Na der letzte Beitrag spiegelt ja das wieder was ich zu dieser Thematik denke. Es ist eben eine sehr enge Bindung zwischen Mutter und Kind und für den Vater auch ein hartes Stück Arbeit. Nur wenn man erst gar nicht damit beginnt ein Kind so anzunehmen wie es ist, dann wird das schwierig. Irgendwann im Leben kommt das Kind an dem Punkt an dem es sich fragt WARUM und da auch eine Antwort drauf haben möchte... Und wenn man die nicht bekommt dann tut das weh. Ich kann hier auch echt nur nochmal appelieren an die Väter, welche da ein Problem mit haben: Das Kind kann am wenigsten dafür das es eine Behinderung hat. Es gibt Psychologen und Selbsthilfegruppen, etc... Das sind Profis und man müsste sich denen nicht schämen wenn man Fachleute aufsucht, die einem helfen dabei....
LG Hendrik
Liebe Sabine, liebe Lisa,
ist es nicht ein bisschen verwegen zu behaupten, Paare in instabilen Beziehungen würden Kinder in die Welt setzten um ihre Beziehung zu retten und dann sich doch verantwortungslos trennen???????
Sollen wir uns in ein paar Jahren mal treffen und schaun wie viele sich hier im Forum getrennt haben, die jetzt noch voll bewusst zu ihrem Partner uns ihrem Kind stehen ???
Woran erkenne ich denn dass meine Beziehung instabil ist???? Woher weiss ich denn, dass mein Mann nicht gut mit Kindern können wird und noch mehr Probleme haben wird ein behindertes Kind zu haben?????
Es ist schön, dass ihr euch eurer Sache so sicher seid, aber eure Urteile finde ich ein wenig hart!
Grüsse
Martina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
ich kenne leider mehrere so Beziehungsrettungskinder - erst großer Streit, dann Auszug eines Partners, anschließend große Versöhnung und ein Kind für den Neuanfang - und zwei Jahre später die Scheidung. Freilich gibt es auch kaputtgegangene Beziehungen mit ganz andere Ursachen (eine mir gegenüber gemachte Begründung war, der Mann wäre so langweilig , da war das Kind noch kein Jahr alt). Aber daß heute viele Leute sehr schnell ihre Beziehung hinwerfen, sehe ich an jeder Ecke. Bei mir im Haus ist fast jeder geschieden oder getrennt lebend - und keiner von ihnen hat ein behindertes Kind. Der häufigsten Grund in meiner Stichprobe scheint ein Nebenherverhältnis des Mannes zu sein. Ein behindertes Kind kann durchaus eine Belastung sein und ich glaube euch auch, daß die Trennungsrate bei Paaren mit einem behinderten Kind erhöht ist, aber man sollte sich doch die Frage stellen, ob nicht der größte Teil dieser Beziehungen auch an Hartz4 oder sonstigen Katastrophen gescheitert wäre und nicht labidar uns die Schuld geben. Ich habe in meinen ersten 10 Lebensjahren bestimmt eine starke Belastung für meine Eltern dargestellt - wer würde den harten Kampf um eine leistungsgerechte Beschulung und die Krankenhausaufenthalte mit allen dazugehörenden Sorgen nicht als Belastung empfinden? - jedoch war ich garantiert nie eine Belastung für ihre Beziehung.
Zitat:
Woran erkenne ich denn dass meine Beziehung instabil ist???? Woher weiss ich denn, dass mein Mann nicht gut mit Kindern können wird und noch mehr Probleme haben wird ein behindertes Kind zu haben?????
Ob man es immer erkennen kann, weiß ich nicht, zumal oft genug der Partner der letzte ist, der vom Verhältnis des anderen erfährt. Nur, wenn es bereits ständig zofft, dann sollte man wirklich keine Kinder in die Welt setzen. Ob jemand mit Kindern allgemein können wird, denke ich allerdings schon oft beurteilen zu können. Wenn jemand nur entnervt ist, wenn wer mit Kind zu besuch ist, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, daß er auch bei den eigenen nur Vorzeigekinder (perfekt im Benehmen und meistens unsichtbar) akzeptieren kann.
Was die 'harten' Urteile betrifft, so sehe ich meine Aussagen mehr statistisch. Der Einzelfall kann sich schon stark von der Grundgesamtheit unterscheiden. Aber die Summe meiner Beobachtungen führen nunmal zu diesem Ergebnis.
Hallo ihr Lieben,
Ich muss meinen Mann immer wieder loben, wie er mit jedem Kind gewachsen ist.
Bei unseren ersten Sohn war er noch recht unbeholfen, traute sich oft nicht das kleine Wesen anzufassen, hat ihn aber sehr lieb. Beim zweiten war dann alles selbstverständlich, auch mal Windeln. Kuscheln und Toben - na klar.
Unsere Jüngste, unser sehr besonderes Kind (besonders sind sie für uns alle drei) hat Wolfgang von Anfang an ins Herz geschlossen. Jamie war optisch für die Ärzte auffällig, machten dann auch mehrere Test mit ihr; Gentests und "durchleuchten". Es hieß sie sei anders, wahrscheinlich sogar behindert.
Ich konnte sie nur schwer ins Herz schließen, sie lachte nicht, kaum Reaktionen, keine Echos(nach denen sich wohl die meisten Eltern sehnen).
Mein Mann hat sie vom Anfang an Bedingunglos lieb gehabt und ihr im ersten Lebensjahr mehr an Emotionen entgegen gebracht als ich. Er hat mit ihr geredet und gekuschelt, während ich nur funktionerte.
Als sie knapp 10 Monate war, bin dann ich endlich aus meiner Erstarrung raus gekommen und konnte sie nun auch akzeptieren.- Bis dahin war mein Mann uns allen eine sehr große Hilfe, besonders eben in emotioneller Hinsicht.
Wenn man einen Partner hat, der voll hinter einem steht, dann brauch man keinen anderen Reichtum.
Entschuldigt meinen Roman, aber dieses musste ich mal los werden.
Hallo Lisa,
du magst mit deinen Beobachtungen ja recht haben, aber es liegt wohl auch an der erweiterten wirtschaftl. Unabhängigkeit der Frauen dass mehr Beziehungen auseinander gehen. Früher blieb man halt immer zusammen, auch wenn eine Affäre im Spiel war. Ob man da von stabil reden kann?? Oder nur von mehr Abhängigkeit?
Das ist ja eh nicht das Thema dieses Threads hier......
Es ist schön, dass sich hier so viele positive Stimmen melden; ob es um eine Beziehung schade ist oder nicht kann man aber nicht so einfach beurteilen finde ich.
Gruss
Martina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
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