, periventrikuläre noduläre Heterotopie, Hydrocephalus mit Shunt versorgt, Balkenagenesie, Kleinhirndisplasie, unterschiedlich schwere Epilepsie, geistig und motorisch retardiert, nach Unfall 2005 posttraumatischer ADH-Mangel und Diabetes Insipidus
Hallo Tobias, kannst Du mir noch einmal erklären, was SI genau ist.
Und wer hilft uns auf die Sprünge, um die Auge- Hand Zusammenarbeit zu stärken? Wenn Cecilie zm Beispiel beim Puzzeln ein Holzsteinchen ( wir übe´n grifpuzzle von Selecta, die mit den Knöpfenzum Anfassen darauf) einlegen soll, kann sie es eigentlich, schaut aber oft im entcheidenden Moment plötzlich an die Decke... ????
lg, Friederike
Wenn Du mir Übungen für zu Hause nennen kannst, bitte mach es
auch Ergotherapeuten können eine "Bobath-Ausbildung" machen, wobei der überwiegende Teil der Teilnehmer Krankengymnasten sind, da die Wurzeln dieser Therapie in der Krankengymnastik liegen. So können KG's Bobath auch abrechnen, Ergo's nicht. Es können aber beispielsweise auch Logopäden (oder Ärzte!) auch die Weiterbildung zum "Bobtah-Therapeuten" machen.
Die SI (=Sensorische Intergation) ist eine Wahrnhemungsstherapie. Die Mitbegründerin ist Jean Ayres, die das in ihrem Buch http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic50.html beschrieben hat. Die SI wurde lange Zeit gelichermaßen von den beiden Berufsgruppen gemacht (in meinem SI-Kurs waren z.B. 22 KG's und 3 Ergo's) aber seit der Einführungen des 1. Heilmittelkataloges wurde es aus dem Leistungskatalog der KG's gestrichen (was ich nie verstanden habe, da es einen wichtigen Baustein unseres Tun's ausmacht....). Heute machen wohl mehr Ergo's diese Ausbildung und wenden das inüberwiegendem Maße bei Kindern eines gewissen Alters an. Ergo's können die SI auch abrechnen.
@Friederike: bei dem was du hier beschreibst hört es sich (auch aufgrund des Alters) würde ich eine SI-Therapie empfehlen. Am besten suchst Du Dir eine KG-Praxis oder eine Ergo-Praxis, die darauf spezialisert ist. Zuvor solltest Du aber deinen Ki-Arzt anhauen, dass er einem Rezept zustimmt. Dann kann man damit in die jeweilige Praxis gehen und das Kind nach einer genauen Untersuchung durch einen darauf spezialisierten Therapeuten behandeln lassen. WICHTIG hierbei ist: die Übungen alltagsnah und für zuhause zeigen lassen!
Üungen für zuhause kann ich dir nicht nennen, da ich das Kind überhaupt nicht kenne! Es könnte aber sehr ratsam sein, nochmal ins "erste Lebensjahr zurückzugehen". Das heißt, dass man noch einmal viel auf dem Rücken übt, beispielsweise spielerisch den Hand-Fuß-Auge(-Mund)-Kontakt. Das wäre eine mögliche Option....
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Andreas Bourani "Wunder"
vielen Dank für Eure Antworten.
Ich werde das Thema am Montag bei der FF nochmal ansprechen. Der Vorschlag kam ja von ihr, da Ruben keinerlei Positionswechsel duldet. Er will den ganzen Tag nur in der "Aufrechten" sein und akzeptiert es in keiner Weise, wenn man ihn ablegt. Wir führen es darauf zurück, dass Ruben schlecht zentriert ist. Allerdings kommt für mich noch der Aspekt hinzu, das ihm dann langweilig ist. Er kann sich nämlich nur sehr schlecht selber beschäftigen, da Ruben im Liegen eine schlechte Armkoordination hat.
Ein schönes Wochenende!!
Simone _________________ Ruben geb. 07/04; Spastische Tetraparese mit Atethose, Rumpfhypotonie, ist geistig fit, lernt gerade seinen Small Talker zu bedienen
Wie Tobias bereits erwähnt hat, ist die SI (sensorische Integration) das A und O unserer Ergotherapie. Wir sind zur Ergo gewechselt nachdem wir mit der Physiotherapie gescheitert sind (lag am Menschen). Die Kinderärztin war von einem Wechsel nicht besonders angetan. Für sie bedeutet Physio "Krafttraining" und mein hypotones Kind braucht ihrer Meinung nach Krafttraining. Wir haben jedoch das Glück oder Pech (?) dass sie sowieso nur das macht was von mir verlangt wird und sich nicht näher mit der Materie befasst. Ohne sich groß Gedanken über den zwischenzeitlichen Ablauf zu machen, fand sie letztens mein Kind sogar „unauffällig“.
Würde Dir empfehlen vorher das Buch „Bausteine der kindlichen Entwicklung“ von A.J.Ayres zu lesen, weil man danach vieles besser versteht! Die Sitzungen sind mit 45 bis 60 Min. teilweise auch viel zu kurz, weil man in dem Alter (zumindest für mein Kind) viiiieeeel Zeit und Geduld braucht. Obwohl ich das schon vorher wusste, kann ein genau geschulter Beobachter immer noch wichtige Hinweise geben, was Dir sonst nicht aufgefallen wäre. Eigentlich profitiere ich am meisten von den Tipps, die ich dabei wie ein trockener Schwamm aufsauge. Und ich habe nach jeder Sitzung erstmal mit meinem Kind für eine Woche Zeit darauf aufzubauen. Nur als Klitzekleines Beispiel: ich hätte es vorher nie gedacht, dass nicht meine Stimme, sondern ein kleiner Handgriff an richtiger Stelle bewirkt, dass mein kleines Träumerle wieder voll auf ihre Hände konzentriert ist. Außerdem habe ich gelernt, dass ich trotz bemühter Langsamkeit manchmal doch zu schnell für sie reagiere und ich mich mehr in ihr Hirn hineinversetzen muss (ist an konkreten Beispielen einfacher, als es klingt; kann ich jetzt schwer anders formulieren).
So hat mich gleich am Anfang die Idee mit der Korkenbadewanne begeistert. Mein Kind hatte nämlich bis vor 2 Monaten noch 2 linke Hände, konnte keine gezielten Bewegungen ausführen. Entweder war sie unkonzentriert dabei, machte meist überschießende Bewegungen oder guckte im entscheidenden Moment woanders hin… Hinzu kommt die niedrige Frustrationsschwelle und Ängstlichkeit. Die taktile Abwehr war bei ihr besonders ausgeprägt. Inzwischen (nach 2 Monaten!) hat sie soviel aufgeholt. Sie hat kaum noch Probleme mit Bällen, kann gezielt kicken oder die Kugeln auf der Kugelbahn genau platzieren und - oh Wunder, sie macht freiwillig Einfädelspiele! Mit Puzzle sind wir noch nicht so weit, aber ich weiß, wie ich es angehen muss.
Allerdings musst Du bereit sein, Dir viel Zeit für so was zu nehmen, denn Du bist diejenige, die diese Tipps zu Hause umsetzen muss. Da, im Alltag, geschieht der Hauptteil der Therapie. Es wird Dir vor allem helfen Seiten an Deinem Kind zu entdecken und zu verstehen, die vorher unbeachtet blieben.
So, ich glaube, dass ich genug geschwärmt habe, aber ihr müsst verstehen, dass ich zur Zeit für jeden kleinen Erfolg, fast abhebe. Ich hoffe natürlich für jeden von Euch, dass ihr auch den richtigen Therapeuten findet!!!! Dieser muss einfach wissen, was er mit einem solchen Kind tut, sich mit Sensorischer Integration auskennen um u.a. auch keine Entwicklungsbausteine zu überspringen und vor allem muss die menschliche Seite stimmen. Dann ist es egal, ob er sich als Physiotherapeut oder Ergotherapeut da ran traut oder in welchem Alter das Kind damit anfängt.
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