Verfasst am: 23.08.2006, 21:56 Titel: Kieferorthopäde mit KISS-Kind
Hallo,
heute war ich mit meinem 8-jährigen KISS-Kind zu einem Kontrolltermin beim Kieferorthopäden, da sich einige Zahnfehlstellungen abzeichnen.
Ich hatte bewußt einen ausgewählt, der ganzheitlich arbeitet, da ich schon oft genug gehört habe, dass die alten KISS-Symptome durch feste Spangen oder Standardtherapien wieder auftreten.
Fachlich fand ich ja auch alles in Ordnung, was er mir erzählte. Auch, dass man durch die Kieferstellung den gesamten Halteapparat beeinflussen kann. Falscher Biss: ganzes Kind liegt schief, Wirbelsäule krumm, Beine unterschiedlich lang. Biss durch irgendwelche Abstandshalter korrigiert: Kind liegt gerade, Beine gleich lang ,...
Soweit so gut. Aber nun kam der Vorschlag für eine mehrstufige Therapie: Kiefererweiterung, weil zu klein für alle Zähne und vor allem im Vergleich zum Unterkiefer, Korrektur der Position Ober/Unterkiefer, eigentlich Zahnkorrektur, Fixierung. Insgesamt soll das 4 Jahre dauern. Damit kann ich ja auch noch leben.
Aber dann kam es: Für die ganze Therapie kann ich mir auch einen nagelneuen Kleinwagen kaufen. Bei Allergie-Neigung werden die Metallteile sogar vergoldet.
Es liegen viele Details im Argen, aber keines reicht aus, dass sich die KK beteiligt. Aus meiner Sicht am gravierendsten ist, dass ein schiefer Kiefer die Wirbelsäule immer wieder beeinträchtigen wird, mit allem was die Folge sein kann: ständige KISS-Rückfälle, Skoliose, Beckenschiefstand, frühzeitige Abnutzung eines Hüftgelenks, Knieprobleme, Bandscheibenvorfälle... Muss natürlich nicht alles auftreten, aber die Zusammenhänge sind nun mal da.
Hat jemand hier Erfahrung? Welche Therapie ist wirklich sinnvoll und was wird woanders dafür gezahlt?
Mein Sohn hat auch noch eine Termin beim Kieferorthopäden (wegen Kreuzbiss (warum wohl ) und er wird einen Bionathor bekommen, eine lose Spange, die wohl auch billiger ist als eine feste Spange. unter der www. adresse oder über google kannst Du dir das Ding mal anschauen.
Ich werde mit meinem KISS Kind den Teufel tun ihm ne feste Spange verbraten zu lasen und der ganze Wirbelsäulenkram fängt wieder von vorne an!
Viele Grüße
Tina _________________ Sohni *2000
Tochter *2003 Achromatopsie
Hast du mal Rücksprache mit deinem KISS-Doc genommen?
Mein großer (11J.) braucht zum Glück keine,aber bei dem kleinen (7J.) wird es wohl auch auf mich zukommen.
Ich denke,ich würde abwägen,ob eine Spange wirklich so dringend nötig ist.Es fing erst so zu meiner Kinderzeit an mit den Zahnspangen und ich selber hatte auch keine.Hab zwar keine super geraden Zähne-aber da kann ich gut mit leben
Lieben Gruß Evi _________________ Es gibt nichts,was es nicht gibt (Aussage eines überforderten Arztes)
ja, so ein Ding war bei dem mehrstufigen Plan auch dabei.
Ich neige dazu, die Behandlung zu beginnen, da mir der KO gezeigt hat, dass das Kind plötzlich gerade ist, wenn er Abstandhalter im Mund hat, dass also HWS-Instabilitäten vom Kiefer ausgehen. Blockaden liegen derzeit definitiv nicht vor und trotzdem ist er manchmal schief.
Dr. Koch macht dazu eine Untersuchung in Zusammenarbeit mit einem entsprechenden Institut. Die Ergebnsise sind noch nicht veröffentlicht, aber Zusammenhänge scheinen offensichtlich.
Der Tip für den aufgesuchten KO kam indirekt über meinen KISS-Therapeuten, da der KO ganzheitlich behandelt und auch die Auswirkungen berücksichtigt. Das tun nicht alle.
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