ich bin früher mal geritten und hab damit seelisch ud körperlich super erfahrungen gemacht. In den letzten wochen, habe ich oft den gedanken, das reiten meinem muskeln und meiner seele wahnsinnig gut tun würden und eine große sehnsucht.
Gibt es denn mittlerweile die möglichkeit, therapeutisches Reiten finanziert zu bekommen? Denn wir können uns soetwas nicht leisten...
weiß jemand von euch da genaueres ?
Wäre suuper
Herzliche Grüße
Kate _________________ 24 J. ICP (spastische Tetraparese), Hüftdysplasie, M. Scheuermann, angeborener Herzfehler, neuropatischer Schmerz, N. Ischiadicusläsion (z.N. OP 2004)
ich verstehe deinen Wunsch sehr gut. Bei dem was du unten in deinem Anhang schreibst, denke ich es könnte dir körperlich wirklich gut tun aber du solltest das medizinischerseits unbedingt abklären lassen und ggf. eine Einschränkung der Gangarten in Betracht ziehen (spez. wg Skoliose). Andererseits weiß ich auch ,dass der Wille Berge versetzt und viele Menschen reiten, wo die Ärzte dachten, dass müsse bei der Wirbelsäulenform gleich zum Querschnitt führen...
Finanzieren lassen ist ein heerer Wunsch, nur muss herausfinden, wer daran ein Interesse haben könnte (außer dir natürlich) dass du reitest. Es gibt -ich nenn´s mal- Vereine, die sich auf die Fahnen schreiben, im sozialen Bereich Gutes tun zu wollen. Ob das allerdings Einzelpersonen angedeiht oder eher nur Institutionen, bzw. größeren Einrichtungen ist allerdings die Frage.
Dann könntest du ja mal beim Dt. Kuratorium für Ther. Reiten nachfragen, inwieweit dort Zugriff auf Fonds besteht, die dir das Reiten ermöglichen würden. Sicher wäre es sinnvoll, wenn du eine solche Anfrage direkt mit einem entsprechend ausgebildeten Anbieter (z.B. Behindertenreitsport- Trainer) -nicht der Ponyhof um die Ecke- gemeinsam starten würdest.
Ansonsten hätte ich die Idee, über die Unis zu gehen. Sich an Sportstudium-Diplomanden oder Mediziner zu wenden, die eine Studie über die meßbaren Erfolge des Reitens machen würden, um zB Krankenkassen gegenüber zu belegen, welche Hilfsmittel oder Medikamente in deinem Fall ganz konkret durch das Reiten eingespart werden könnten. Quasi eine teilmedizinische Studie zu Kosten und Nutzen der Reittherapie. Vielleicht ließen sich über deinen Verein "rege" noch mehr Teilnehmer finden, die bereit wären, mitzumachen. Hierbei wären auch wieder kreative Ideen und begeisterungsfähige qualifizierte (!!) Ausbilder, die das mit Arbeitskraft und Pferd unterstützen würden, ausfindig zu machen. Vielleicht zieht hier aber der Wunsch, bei einer Vorreiter-Studie, die evtl. den KKs gegenüber zum Durchbruch führt, namentlich dabei zu sein, bei dem ein oder anderen??!!
Hoffe, meine Ideen scheinen dir nicht zu absurd. Manchmal muss man glaube ich voll um die Ecke denken, um geradeaus zum Ziel zu kommen.
damals hat die Krankenkasse das Therapeutische Reiten für meine Sohn bezahlt wie aber die neue Regelungen der Gesundheitsreformen kamen aber dann nicht mehr mit der Begründung das war alles aus Kulanz. Habe dann zufällig mal mit einer Frau von der Lebenshilfe gesprochen und sie sagte dann zu mir wir versuchen das beim Sozialamt. Und es hat geklappt. Das Sozialamt begründete das Reiten es wäre für meinen Sohn sehr wichtig. Allerdings musste ich jedes Jahr wieder beantragen.
diese Möglichkeit habe ich für Kate bewußt nicht erwähnt, da die Paragraphen der Eingliederungshilfe Sozialgesetzbuch 12.Buch, § 53ff besagen, dass durch die getroffenen und kostenmäßig übernommenen Maßnahmen dem behinderten Menschen seine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht wird bzw. drohende Behinderung abgewendet werden kann. Daher werden bei Kindern (!)- nicht bei Erwachsenen- "heilpädagogische Maßnahmen" wie zB Heilpäd. Voltigieren/Reiten von den Sozial- oder auch Jegendämtern nach Einzelfallüberprüfung getragen. Reiten als Sport für Menschen mit Handicap (Freizeit) oder Hippotherapie ("medizinische", physiotherapeutische Behandlung) fallen hier nicht darunter (außer der Sachbearbeiter kennt die Unterschiede nicht wirklich). Und wie indirekt gesagt... Erwachsene mit körperlichen Handicaps haben keinen heilpädagogischen Förderbedarf.
Hi Kate,
da fällt mir noch eine potentielle Möglichkeit ein... Frag doch mal beim Behindertensportbund an, ob die einer Trainerin nicht Zuschüsse zum von dir zu zahlenden Übungsleiterentgelt geben würden, so dass es für dich eher finanziell machbar würde.
Hallo Kate,
wie wäre es mit einer Stiftung, eventuell bei dir um die Ecke?
Schreib die doch einfach mal an.
In Schleswig-Holstein gibt es einige Ortsverbände des Landesverbandes für Körper- und Mehrfachbehinderte die das für ihre Mitglieder kostengünstiger anbieten. (Ich weiß allerdings nicht ob das altersbegrenzt ist, aber warum sollte es?)
Viele liebe Grüße und viel Erfolg
Kathrin _________________ Kathrin(6/76), Henning(1/75-11/2008) Sixten (12/2002 PVL; ICP , Mundfunktionsstörung), Jonte (12/2006)
sabine vielenlieben dank für die vielen ideen. Ich weiß genau, was du damit meinst, das man ab und zu mal um die ecke denken muss
ich hab allgemein med. ok zum reiten
sobald ich wieder richtig fit bin ( hab gerade ungeklärte extreme dauermüdigkeit und einen ausschlag, dessen ursache trotz diverser vermutungen noch ungeklärt ist,) werde ich mich auf den weg machen und konkrte möglichketen suchen.
herzliche grüße
Kate _________________ 24 J. ICP (spastische Tetraparese), Hüftdysplasie, M. Scheuermann, angeborener Herzfehler, neuropatischer Schmerz, N. Ischiadicusläsion (z.N. OP 2004)
Hallo Kate,
von uns kann ich leider nur von ernüchternden Erfahrungen berichten. Unsere Tochter hat eine Zeitlang therapeut. Reiten in einem Reittherapeut. Zentrum des Dt. Kuratoriums für therapeut. Reiten gemacht, auf unsere Kosten. Als uns das zu viel wurde, erwähnte die Leiterin zwar mal diesen Fonds, war aber nicht wirklich bereit, etwas darüber für uns in Erfahrung zu bringen oder in die Wege zu leiten. KK und Sozialamt haben abgelehnt. (Und das Jugendamt - ist ja für Dich ohnehin nicht relevant - zahlt nur bei seelischer Behinderung.)
Tja... Angela reitet nun privat, das ist ja nicht so teuer. Trotzdem schade. Aber die anderen hatten ja gute Ideen.
LG
Cordula _________________ mit Tochter (8/01, Frühchen und Wachstumshormonmangel) und Tochter (1/98, gesund)
Was Sabine schreibt, ist sehr hilfreich. Darüber hinaus: Es gibt immer wieder regionale Fonds, die anzuzapfen recht leicht ist. Beispielsweise sammeln die meisten lokalen TV-Sender und Radiosender vor Weihnachten gezielt Geld für eine bestimmte Person (bzw. mehrere). Du solltest Dich unbedingt dort anmelden und vorstellen, die werden wahrscheinlich sogar froh sein, wenn Du deren Stiftungsgelder in Anspruch nimmst, weil Du wirklich förderungsbedürftig und -willig bist. Falls Du Hilfe beim Formulieren brauchst oder Ideen, wie Du an die Leute herantreten kannst, melde Dich gern bei mir.
Ich habe eine spastische ICP und bin 21 Jahre alt.
Ich bekomme war auch Reittherapie, aber meine Eltern zahlen das selber.
Ich habe dein Beitrag gelesen und dachte, vielleicht solltest du die mal nach erkundigen, ob es nicht jemanden in deine Nähe gibt, der zwar Reittherapie anbietet aber hauptberuflich Krankengymnastin / genast ist, vielleicht gibt es dann ja die Möglichkeit die Reittherapie, als KG abzurechnen.
Ich würde es dir wünsche, dass du eine Möglichkeit findest wie du das Reiten finanzieren kannst, weil ich weiß aus eigner Erfahrung wie wichtig das Reiten bei der Erkrankung ist.
unser Sohn Niklas geht auf eine Schule für KB (Epilepsie), hat jetzt therapeutisches Reiten als eine Förderung hinzubekommen. Wir zahlen dafür im Schuljahr 165€, über mögliche finanzielle Hilfen oder Kostenübernahmemöglichkeiten wurde uns nix erklärt.
Ich denke, dass da nichts geht.
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