Verfasst am: 12.07.2006, 07:47 Titel: Frühförderung und Logopädie bei Sprachentwicklungstörung
Markus ist ende Mai 2 Jahre geworden, er spricht noch nicht. Er gibt Silben wie da, ma von sich. Er hat keine Sprachentwicklung durchgemacht, als Baby hat er nie gelallt oder gebrabbelt.
Wir waren mit ihm als er etwa 1 Jahr war bei der Hörambulanz und es wurde festgestellt, das er hören. Da waren wir 6 Monate später noch einmal und uns wurde gesagt, da er immernoch nicht sprach, wir sollten ihm einen Logopäden vorstellen. Er fing auch bei einem an, der hat gemeint, Markus hält keien Blickkontakt und ist auch im sozialen Verhalten auffällig. Er hat ihn 10 mal behandelt und dann meinte er, jetzt ist erstmal Pause, das im Januar. Es hat nur wenig gebracht.
Inzwischen hattten wir ihn auch bei der Frühförderung vorgestellt, das hieß es nur, kommen sie wieder, wenn er 2 ist, und immer noch nicht spricht.
Nun ist Markus über 2 Jahre er spricht immernoch nicht, aber er spricht über Gesten zu uns die er sich selber ausdenkt. Es ist ganz einfach ihn zu verstehen, es gibt für die alltäglichen dinge jeweils eine Geste, da er ein gutes Srachverständis und hören kann, sprechen ir mit ihm und zur Antwort bekommen wir eine Geste.
Nun darf er ab nächster Woche endlich mit einem Heilpädagogen von der Frühförderung und einem Logopäden arbeiten
Ich bin mal gespannt, was passiert.
da drücke ich die Daumen, das Ihr jetzt Erfolge sehen könnt.
Ich glaube bei einem 1jährigen Kind mit Logopädie Erfolge zu erzielen ist bei 10 Stunden nicht zu erwarten.
Ich bin keine Fachfrau, aber die kleinen machen ja noch nicht gut genug mit.
Trotzdem finde ich es gut, das Ihr dies probiert habt.
Super das Eurer Markus jetzt noch mehr gefördert wird.
Ich möchte Dir aber unbedingt noch die Ergotherapie ans Herz legen.
Für mich war und ist dies die beste Therapie, da sie ganz viele Bereiche des Körpers anspricht.
Hör Dich nach einem wirklich guten Therapeuten/tin um.
Das ist das A und O.
Am besten eine etwas ältere, die schon lange Jahre Erfahrungen hat.
Nichts gegen den Nachwuchs auf diesem Gebiet, aber unsere besonderen Kinder benötigen auch besondere Menschen. Dies führt leichter zum Ziel.
Das ist das was ich jedem nur ans Herz legen kann.
Ach, noch etwas.
Wenn Du merkst das Markus sprechen kann, also das er die Vorraussetzungen für das Sprechen hat, dann versuch nicht so sehr auf seine Gesten zu reagieren.
Das entlockt ihm die Wörter eher.
Aber ich kann mir denken das dies jetzt besonders schwer ist, denn er hat sich schon so daran gewöhnt, von Euch ohne Worte verstanden zu werden.
Ich wünsche euch viel Erfolg und weiterhin viel Spaß hier in diesem wunderbaren Forum.
das was ich dir raten möchte, machst du anscheinend schon: sich durchsetzen, immer wieder
nachhacken und die Dinge, die du für wichtig hälst, durchsetzen.
Prima !
Wir haben bei der Frühförderstelle sehr gute Erfahrungen und große Fortschritte gemacht. Sei es
nun die Entwicklung von Tom oder unser Verständnis für seine Besonderheit.
Logopädie, wurde uns gesagt, würde erst mit drei Jahren Sinn machen. Allerdings machen wir das noch
nicht, da Tom bereits drei Therapien die Woche hat.
Ich wünsche euch jedenfalls ganz viel Erfolg mit den Förderungen und dass schnell herausgefunden
wird, wo das Problem bei Markus liegt.
LG
Michaela _________________ Michaela (1967) mit T.
mit Tom (2003), frühkindlicher Autismus (auf hohem Funktionsniveau), getesteter IQ 61
A. (98), Asthma bronchiale und L. (94)
Verfasst am: 12.07.2006, 10:12 Titel: Re: Frühförderung und Logopädie bei Sprachentwicklungstörung
Hallo Moni!
Zitat:
er spricht noch nicht..... Markus hält keien Blickkontakt und ist auch im sozialen Verhalten auffällig.
Gibt es sonst noch etwas an Auffälligkeiten? Bei Deiner Beschreibung fällt mir sofort das Wort Autismus ein.
Zitat:
Nun ist Markus über 2 Jahre er spricht immernoch nicht, aber er spricht über Gesten zu uns die er sich selber ausdenkt. Es ist ganz einfach ihn zu verstehen, es gibt für die alltäglichen dinge jeweils eine Geste, da er ein gutes Sprachverständis und hören kann, sprechen wir mit ihm und zur Antwort bekommen wir eine Geste.
Wie macht er sich bemerkbar, wenn er irgendetwas haben möchte? Nimmt er deine Hand und zieht sie bzw. Dich zu dem Gewünschten hin?
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
Ja, der Verdacht Autismus steht auch im Raum.
Markus nimmt meine Hand, wenn wir nicht verstehen, was er möchte.
Die Logopädin will sich ihn darauf auch anschauen, er macht sehr oft gleiche Bewegungen, sortiert autos von einer seite auf die andere, darf dabei nicht gestört werden.
Er braucht einen recht gleichen Tagesablauf und man muß ihn auch immer in der gleichen Reihenfolge anziehen, nur mit Schuhen raus usw.
Ich glaube, das ist schon ein wenig in die Richtung geht, aber es ist noch keine Diagnose gestellt.
Ich habe mit der Logopädin schon telefoniert, und sie sagte, sowie auch der Kinderarzt, wir sollen auf seine Gesten eingehen, weil beide der Meinung sind für Markus gibt es keine andere Möglichkeit zu kommunizieren. Er benutzt seine Gesten schon seit etwa 1 Jahr, es kommen neue hinzu und er differentziert immer mehr.
Wir reden viel mit ihm und lesen vor, schauen uns Bücher an, Markus macht gar keine anstalten etwas nach zu sprechen, auch keine Tierlaute ö.ä.
Markus nimmt meine Hand, wenn wir nicht verstehen, was er möchte.
...er macht sehr oft gleiche Bewegungen, sortiert autos von einer seite auf die andere, darf dabei nicht gestört werden.
Er braucht einen recht gleichen Tagesablauf und man muß ihn auch immer in der gleichen Reihenfolge anziehen, nur mit Schuhen raus usw.
Ich glaube, das ist schon ein wenig in die Richtung geht, aber es ist noch keine Diagnose gestellt.
Dass es "schon ein wenig die Richtung geht", ist wohl etwas untertrieben, das alles sind absolut typische Verhaltensweisen eines Autisten. Ich kann Dir nur dringend anraten, dementsprechend testen zu lassen, gehe notfalls woanders hin, und lasse Dich nicht beschwichtigen , man könne das jetzt noch nicht diganostizieren! Je eher eine Diganose, umso eher die richtige Förderung.
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
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