Verfasst am: 07.10.2006, 14:22 Titel: Kommen Geschwisterkinder von besonderen Kindern zu kurz?
Hallo an alle!!
Seit über 3 Jahren dreht sich fast alles um Lea (Ärzte, Reha, Krankenhaus, Therapien....) ihr kennt das ja, leider.Da irgendwann bei mir die Luft raus war, nehme ich mir morgens die Zeit nur für mich. (seither gehts mir besser)wir versuchen (wie ihr auch ) den Alltag so normal wie möglich für alle zu gestalten. Unser Kleinster wird jetzt 4, denke für ihn wird alles normal. Unser Großer jetzt 11 Jahre Fühlt sich oft ungeliebt und beschwert sich das wir für ihn keine Zeit haben ( obwohl wir es versuchen ).Nun ist er aufs Gymnasium gewechselt und hat auch dort starke Verhaltensauffälligkeiten. Nun ziehen wir einen Pschyologen zur hilfe.Die glauben der hat das alles nicht verarbeitet ( Unfall, Oma tot, Mama lange weg...)Da frage ich mich wie soll man allen gerecht werden ohne selbst auf der Strecke zu bleiben.Einerseits wollen wir alle gleich behandeln, aber aufgrund des Alters und der Erkrankung geht das nicht immer. Wie gehts Euch ??? Wie fühlen sich andere Geschwister??
LG ANDREA _________________ Lea 6 Jahre nach Autounfall (05/2003) inkomplettes
Querschnittssyndrom
Hallo, bei uns hat sich besonders in den ersten 3Jahren alles um unsere behinderte Tochter gedreht.Wir hatten auch 3Jahre Diagnosesuche und Abklärung hinter uns, bis es endlich Klarheit gab. Als dann unser 2.Kind kam, war unser Sohn bei uns anfänglich im Mittelpunkt. Da war natürlich alles neu für uns, weil wir eine normale Kindsentwicklung gar nicht kannten.Bei uns eine etwas andere Krankheitsgeschichte. Bei der Großen hatte sich Gott sei Dank ein normaler Rythmus mit Kindergarten, Therapien usw. eingestellt und wir versuchen auch immer beide so gut es geht miteinander zu integrieren. Als unsere Große im August eine Woche im Krankenhaus war, nahmen wir unseren Kleinen, wenn er Lust hatte, auch immer mit. Ich finde, er soll auch alles miterleben und auch mit Leiden. So versteht er auch alles besser. Und er will ja sowieso immer alles wissen. Aber jeder muß den für sich am besten zu vereinbarten Mittelweg finden, wenns auch manchmal schwierig ist. Ich denke die Geschwisterkinder zeigen einem schon, was sie möchten.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
Hallo Andrea,
auch unsere Tochter ist durch einen Unfall im Juni 05 behindert. Wir haben noch 2 weitere Kinder, damals 12 und 3 Jahre alt. Unserer Großen geht es soweit gut, sie genießt sogar oft die Ruhe, wenn wir alle weg sind. Wir haben Katjas Therapien,als sie noch in den Kiga ging, am Vormittag wahrgenommen, soweit möglich. Unser Jüngster, Kai, war dann im Kiga und hat es nicht so "gespürt". Jetzt da Katja die Schule besucht müssen wir unsere Termine am Nachmittag wahrnehmen. Wie sich das gestaltet müssen wir mal sehen.
Die ganzen Unfallfolgen und Verlustängste kommen bei Kai jetzt erst raus. Er ist ein lieber und toller Bruder für Katja, dennoch ist er zu mir oft aggressiv, laut und widerborstig. Ich nehme mir jetzt wöchentlich eine Stunde Zeit , um mit ihm ins Mutter-Kind-Turnen zu gehen. Katja geht gleichzeitig mit unserer Integrationshilfe zur KG. "So schlagen wir 2 Fliegen mit einer Klappe." Anschließend gehe ich mit beiden Kindern zum Schwimmen. Dann haben alle einen schönen Nachmittag gehabt.
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