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Daniela ist total auf dem Egotrip - weiß nicht weiter!

 
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Tatjana Mps 3
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BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 12:28    Titel: Daniela ist total auf dem Egotrip - weiß nicht weiter! Antworten mit Zitat

Daniela ist meine 14 jährige gesunde Tochter ,ihre Schwester Nicole 11 jahre MPS 3a.Ich halte Daniela aus der Betreung zum größten Teil raus,und sie hat sehr viel Freiräume.Aber da ich alleinerziehend u. halbtags noch Arbeiten gehe ,bin ich ständig fertig und habe das Gefühl das ich es nicht mehr lange aushalte. Daniela sieht es einfach nicht oder will es nicht sehen das es mir schlecht geht.Ich muß immer erst laut werden oder mit verboten drohen,das sie mir ein wenig hilft.Einen Haushaltsplan hatte ich auch schon aufgestellt ,aber sie macht es einfach nicht.Für Daniela ist es bestimmt auch sehr schwierig in der phase ,mit der Pubertät erste Liebe u.s.w. Aber was soll ich machen,Daniela schiebt Nicole nur noch von sich weg. Nicole ist ja sowieso auf mich Total fixiert,und jetzt wo sie es merkt das Daniela nur ihre Ruhe will,heißt es den ganzen Tag von Nicole: Mama muß machen ,Mama ,Mama.

Wie kann ich es schaffen das es jedem einigermaßen gut geht ?

Liebe Grüße Tatjana think

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Jeder sieht mein lachen....doch keiner sieht wie ich kämpfe...Jeder hört was ich sage..doch keiner weiß was ich denke..Jeder liest was ich schreibe..doch keiner endeckt meine tränen..
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Susannwe
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BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tatjana,

als mein Großer 13 wurde, wollte er auch nicht mehr viel mit Sina zu tun haben. Ich fand diese Entwicklung auf eine Art sehr traurig, aber andererseits halte ich es für total normal.
Es ist bestimmt auch sehr traurig für Nicole, aber Du kannst Daniela nicht zwingen, sich um ihre Schwester zu kümmern. Vielleicht kommt es später wieder, wenn sie etwas älter ist und das alles ein bißchen anders sieht.
Als ich 14 war, war mir Zuhause auch alles zuviel und man hat sich einfach keine Gedanken um die ganze Arbeit, die die Mutter hat, gemacht. Man hat wirklich ganz andere Sorgen...
Ich denke, Hausarbeiten sind OK und da mußt Du klare Linien zeigen und wenn sie es nicht tut, dann mußt Du ihr Freiheiten nehmen.
Vielleicht kannst Du für Nicole andere Betreuung (pädagogische Betreuung oder so) finden, damit Du auch ein wenig mehr Zeit für Dich oder auch für Daniela hast?


Liebe Grüße
Susann

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Susann 46;T. 24; Sina 22: tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 12: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)
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Mariposa
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BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tatjana,
ich weiss nicht ob dir/euch das helfen wird, aber mir erscheint das eine gute Sache mit Pubertierenden:

die Familienkonferenz (kannst du den Papa auch mit einbeziehen??) 1x pro Woche (fester Termin) darf jeder in der Familie Vorschläge machen, klagen oder etwas wünschen etc. -verbindliche Lösungen sollten angestrebt werden. ( du machst es eh schon mit dem Hasuhaltsplan...)

Aber vielleciht braucht ihr auch professionelle Hilfe, da deine Tochter sicher hat zurückstecken müssen und auch ihre Portion Frust der Elternbeziehung abbekommen hat???? (Ich kenne euch natürlich nicht, aber es ist oft so)

Viel Glück und alles Gute
Martina

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Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
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C.J.
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BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich denke auch, dass es normales Teenie-dasein ist! Leider lernen wir mit der Erfahrung und ich habe auch erst als ich alleine lebte und plötzlich alles selber machen musste, oder als ich den Haushalt machen musste und 4 kleine Kinder betreute (ABER ich bekomme Geld dafür!) gemerkt, was meine Mutter eigentlich schafft/geschafft hat als wir noch kleiner waren.
Ich habe keine Tips, meine eigene Schwester ist schon 17 und tut kaum was daheim und hilft auch nicht, und da hilft leider kein schimpfen und brüllen, denn in der Phase sind eh alle gemein, und Eltern sowieso am allermeisten!
Kannst du dir vielleicht ein paar Stunden mal nur für sie nehmen? Vielleicht mal ganz erwachsen Kaffee trinken gehen und das alles mit ihr besprechen, ruhig, ohne Gebrüll, ohne Aufforderungen? Einfach ihr mal sagen wie du dich fühlst. Das hat mir immer am ehesten geholfen, wenn meine Ma nicht brüllte, sondern mich behandelt hat wie eine Erwachsene.
Liebe Grüsse, C.J.

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C.J., humangenetische Beraterin (MGenCoun) mit zweitem Master in foetaler Medizin und praenataler Genetik.

Be who you are and say what you feel for those who mind don't matter and those who matter don't mind! (Dr. Seuss)
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Tatjana Mps 3
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BeitragVerfasst am: 18.09.2006, 12:42    Titel: Habe schon alles versucht !! Antworten mit Zitat

Danke für eure mails,aber ich habe alles schon versucht ! Therapie mit einer Jugendpsychlogin über ein halbes Jahr lang.Mit ihrem Papa klappt es nicht,weil er sie nicht Wichtig genug nimmt, er will nur seine Ruhe .Natürlich hat sie bestimmt noch Frust wegen der Trennung vor fast 3 Jahren.Sie liebt ihren Papa ja trotz allem sehr. Wenn Nicole Abends schläft nehme ich mir die Zeit für Daniela ,und rede mit ihr.Wir haben normalerweise ein Supertolles Mutter-Tochter Verhältnis,und reden über alles !!! Nur wen sie mir ein wenig helfen soll ,ist sie dann genervt oder einfach faul. Mein Freiraum ist wenn ich Arbeiten geh. Daniela will im Moment nur im Internet ständig chaten, ich versuche jetzt damit an sie ranzukommen,das sie eine Woche chatverbot bekommt.Das sie mal darüber nachdenkt, ob sie mich nicht doch ein wenig unterstützen will.

Liebe Grüße Tatjana Rolling Eyes

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anna h.
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BeitragVerfasst am: 18.09.2006, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Tatjana,
mein mittlerer Sohn ist ebenfalls 14, auch ich bin aleinerziehend und berufstätig.
Wenn er gar nichts mehr an sich ranläßt und auch seine Pflichten nicht mehr erfüllt (wir haben einen Plan, wer was zu tun hat), dann kündige ich ihm die Rundum-Versorgung auf. Mit dem entsprechenden Zusatz, daß unser Zusammenleben so nur mit gegenseitigem Geben und Nehmen funktioniert. Denn den größten Teil der Hausarbeit erledige natürlich noch ich. Das heißt, ich wasche, trockne und falte seine Wäsche fortan nicht mehr, bereite kein Essen mehr für ihn, kaufe seine Spezialwünsche nicht mehr ein etc. Das dauert nicht lange, dann hat er es wieder für eine gewisse Zeit verstanden. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, aber ab und an ist solch eine Maßnahme nötig, denn mein verbales Lautwerden, macht mich fertig und tangiert ihn wenig.
Gruß
Anna H.
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oenska
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BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich kenn sowas ist bei mir Daheim nicht anders ich bin ja auch erst 19 und würde mal sagen das ich mich Teilweise genauso verhalte. Irgendwo denke ich ist es normal man will sein eigenes Leben Leben. Sich mit freunden Treffen am abend wegehen eventl. auch Freundin bzw Freund und und und weil man ist ja nur einmal jung*zwinker*.
Aber mal ernsthaft ich denke man kann bestimmte Sachen durchausmachen . Bei mir zuhause ist es auch so das es 1 mal die Woche eine Familienkonferenz gibt Wo dan alles besprochen wird. Dabei bekommt dan auch jeder die Aufgaben für die Woche und es werden auch gleich Strafen ausgehandelt wenn man es nicht macht, weil zu schaffen ist es. Wenn jeder mithilft klappt es auch ganz gut.

Versuch doch mal an ihr Gewissen zu appilieren.

Ich weis auch das das durchsetzten in der Pupperität nicht unbedingt leicht ist.


Gruss Alexander
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ritap
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BeitragVerfasst am: 26.10.2006, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Genau die gleichen Sätze hab ich gestern von meiner 14jährigen zu hören bekommen: "Mama, Du hast gar keine Zeit mehr für mich, immer biste entweder arbeiten oder mit Volker zu Therapien!" Und ihren Bruder schubst sie auch ganz nett rum.

Ich hab ihr dann - wohl zum 100.sten Mal - erklärt, dass die Therapien sein müßten, und sie in dieser Zeit ja auch oft ihre Sachen machen würde. Somit wäre sie ja auch nicht zu Hause und hätte auch keinen Bedarf an meiner Anwesenheit. Und was die Arbeit beträfe, so könnte ich diese gerne aufgeben. Kein Problem. Aber dann müsse sie damit leben, dass weder Urlaub noch sonst was drin wäre, und es eben auch keine modischen Designerklamotten mehr gäbe, sondern nur noch was von Kik und Aldi.

Das wollte sie dann auch wieder nicht. Und heute? Es ist wieder Frieden. Kind ganz normal, zickt nicht mehr, schubst Bruder nicht mehr rum. Kurz: Alles bestens.

Ich glaub, in dem Alter sind das einfach so Phasen, das kommt und geht. Man braucht halt nur starke Nerven, diese Szenen auszuhalten.
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