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BERA + OAE-Ergebnisse - seltsam?
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Denise & Theo
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Anmeldedatum: 28.11.2006
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Wohnort: Bad Freienwalde

BeitragVerfasst am: 29.11.2006, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Muttis,
ich bin ein bischen verzweifelt, da bei unseren Theo die OAE ein Hörwert von 27 % ergeben hat. Die BERA war nicht aussagekräftig und somit müssen wir in die HNO Klinik. Theo ist doch erst 21 Monate alt und in unseren Familien gab es keine Vorgeschichte mit den Ohren.
Die BERA soll unter Narkose gemacht werden. Ist das sehr schlimm für den Kleinen ? Vor einem Jahr konnte er noch sehr gut hören, aber nun ist er schwerhörig. Theo hatte im Frühjahr viel Angina und Mittelohrentzündung. Aber nie Ausfluss aus den Ohren.
Kennt sich jemand mit solcher Schwerhörigkeit aus ???
Könnt Ihr mir Tipps geben ?
War schon jemand beim Ostheopaten, der sich auf die HNO spezialisiert hat ?

Bitte gebt mir Bescheid, Danke Denise
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Barbara
Gast





BeitragVerfasst am: 29.11.2006, 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst solltest Du Dich beruhigen, das ist alles nicht so schlimm. Jonathans Werte sind VIEL schlechter, immer gewesen, dazu ständige Risse im Trommelfell - so wild kann es bei Euch nicht sein, zumal das Kind vor einem Jahr noch hören konnte. Die BERA kann sehr gut unter Melatonin gemacht werden, das ist das Hormon, das den Schlafzyklus steuert (in den USA kann man das in jedem Supermarkt im Vitaminregal finden). Das funktioniert ganz einfach, frage mal, ob das nicht auch geht. Bei sehr artigen Kindern geht es auch ohne Narkose, bei unserem zum Beispiel. Aber selbst wenn es eine Narkose wird - es ist nichts schlimmer, als durch die Gegend zu rennen und kaum etwas mitzubekommen. Die wollen Euch ja nur helfen. Auch die Narkose ist nicht wild, die machen das jeden Tag. Die Kinder finden das gar nicht furchtbar, nur die Erwachsenen drehen am Rad. Weiß ich aus eigener Erfahrung...

Osteopathie ist eine prima Alternativtherapie, aber keineswegs geeignet, Paukenergüsse aufzulösen! Bitte, ist sage das aus bitterer Erfahrung, keine Hoffnung in alternative Heilmethoden setzen sondern medizinisch dagegen angehen, es handelt sich hier um eine Entzündung im Kopf, die, wenn sie unbehandelt bleibt, etliche Komplikationen mit sich bringt. Dass mein Kind kaum sprechen kann, ist nur ein Problem von vielen. Unsere Osteopathin macht prima Arbeit, ohne Frage, aber Osteopathie ist eine Unterart der Krankengymnastik, die KANN gar nicht auf das Mittelohr einwirken.

Falls Du Fragen hast: Ich beschäftige mich mit dem Thema seit fast fünf Jahren, leider, ich habe sogar ein Otoskop Zuhause! Du kannst mir auch gern eine PN schreiben,

Barbara
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Denise & Theo
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Wohnort: Bad Freienwalde

BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Gutem Tag liebe Barbara,
danke das Du mir meine Angst nimmst und mich ein bischen aufklären kannst.
Also werden wir am 08.12. in die Klinik gehen und die BERA machen lassen. Woher weiss man eigentlich, dass das Kind Paukenergüsse hat, wie macht das sich bemerkbar ? Theo hat zur Zeit eine Mittelohrentzündung (sagte uns vorige Woche der HNO) aber kein Fieber und keine Ohrenschmerzen. Ich habe festgestellt das sich bei ihm kaum Ohrschmalz bildet.
Im Gesundheitslexikon ist sehr viel beschrieben, es passt aber leider nicht auf Theo seine Schwerhörigkeit zu. Also Osteopathie hat mir eine Freundin empfohlen, aber wie Du sagst, trifft es in unserem Fall nicht zu.
Der Junge bemüht sich zur Zeit sehr sprechen zu lernen. seine Augen kleben immer an meinen Lippen fest, wenn ich etwas sage.
Na ich werde die Hoffnung nicht aufgeben.

Denise
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MiriamP
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BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

ich denke, dass ich das oben gut erklärt habe.
Wenn das Mittelohr betroffen ist, dann hören die Patienten generell "normal" über die sogenannte Knochenleitung (das Teil, was auch bei den Tests genommen wird, aber auf den Kochen hinter das Ohr gesetzt wird). Ist diese normal, aber über ein Kopfhörer kommt nichts an, dann liegt der Defekt hinter dem Mittelohr, also entweder im Innenohr oder auf den Hörnerven oder sogar im Gehirn.

Grüße,
Miriam

_________________
M. SMA, bds. Taubheit (mit CIs versorgt);
L. urininkontinent;
J. Legasthenie, motorische Probleme
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Barbara
Gast





BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Denise,

ich finde auch, dass Miriam die Prozedur super erklärt hat! Sie werden zu einem Ergebnis kommen, und dann könnt Ihr dem Kind helfen, das ist doch das Wichtigste! Meiner klebt mir derzeit auch immer an den Lippen, er hat wieder Paukenergüsse.

Paukenergüsse kann man mit dem Otoskop, also dem Ohrenspigel sehen, meistens jedenfalls. Hinter dem Trommelfell bildet sich Flüssigkeit, und die kann man sehen, so wie man an einem Glas erkennen kann, ob etwas darin ist. (Bei Jonathan dauert es leider nur wenige Tage, bis das Mittelohr voll ist, insofern ist es schwer, bei ihm den rechten Moment zu erwischen, bevor das Trommelfell platzt. Ich habe allerdings noch nie gehört, dass jemand das so schlimm hatte wie er, vermutlich hat er eine Fehlbildung der Trompete (Eustachische Röhre), so dass bei ihm nichts abfliessen kann.) Ansonsten kann man nur vermuten, dass das Kind nicht hört, und natürlich auch nur dann, wenn, wie Miriam das beschrieben hat, eine Innenohrschwerhörigkeit ausgeschlossen ist (Jonathan hat zusätzlich eine geringgradige Innenohrschwerhörigkeit).

Für den Paukenerguss braucht man kein Fieber und keine Mittelohrentzündung! Die meisten glauben, dass Mittelohrentzündungen die Paukengüsse bedingen, aber das ist nur bedingt so. Auch Schmerzen hat unser Kind erst zwei Mal gehabt in fast fünf Jahren. Mit der Produktion von Ohrenschmalz haben Paukenergüsse gar nichts zu tun. Paukenergüsse sehen aus wie Eiweiß, trocknen auch so ähnlich krümelig an, die Farbe spielt nur leicht ins gelblich-orange, je nachdem, wie viel Blut aus dem Riss im Trommelfell gelaufen ist. Es hat nicht dieses Fettige wie Ohrenschmalz. Wenn man es ein Mal gesehen hat, verwechselt man das nicht mehr.

Der Paukenerguss entsteht dadurch, dass durch die Nase bzw. den Rachenraum Bakterien ins Mittelohr eindringen. Ist jetzt das Mittelohr nicht zum Rachenraum hin offen (wie bei einem Schnupfen, weil die Eustachische Röhre geschwollen ist), schickt der Körper Fresszellen, um die Bakterien abzutöten. Diese sterben im Mittelohr ab, der Körper produziert neue Fresszellen, um die abgestorbenen Fresszellen zu vernichten und so weiter, so läuft das Ohr langsam voll.

Schon eine geringgradige Schwerhörigkeit reicht aus, dass die Kinder Sprache nur unvollständig entwickeln:

http://www.dgpp.de/sls.htm

Der Prof, der dies geschrieben hat, betreut unseren Sohn.

Aber nun wartet erst ein Mal die Ergebnisse ab, das wird schon bei Euch!

VG, Barbara
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Renate63
Kinder-
krankenschwester
Kinder-<br>krankenschwester


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BeitragVerfasst am: 01.12.2006, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wir hatten mit unserem Matthias auch Hörprobleme, Hören auf dem li. Ohr ab 70 dB ! Sprechen erst ab 3,5, Bera in Sedierung o.k., OAE mal ja und mal nein. In der Uni Regensburg spricht man bei Matthias von einer auditiven Verarbeitungsstörung, keine Hörgeräte.

Wir waren damals echt entsetzt. Wir hätten unbedingt Hörgeräte haben wollen. Mittlerweile ist er 5 und spricht, natürlich ist er noch sprachverzögert und hat Therapien, das Hörvermögen hat sich auch gebessert.

Viel Glück für Euch !

Anette
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Denise & Theo
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BeitragVerfasst am: 13.12.2006, 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag liebe Mami´s,

so gestern war unsere BERA Untersuchung unter Vollnarkose. Als erstes folgte am linken Ohr eine Parazentese mit Absaugung.
Aber das Ergebnis war nun mehr als niederschmetternd. Das linke Ohr hört ab 80 db mit den Verdacht auf eine hochgradige an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit. Das rechte Ohr kann bei Potentialantworten 50 bis 70 db wahrnehmen.
Die Diagnose ist eine chronische muköse Mittelohrentzündung und der Hörverlust durch Schallempfindungsstörung. Diese Störung soll angeboren sein. Aber ich hatte im 1. Jahr den Eindruck, dass unser Theo gut hört.
Nun hasten wir am Montag in die nächste HNO Klinik, da unser Ohrenarzt der Meinung ist, dass es sich nur um eine mittelschwere Schwerhörigkeit handelt.

Es grüssen Denise & Theo
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Barbara
Gast





BeitragVerfasst am: 14.12.2006, 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ach Ihr Armen, das ist ja keine gute Aussicht! Wir sind am Montag auch in Lübeck in der Uniklinik, weil wir die HNO umgehen wollen (unser HNO macht sich selbstständig und stellt derzeit in Salzgitter IKEA-Regale auf), mit Termin bei der Oberärztin, einer ganz tollen Frau. Ich hoffe, dass sie uns helfen kann, das Kind operiert, und dann endlich Ruhe ist.

Die Paukenergüsse sind ja unabhängig von der Schallempfindungsstörung! Was sie sagen ist ja wohl, dass die Empfindungsstörung angeboren ist und die Schwerhörigkeit erworben. Klingt doch absolut plausibel.

Viele Grüße, Barbara
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Denise & Theo
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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Barbara,
wie war es in Lübeck ? Ich hoffe bei Euch ist es einigermaßen glatt gelaufen. Wir sind in Berlin an einen guten HNO Dr. geraten. Am 23 .01. wird Theo noch einmal in Narkose gelegt. Der Dr. möchte schauen was mit seinen Hörnerv und den Gehörknöchelchen passiert ist. Desweiteren erfolgt die Untersuchung im Nasen-/ Rachenraum und ein Kopf- CTG. Nach einschlägiger Untersuchung ist er auch sicher, dass unser Krümelchen schon einmal richtig hören konnte. Die BERA vom 12.12. war leider verzerrt, wegen der Mittelohrvereiterung. Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Viele liebe Grüße Denise
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Barbara
Gast





BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Denise,

gut einerseits, frustrierend andererseits: Die Oberärztin machte eine Not-OP, kann man ja nachvollziehen, dass sie dann nicht kann, aber müssen diese Leute ausgerechnet dann herumbluten, wenn wir unseren Termin haben??? Wink Die Assistenzärztin ist sehr hübsch, was Jonathan imponiert hat, er war zuckersüß. Sie hat die Daten aufgenommen, versucht, die Reste des letzten Paukenergusses aus dem Gehörgang zu entfernen, was aber misslang. Erstmals hat der Junge in der normalen Audiometrie einen Hörtest gemacht, das hat super geklappt, und die Frau war ganz hervorragend, absolutes Pokerface! Das Gehör liegt zwischen 20 und 40 dB, also für seine Verhältnisse sehr gut, die Trommelfelle sind erst etwa auf 60, also noch ein Stück vom vollen Erguss entfernt. Die Trommelfelle waren auch letzte Woche erst wieder geplatzt. Am 8. Januar sollen wir zu der Oberärztin kommen, gleich morgens um 7:30 Uhr, außerhalb der Sprechstunde. Ich bin eigentlich nach dem Vorgespräch sicher, dass das klappt. Dann haben wir endlich Ruhe!

Bei Euch tut sich ja sehr viel, das finde ich prima, dass sie so gründlich nachschauen! Viel Glück also ebenfalls im Januar, ist ja noch etwas hin, hoffentlich ist die MOV bis dahin weg...

VG, Barbara
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