Verfasst am: 19.01.2005, 12:12 Titel: MRT-Unterlagen (Einsicht in Ärztebrief möglich?)
Hallo zusammen!
Ich habe da malwieder eine Frage:
Da Kevin zwar schon seit seinem zweiten Lebensjahr in einem Heim aber erst seit zwei Jahren bei uns lebt weiß ich relativ wenig (nur das Fachchinesisch aus den unvollständigen alten Arztberichten) über seine genaue Diagnose. Gestern habe ich jetzt einen Arztbrief entdeckt aus einer radiologischen Praxis der von einem MRT berichtet, daß 2002 gemacht wurde. Es steht zwar ein Bericht drin aber darunter kann ich mir so ziemlich garnix vorstellen.
Jetzt meine Frage: Ist es möglich sich das Ergebnis von der Praxis zuschicken zu lassen? Habt Ihr die Ergebnisse zu Hause? Mich würde das wirklich sehr interessieren! Wenn es am Sorgerecht scheitert kann ich sicher versuchen das über seinen Vormund beim Jugendamt zu machen.
das ist bestimmt möglich, ich hatte die unterlagen auch mal leihweise zu Hause. Einfach mal nachfragen.
Liebe Grüße
Manuela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
generell gibt es das Einsichtsrecht, wonach im Fall von Kindern der gesetzliche Vertreter, in Eurem Fall wohl der Vormund, Einsichtsrecht in die Behandlungsunterlagen hat und das Recht auf Herstellung und Überlassung von Kopien.
Ich habe von Valentin auch alle wichtigen Befunde und Arztbriefe zu hause. Das ist gerade jetzt, wo wir wahrscheinlich umziehen, wirklich gut. Dann müssen sich die neuen Ärzte, Therapeuten etc. nicht erst alles wieder zuschicken lassen. Das erspart mindestens einen Arztbesuch pro Fachrichtung (hoffentlich).
Außerdem sind wir als Eltern doch die jenigen, die über ihr Kind Bescheid wissen sollten, ist zumindest mein Anspruch.
mein Sohn Biagio war im Sommer bei einem MRT, das vom Krankenhaus veranlasst war. Die Unterlagen sind dann im Krankenhaus geblieben. Da ich im Dezember aber noch einmal ein MRT auf eigene Kosten habe machen lassen um zu vergleichen und auch selber etwas in der Hand zu haben, habe ich mir die alten MRT-Unterlagen vom Krankenhaus ausgeliehen. Da musste ich dann unterschreiben, dass ich die Unterlagen wieder zurückbringe. Also ich denke auch, dass man auf Anfrage hin, eine Einsicht in die Unterlagen bekommen kann.
ich habe von jedem Krankenhausaufenthalt und jedem Arztbesuch in Kliniken oder dem Kinderzentrum alle Berichte zu Hause.
Wir haben uns damals in einen Verteiler eintragen lassen, weil die Berichte scheinbar manche Ärzte nicht gelesen haben, und somit am Kind Einiges an Folgeterminen versäumt worden wäre.
So geschehen mit der Voijta-Gymnastik, von der ich nichts wusste nach der Entlassung nach der Geburt. Das ist durch puren Zufall raus gekommen, als Jonathan bei einem Notfall-Termin mehrere Tage im KK lag und uns dort der Arzt von der Pädiatrie fragte, wie denn die Voijta-Gymn. wäre. Da fielen mir die Schuppen von den Augen - und da wusste ich :
Ich bin der Organisator von Jonathans Terminen in Zukunft.
Bisher hat auch noch kein Arzt mir Krümel in den Käse gelegt, und wenn heute irgendeine Stelle Berichte benötigt, dann kann man die bei mir anfordern.
Und in all den Berichten stehen alle Untersuchungsergebnisse bis ins letzte Detail drin.
Also in jedem Fall fragen - in Eurem Fall dann eben über den Vormund.
Vielleicht auch gerade deswegen, weil Ihr über Kevins Behinderung doch recht wenig wisst, scheinbar.
Einen lieben Gruß
Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
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