Verfasst am: 25.07.2006, 22:28 Titel: Bin stinkesauer, brauche neuen Kinderarzt
Hallo,
muss heute auch mal meinen Frust loswerden
Bin schon seit einiger Zeit am überlegen, ob ich den KiA wechseln sollte, aber seit heute habe ich mir nen Neuen gesucht.
Anfangs war ich sehr zufrieden mit unserem KiA, aber in der letzten Zeit habe ich mich mehr und mehr über ihn geärgert! Mal abgesehen, dass die Praxisorga überhaupt nicht funktioniert (Wartezeiten von mehreren Stunden, Termine nie zu bekommen) fühlte ich mich immer als Arzt und musste ihm sagen, was ich wollte. Meist stellte er dann auch entsprechende VO aus, aber immer mit einem merkwürdigen Blick. So als ob man sich einbildet, was das Kind alles hat. Aber das kennt ihr sicher auch.
Der Höhepunkt war dann heute. Wir haben nächste Woche unseren Amtsarzttermin (wegen der Einstufung, ob Integrationskind oder nicht) und ich hatte ihn vor ca. 3 Wochen um einen Bericht gebeten. Ok, kein Problem, bis 23. wollte er ihn fertig machen. Ich also heute hin. Akte im Schrank, kein Bericht drin. Schwester rein, nach 5min. wieder raus, ich sollte warten. Nach fast einer halben Stunde kam die Lernschwester mit kopien der letzetn Bericht der HNO-Klinik. Und sonst
NIX
keine Zeile vom Arzt. Ich bin stocksauer aus der Praxis und hab draussen erst einmal geheult . Diese Praxis werde ich nie wieder aufsuchen, das habe ich meinem Mann schon geschworen, der höchstwahrscheinlich am Freitag nochmal dorthin geht.
Jedenfalls habe ich mich jetzt an einen anderen KiA gewandt, der mir von Freunden empfohlen wurde. Dieser hat schon ein paar behinderte Kinder in Behandlung, so dass ich denke, dort gut aufgehoben zu sein. habe mit der Schwester ein ziemlich gutes Gespräch gehabt und einen Termin für diesen Freitag bekommen (extra lange). Bin jetzt schon gespannt.
Seid ihr eigentlich mit euren KiA zufrieden. Kommen da auch mal vom Arzt Angebote oder müsst ihr den Arzt auf alles hinweisen???
Zu Deinen Schwierigkeiten mit dem Arzt kann ich nur sagen,
Du hattest schon lange das richtige Gefühl.
Du wußtest, das ein Wechsel nötig ist.
Da Du Dich aber nicht wirklich zu einem Wechsel durchgerungen hast, blieb nur die Möglichekeit durch ein solch einschneidendes Erlebnis.
Das hattest Du jetzt. Sei froh darüber.
Denn jetzt kannst Du mit voller Überzeugung gehen.
Manchmal brauchen wir Menschen einen solchen (entschuldige bitte den Ausdruck) Arschtritt.
Solche Ärzte dürfte es gar nicht geben, und erst recht brauchen Kinder mit Behinderung eine wirklich super Betreueung.
Versuche in Zukunft mehr auf Dein inneres Gfühl zu hören, dann wird Dir manche Entscheidung leichter fallen.
Mein Kind wurde auch von unserem ersten Kinderarzt nicht so beurteilt wie es hätte sein sollen. Ich bin mir sicher das ihm das zu teuer geworden wäre und er deshalb gerne in Kauf genommen hat, uns früher oder später als Patienten zu verlieren. Ich war mehr enttäuscht über sein Verhalten als sauer, ich habe ihm immer vertraut und das wußte er. Ich war so enttäuscht und kann nicht verstehen das ein Mensch einen solchen Beruf wählt und dann den Kindern die wirklich Hilfe brauchen, nicht gerne hilft.
Antibiotika, Zäpfchen, Hustensaft, Nasenspray verschreiben kann jeder.
Seidher brauche ich nicht mehr zwingend den Titel Kinderarzt für meine Kinder.
Ich weiß mitlerweile welchen Menschen,Ärzten ich vertrauen kann, wer auf unserer Seite ist.
Ich wünsche Dir ganz viel Weiterkommen mit Eurem neuen Arzt.
mit unserem KiA habe ich genau die umgekehrte Erfahrung gemacht:
bei schwerwiegenden Problemen nimmt er sich an seinem sprechstundenfreien Tag Zeit für ausführliche Gespräche, vermittelt Kontakte zu anderen Fachärzten und nimmt sich Zeit bei den Untersuchungen. Auch wenn es nur um das Wechseln der Nasensonde geht. Und die Sprechstundenhilfen sind ausgesprochen nett - falls z.B. die Sonde verstopft ist, brauche ich, obwohl die Praxis immer rappelvoll ist, keinen Termin und muss auch nicht lange warten.
Ich wünsche dir, dass der Wechsel des KiA für euch von großem Vorteil ist!
mit unserem KiA haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.
Er hat sich extra mit Ärzten in der Kinderklinik beratschlagt. Hat uns direkt ins SPZ überwiesen, damit die uns einmal helfen könnten mit den Therapievorschlägen, auch dass bei Fabienne noch einige Untersuchungen gemacht werden könnten. Er hat auch gemeint, dass wir über die schneller einen Termin für viele Sachen bekämen. Dies hat sich auch bewahrheitet. Er sagte auch, dass dadurch sehr vieles leichter genehmigt wird, wenn das SPZ eingeschaltet wäre. Außerdem kann das SPZ mehr Logopädiestunden verschreiben ohne die ständigen Hör- und Sprachtests, die ja bei einem sprachbehinderten Kind mit auditiven Verarbeitungsstörungen wohl unnötig sind, jedenfalls nach jeweils 10 Verordnungen.
Er hat auch immer ein offenes Ohr für unsere Probleme. Bescheinigungen, sind gar kein Problem. Teilweise ruft er auch an, was wir denn alles bräuchten wenn mal wieder ein schreiben von irgendeiner Stelle kommt und er nicht genau weiß, was wir dort genau bezwecken wollen.
Aber wir fahren fast eine Stunde zu unserem Arzt. Bei diesen Temperaturen kein Honigschlecken. Aber ich würde im Moment nicht gerne wechseln wollen. Kann es mir wirklich im Moment auch nicht vorstellen jemals zu wechseln.
Liebe Grüße
Ulli _________________ Fabienne 9J schwere emotionale Störung mit sozialer Ängstlichkeit,schwere expressive und rezeptive Sprachstörung, Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, passagere depressive Störung, Verdacht auf Skoliose,LRS,Neurodermitis; Léa (2)Neurodermitis, Céline (8)Zustand nach Harnröhrenplastik 2002, Jessica (13)Neurodermitis
ich muß sagen ich bin mit unserem Doc mehr wie zufrieden. Er spricht alles an von sich aus, durch sind wir zur Frühförderung gekommen, ohne Probleme Überweisung ins SPZ etc etc.
Wartezeiten sind angenhem, Personal freundlich und zuvorkommend.
Und das wichtigste da wir ja zweigleisig fahren sprich im SPZ zusätzlich noch in Behandlung sind fragt er immer wieder nach wie es so läuft was gemacht wird und ob wir zufrieden sind. Er nimmt sich immer viel Zeit z.B. waren wir letztens nur zur FSME Imfung die ja normalerweise zack zack geht, doch bevor er überhaupt anfing fragte er nach wie es im KH war, was jetzt noch geplant ist, wie sich Tia sonst so verhält usw usw , dieser kurze Termin war dann doch ein 1/2 stündiger Termin.
Ich bin sehr glücklich mit diesem Arzt, vorallem weil er sich Zeit nimmt. Er betreut uns nun schon von Geburt an und ich hoffe das es auch weiterhin so gut laufen wird.
Ich drück euch die Daumen das der neue Kinderarzt auch so top ist und ihr endlich die Betreuung bekommt die ihr braucht.
Wollte euch nur berichten , dass ich heute noch einmal in der Praxis war und was mir dort widerfahrn ist.
Am Tresen die andere Schwester. Ich ihr erklärt was passiert ist und was ich möchte. Sie it Akte rein zum Doc. Nach 10 min kam sie kurz raus um mich zu fragen, wo den der Bericht er Ergo sei. Ich erklärte ihr, die Ergo läuft noch ist erst die erste VO. Sie könne aber den Bericht in Kopie haben, der an den Amtsarzt geht. Wollte sie nicht, sie wieder rein. Nach 15 min! (und das bei einer total vollen Praxis) kam sie wieder raus und erklärte mir folgedes:
Der Doc schreibt bis Fr einen Kurzbericht (wie gnädig), aber er sieht in der Entwicklung kei´ne Notwendigkeit, Franz als I-Kind einzustufen. Seine SH wäre eh ausreichend!
Ich dachte, ich muss ausflippen! Warum machen wir eigentlich den ganzen Zirkus (Therapien, SPZ, Fachärzte etc.) wenn mein Kind kerngesund ist? HääääH?
Ich fragte dann, wie man auf eine solche Aussage komme und sie meinte, die Denvertests (U-Untersuchungen) wären wohl immer ok gewesen. Warum hab ich dann bei jeder U mehrere Einträge im Heft????? nd warum werde ich dann von aussenstehenden (KITA, andere Eltern etc.) auf Defizite hingewiesen. Bilde ich mir das alles ein.
Bei der letzten U (U8) hat Franz übrigens nix mitgemacht !
Bin dann gegangen und sagte ihr noch, ich schicke am Fr meinen Mann rum.
Ich bin so froh, dass ich gestern Nägel mit Köpfen gemacht habe!
Achja, von der Ergotherapeutin habe ich heute einen Bericht bekommen, der genau dem entspricht, was meine Eindrücke sind. Retard in Grobmotorik und Feinmotorik, Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung und der Tonusregulation, erhöhter Bewegungsdrang bei geringer Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspanne, Berührungsängste gegenüber unbekannten Personen usw.
Also Mama, haste dir doch nicht alles eingebildet !
Ich wünsche euch, dass ihr weiterhin solch tolle KiÄ habt bzw. findet, wie ihr sie mir beschrieben habt. Vielleicht haben wir ja jetzt auch Glück *hoff*!
LG Fibi und Franz _________________ Fibi (*69), Papa(*65) und Sohn (*05/02); Frühchen 34.SSW--> mit mittelgradiger SH bds. versorgt mit HG's, schwacher Muskeltonus, Hauptbronchusstenose li., Vorhofseptumaneurysma, Skoliose, AD(H)S und überdurchschnittliche Begabung, Störung im Sozialverhalten, ND
na da haste dann ja wirklich erst mal zur richtigen zeit die Notbremse gezogen!!
Unsere Kinderärztin ist gut. Ich kann echt nicht klagen. Wir mußten zwar alle voneinander lernen, aber sie hat auch eingesehen, das sie auch auf mich hören muß. (Ging um ne Herzuntersuchung, die sie immer weiter rausschob, bis mir der Kragen platzte. Und das Ende vom Lied: Mittralklappenprolaps und Herzklappeninsuffizienz)
Na da hatte sie abr ein mächtig schlechtes Gewissen. Aber jetzt kennen wir beide uns gut und wir reden MITEINANDER!! Ich brauche nie lange warten mit Hans und auch nicht mit den anderen Kindern.
Wir besprechen zusamnnen, welchen Weg wir als nächstes gehen und so weiter. Bei Verordnungen giebt es auch keine Probleme.
Halte uns auf dem laufenden, wie der neue KiÄ so ist.
ja die ärzte. manche machen einem das leben echt schwer.
wir hatten sehr viel glück. unser kinderarzt war sehr aufmerksam und hat sofort reagiert und uns weiterüberwiesen. obwohl wir gerade aus dem krankenhaus kamen und die uns gesagt haben : eine muskelbiopsie machen wir erst wenn das kind 6 monate alt ist.
er hatte uns dann nach freiburg überwiesen und dort wurde gott sei dank gemacht. denn sonst wäre chiara tot. ohne ihn wäre sie jetzt ein sternenkind .
aber ansonsten läuft es auch sehr gut´bei ihm in der praxis.
wir haben sogar die handynummer von ihm und seinem kollegen, damit wir auf der sicheren seite sind. habe ich gott sei dank noch nicht gebraucht.
im krankenhaus habe ich sogar schon unterschrieben, weil ein arzt meinte, wir sollen ein blutzuckertagesprofil machen, nur weil er glykogenose typ2 /morbus pompe nicht kannte. wir sind dann heim.
achja verordnungen: - fallen nichts ins budget, deshalb bekommen wir es ohne Probleme!!! alles was ich will, ansonstenmuß nur die krankenkasse zustimmen.
gruss sabrina _________________ meine tochter hat seltene stoffwechselkrankheit.
Mit unserem alten Ka hatten wir auch ständig Probleme,sodas es letzten Nov zum notwendigen Wechsel gekommen ist. Das was das Fass zum überlaufen gebracht hat, war der Spruch wegen eines von der KK schon genehmigten (mündlich) Taxischeines, "Durch Tim würden der Gesellschaft schon genügent Kosten entstehen".
Unser jetziger KA nimmt sich Zeit,was vorher auch nicht war, schnell rein und noch schneller wieder raus, findet dadurch schneller eine Ursache , ruft ,wen es Tim vor dem Wochenende schlecht ging am WO an und fragt nach!!!!!
Und macht auch Hausbesuche. _________________ Anita 77, J 67, I 99 gesund , Timey 03 SB HC Appalisches Syndrom Tetraspastik,blind ,Epilepsie ,Syrinx, Tethered cord. Tracheostoma, Button,Arachnoidalzyste,und und und Sternenkind seit 5.5.2010, Tierre-Maurice 11.8.09 kompensierte Harnleiterstenose bds. seit 18.4 eine Weitsichtigkeit von re +3,0 und li +6,5 aber fit und super süüüssssss
Hallo
Die gleiche Erfahrung haben wir mit unserem Kinderarzt gemacht. Seit ca. 5 Jahren ist unsereTochter recht verhaltensauffällig, dh, hyperaktiv, unkonzentriert, hat Schwierigkeiten mit der Wahrnehmung Körperlage im Raum, ursächlich durch eine Plexusparese am linken Arm. Jetzt nach fast 4(!) Jahren mit mehreren Ärzten und vielen endlosen Streitgesprächen mit eben diesen Ärzten ist herausgekommen, dass sie unter einer hochgradigen ADHS-Erkrankung leidet, zusätzlich eine Glukose-Malabsorbtion. (128cm und nur 20 Kilo). Seit einiger Zeit werden wir von einem wirklich tollen Kinderarzt und einer Kinderpsychologin betreut. Ich muss sagen, dass ich mich da sehr gut aufgehoben fühle. Als Tip kann ich Dir empfehlen, eventuell mal beim Werner-Otto-Institut vorzusprechen. Ich weiß nicht, ob es eines in Halle gibt, aber bestimmt eine vergleichbare Institution, die Dir bei Allem hilft, was nötig ist. Die Integrations-Geschichte ist eine gute Sache und man bekommt doch mehr Förderung.
Ich drücke Euch die Daumen, viele liebe Grüße Ellen
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