Eine Abtreibung und ihre Folgen
Dokumentation von Gisela und Udo Kilimann
21.08., 20:15 Uhr und 22.08., 13:15 Uhr (3sat)
Tim hatte eigentlich keine Chance. Als seine Mutter im sechsten Monat mit ihm schwanger ist, diagnostizieren die Ärzte das Down-Syndrom. Die Mutter will das behinderte Kind auf keinen Fall zur Welt bringen. Als sie mit Selbstmord droht, bekommt ein junger Assistenzarzt den dienstlichen Auftrag, eine Frühgeburt einzuleiten. Normalerweise ist dies das Todesurteil für den Säugling. Doch der kleine Tim kommt lebend zur Welt. In der Erwartung, dass er bald stirbt, wird er neun Stunden lang ohne intensive ärztliche Behandlung liegengelassen. Durch die Umstände seiner Geburt sind zusätzlich zum Down-Syndrom sein Gehirn, seine Lunge und seine Augen geschädigt. Monatelang steht sein Leben auf der Kippe. Tims leibliche Eltern bleiben bei ihrer Entscheidung: Sie wollen nichts mit ihrem Kind zu tun haben. Ein halbes Jahr nach der Geburt findet sich eine Pflegefamilie, die Tim aufnimmt. Dort lebt Tim bis heute, inzwischen sieben Jahre alt - mit den Folgen der Spätabtreibung. Auch für den Arzt, der damals die Abtreibung vornahm, ist der "Fall Tim" noch nicht erledigt. Gisela und Udo Kilimann berichten und stellen die Spätabtreibungen in Frage - denn Ungeborene im sechsten Monat gelten bereits als lebensfähig.
Viele Grüße
edirita _________________ :::» «::: Besondere Menschen sind wie Sterne, selbst wenn sie verglüht sind, leuchten sie noch lange nach:::» «:::
Über Tim gibt es auch eine Internetseite, www.timlebt.de. Während meiner ersten SS habe ich mich viel mit dem Thema auseinander gesetzt und für mich stand damals auch fest, nie niemals nie egal wie was und wo nie einer Abtreibung nach der 12 Woche zustimmen.
Ich merke grad, die Seite funktioniert nicht mehr, kommt jetzt etwas von der Kirche, hm aber wenn man bei Google sucht, findet man einiges über ihn. _________________ LG Katja
ja da kommen mir beim lesen schon gleich die Tränen! Ich werde mir diesen Film ansehen.
Daran kann man doch sehen, daß unsere Kinder alleine entscheiden, ob sie leben möchten, oder nicht. Und wenn der kleine Tim allen zeigt, daß er für das Leben auf der Erde bereit ist, dann darf dies auch durch einen menschliche Hand nicht versucht werden zu beenden!
Liebe Grüße
Nicole _________________ Nicole & Kevin , Mitochondriale Myopathie, Komplex 1 Mangel, Epilepsie und Encephalopathie
Peripartale Asphyxie bei Geburt nicht auszuschließen laut zwei Ärzten
Bilder von uns zuhaus:http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_personal.php
Das passt hier vielleicht nicht so recht rein, aber ich versuche es doch mal:
Ich muss in letzter Zeit immer wieder an ein kleines Erlebnis denken, das wir vor etwa drei Wochen im Urlaub hatten. Wir haben als Familie in Süddeutschland/Schwarzwald/ Wutsachschlucht eine Wanderung gemacht (und nebenbei auch einen Geocacheschatz gesucht). Die Wutachschlucht ist eine wildromantische Schlucht mit einem herrlichen Wanderweg, 12 km lang. Unterwegs überholten wir eine 4köpfige Familie. Der Junge, etwa 10, hatte Downsyndrom.
Ich habe mich so gefreut für die Leute, dachte, was für ein Mut gehört dazu, um diesen Jungen, der deutlich kein Lust mehr hatte zu laufen, mit in diese Schlucht zu nehmen. Was für eine Überredungskunst werden die noch gebraucht haben, um den Jungen die restlichen 4 km zum Laufen zu bewegen. Aber wie wunderbar, dass er dabei sein konnte, dass er laufen konnte, dass er reden konnte, sehr überzeugende sogar, dass er teilhaben konnte an den Wundern dieser herrlichen Natur, während unsere Tikvah bei Oma bleiben musste und mehr oder weniger betäubt war durch Dipiperon, sodass Oma ja nicht in Panik geriet, falls sie plötzlich irgendeinen aggressieven Anfall bekommen sollte. Nur so war es für uns möglich, um mit den anderen Kindern was zu unternehmen. Und diese Familie konnte ZUSAMMEN was tun. Echt, ich hab mich so gefreut für sie.
Normalerweise spreche ich nicht einfach so Leute an, aber ich hkonnte es doch nicht lassen, um schnell Werbung für REHAkids zu machen.
Liebe Renate das hast du schön geschrieben. Auch wir sind immer wieder dankbar das unser Niko bei uns ist und an allem teilhaben kann. Er hat "nur" das DS und ist ansonsten gesund. Wenn ich mich hier durchs Forum lese ( ich bin recht neu ) bin ich immer wieder tief betroffen mit welchen Schicksalen viele Eltern kämpfen müssen.
Das Schicksal des kleinen Tim entsetzt mich immer wieder, hätte sich die lebliche Mutte nicht einfach für eine Adoption entscheiden können ? _________________ Gruß von Sandra mit Niko, 17.10.03, nur Down Syndrom
die Mutter halte ich nicht für die Kriminelle (wenn es auch abartig ist, erst den Arzt wegen des Überlebens zu verklagen und, als das nicht klappte, wegen unterlassener Hilfeleistung), wahrscheinlich war sie von der Situation mental einfach total überfordert. Kriminell ist der Gesetzgeber, der das Abtreiben eigentlich bereits lebensfähiger Kinder erlaubt. Ist doch sehr schizophren: wäre Tim einfach einen Tag früher als normale Frühgeburt auf die Welt gekommen und hätte ihn dann jemand getötet, dann wäre es Mord gewesen. Wäre er an dieser barbarischen Praxis gestorben, dann nicht. Ehrlich, dann doch noch lieber Selektion über PID als so etwas.
Hallo Lisa, für den Beitrag kriegst Du kommentarlos meine Unterschrift. _________________ Liebe Grüße
Doreen und Roland mit Silas (08/96), Jalon (01/99), Naima (Down Syndrom 08/00) und Elisei (doppelte Lippen-Kiefer-Gaumenspalte 11/03) http://www.lkgs.net/
Ich hatte es damals im frensehen gesehen und war sehr schockiert darüber. Ich weiß nicht wie ich entschieden hätte aber so spät noch abtreiben hätte ich doch nicht gemacht.
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