Verfasst am: 13.10.2006, 10:51 Titel: KG oder Ergo oder doch beides?
Guten Morgen zusammen,
vor o.g. "Rätsel" stehen wir nun bzw die Frage stellt sich uns.
Berichtsauszüge KG: Defitizte im statischen und dynamischen Gleichgewicht, eingeschränkte Wahrnehmung in den Bereichen vestibuläres System, Antizipation, Raumwahrnehmung, mangelhafte Beckenstabilität, rez. Wirbelblockaden, schmerzhafte Hyertonie beider Waden und HWS ansonsten hypoton.
Bericht Ergo: SChwierigkeiten in Bereichen Bewegungsgeschwindigkeit, gesamtkörperliche Gewandtheit, Koordinationsfähigkeit und Bewegunssteuerung, Haltungshintergrund hypoton dadurch mangelnde Ausdauer, SI Probleme, Tiefenwahrnehmung, Körperwahrnehmung ebenfalls problematisch, Tonusregulationsstörung.
Die Kurze ist ein KISS Kind und ich persönlich merke wenn wir KG PAuse haben verschlimmert sich die Wirbelsäulenproblematik, ebeso wie das Spitzfuss laufen. Unsere KiÄ möchte gerne, das wir nur noch Ergo machen, der Orthopäde sagt KG weitermachen, bloss nicht aufhören und ggf Ergo vom KiÄ auch weiter verordnen lassen. Ein Termin in der Neuro haben wir Ende Dezember um ggf die Therapien zu optimieren bzw vielleicht endlich Diagnosen zu bekommen.
Was ist so schlimm daran, wenn KG und Ergo parallel laufen?? Die Kurze geht zu beidem sehr gerne und es macht ihr Spass dort UND es bringt was. Jetzt waren durch Ferien 14 Tage Therapiepause bei der KG und die Probleme sind heftig derzeit was HWS und Waden angeht.
Was meint ihr, entscheiden ob Ergo oder KG oder beides auf Grund der vielfältigen Problematik? Montag steht ein Gespräch mit der KiÄ an, daher bräuchte ich vielleicht noch ein paar Denkanstösse.
Danke.
Gruss
Katrin _________________ Kind *2002 KISS Syndrom, Muskelbiopsieergebnis 2008: mitochondriale zytopathie/myopathie
das ist doch keine Frage, beides natürlich. Bei KG und ERGO werden ja ganz andere Dinge geübt, behandelt, verbessert oder aktiviert. Unser Sohn Mark(ICP) bekommt seit seiner Geburt KG und seit sieben Jahren ERGO und es hilft ihm beides.
eben DAS ist mein Reden, nur die KiÄ will eine Entscheidung, die ich weder treffen möchte noch kann. Sie steht auf dem Standpunkt nur eine Therapie pro Kind....Sie hat sich auch quergsetellt als unser Orthopäde längere Zeit krank war und wir eine KG Verordnung brauchten. Vielleicht sollte ich über einen KiA Wechsel nachdenken, denn auf Grund der Problematik der Kurzen ist Beides nunmal nötig, schade das sie sowas nicht versteht , denn sie sagte, in Hinblick auf die Schule in 2 Jahren etc wäre Ergo das Mittel der Wahl, der Rest käme von alleine...oder auch nicht
Danke Dir.
LG
Katrin _________________ Kind *2002 KISS Syndrom, Muskelbiopsieergebnis 2008: mitochondriale zytopathie/myopathie
unsere Tochter bekommt auch seit fast 7 Jahen beides. Die Therapieansätze sind doch ganz verschieden. Die Probleme mit SI und Körperwahrnehmung ist das Gebiet der Ergo, die Beckenstabilität der KG ... deswegen beides.
Ich kann mir nur vorstellen, dass die Ärzte der Meinzng sind dass beide Therapien gleichzeitig zuviel für dein Kind sind, und abwägen was zur Zeit wichtiger ist.
Also wenn unser KiA uns sagen würde:"der Rest käme von alleine...oder auch nicht" würden wir alle Unterlagen kopieren und sofort den Arzt wechseln. Wenn es immer von alleine kommen würde, gäbe es doch keine KGs mehr - oder die wären Arbeitslos.
Gruß Stefan _________________ Nicolette & Stefan und Kindern
Johanna (`98) partieller Dyslalie auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung, visuo-motorischen Sequenzierungsschwäche,
Isabelle (`99) 24. SSW mehrfach Schwerbehindert, entwicklungsverzögert, ICP und
Jérôme (`03) gesund
Galerie ---> http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=6293
auch wir hatten viele Jahre lang (um genau zu sein 9) beide Therapien parallel laufen. Es gibt völlig verschiedene Ansätze in beiden Therapien. Zwar meinte auch unser Arzt einmal, wir sollten mal an das Ende beider Therapien denken, denn "irgendwie" müsse Stefan ja auch mal zurechtkommen. Als ich ihm dann zu denken gab, dass Stefan ja auch ohne Therapien "irgendwie mal zurechtgekommen wäre" und ich mir viel Zeit hätte sparen können und zugleich darauf bestanden hatte, KG und Ergo weiter zu machen, wurde er nachdenklich. Danach gab es keine Probleme mehr...
Ich lass mir sowas eh nicht von unserem Arzt (der Stefan vielleicht 3 x im Jahr wegen einer Grippe sieht) sagen; sowas entscheide ich grundsätzlich nur mit den Therapeuten - die sehen ihn jede Woche, und das seit Jahren!
Viele Grüße und laß Dich nicht unterkriegen
Irene _________________ Sonja (11/91), Stefan (07/94): spastische Hemiparese rechts
Hallo Karin,
solange beide Therapien Spaß machen und die beiden Termine weder für dich und deinem Kind Streß bedeuten, natürlich beides weitermachen, solange du und die Therapeuten es für notwendig und nützlich halten. Ärzte haben oftmals von solchen Sachen keine Ahnung, sehen die Kinder sehr selten und dann nur kurz, und denken vorallem an ihr Budget und daß sie keinen Ärger mit der KK wollen.
Versuch nochmal dem Arzt klarzumachen, daß er beides braucht. Es gibt keinen Grund für eine Ausschluß einer Therapie durch die andere. Wenn er sich querstellt, sag dem Arzt doch einfach du willst Ergo weitermachen, dann bekommst du die Ergorezepte von ihm und die KG Rezepte holst du dir vom Orthopäden. Damit hast du erstmal Zeit dir vielleicht einen anderen KiA zu suchen, oder die Zeit bis zum Termin in der Neuro Ende Dezember zu überbrücken. Wenn die dort nämlich beides empfehlen, kann der KiA eigentlich nicht mehr anders als beides paralle zu verordnen.
Man muß manchmal einfach mit Tricks arbeiten.
Liebe Grüße
Rita _________________ Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel
Hallo Irene,
danke für den Ansatz, den werde ich mir mal für Montag merken *fg*.
Unsere KiÄ sieht die Kurze auch max. 1 mal pro Quartal um ein neues Rezept zu bekommen (ein Besuch pro Quartal ist Pflicht für Therapiekinder), beide Therapeuten sehen eine dringende Notwendigkeit die Therapien forzuführen und solange es nicht Stress für ein 4,5 jährige Kind bedeutet werde ich es auch nicht anders machen. Ggf soll sich unser Orthopäde mit der KiÄ kurzschliessen und ihr erklären warum KG nicht gestrichen werden kann oder wird.
Sicher muss es abgewogen werden was an Therapien sinnvoll ist, aber hier wird nunmal beides benötigt, was ie ja auch einsieht im Ansatz, aber nicht entsprechend verordnet oder will sie ihr Budget schonen????
Warum muss man nur immer kämpfen für sowas?
Viele Grüsse
Katrin _________________ Kind *2002 KISS Syndrom, Muskelbiopsieergebnis 2008: mitochondriale zytopathie/myopathie
laß Dir beides verordnen, mein KiA wollte auch nur eine Sache verordnen, ich habe mir dann für Logoppädie entschieden, das Ergorezept habe ich mir dann von Hausarzt geben lassen, übrigends kannst DU auch ein KG-Rezept über den Hausarzt laufen lassen mach ich für mich (köperbehindert) schon seit vielen Jahren.
Für meinen Sohn habe ich das über ein Jahr so gemacht, jetzt geht er seit August 06 in einen Sprachheilkindergarten und ich muß mir Gott sei Dank, nicht mher mit Verordnungen rumschlagen
Vielleicht kannst Du ja was damit anfangen
lg Melanie _________________ Melanie Jg 73 Deplegie beinbetont, Justin 12/01 ehemaliger Schüler einer Sprachheilschule seit 08/10 Regelschule und natürlich Papa Uwe Jg 73
muß vielleicht noch dazu sagen, dass wir nur noch sporadisch Therapien machen, wenn ich merke, dass es notwendig ist (das erklärt wahrscheinlich den Besuch pro Quartal).
Wie oft gehst Du mit deiner Tochter zur Ergo und zur KG?
Und nochwas: Kämpfen mußt Du leider immer wieder, das hört nicht auf - also stell Dich ruhig schon mal drauf ein. Und bleib dabei: was Du brauchst, mußt Du auch vor dem Arzt vertreten - fang bloß nicht an, darum zu betteln!
Viele Grüße
Irene _________________ Sonja (11/91), Stefan (07/94): spastische Hemiparese rechts
Verfasst am: 13.10.2006, 13:54 Titel: alles, was hilft!
Unser Leon hatte zeitweise zweimal KG und einmal Hausfrühförderung (Ergo). Irgendwann wurde das zu viel und wir haben 1 x KG und 1 x Ergo gemacht. Maßstab war immer sein Wohlbefinden.
Es ist ja ausgemachter Blödsinn, wenn der KiA sagt, man solle nur eine Therapie machen. Ein Budget haben KIAs nicht - warum also geizen? Unser Arzt hat uns alles verschrieben, was Leon brauchte - und es war gut, nicht darum betteln oder kämpfen zu müssen.
Also Katrin: Du bist die Spezialistin für Dein Kind und Du weisst am Besten, was ihm gut tut!
Viel Erfolg!
Martin _________________ Papa von Sternen-Löwe Leon Julius - geliebt von uns allen und immer in unseren Herzen
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