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Ulrike
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BeitragVerfasst am: 28.06.2006, 12:35    Titel: wertschätzen Antworten mit Zitat

Hallo miteinander,

ich bekam dieser Tage von einer guten Freundin einen sehr schönen Text zugesandt, und ich kann mir vorstellen, daß der ein oder andere ihn eventuell auch mögen wird.
Laßt euch nicht irritieren wegen des Schlußsatzes - ehemals ist dieser Text wohl als Kettenbrief versendet worden - doch das möchte ich hier außenvor lassen.

Hier also der Text, und viel Freude beim Lesen :

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, Sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.

Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare.

Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler
waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt
hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathe Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."

Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.

"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte
ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Shreibtisch". Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich
trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt."

Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden. Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass
jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spät ist. Du kannst es auch tun, indem Du diese Nachricht weiterleitest.

l.G. Ulrike

_________________
Jacob : inzwischen 13 Jahre alt, V.a. Leukodystrophie, vermutlich Autist, blind aufgrund Optikusatrophie, annähernd taub, PEG, Anus Praeter aufgrund Morbus Hirschsprung, Fehlbildungssyndrom - aber vor allem mein wunderbares Kind.
Ulrike : 47 Jahre, alleinerziehend, seit 06/2010 als Asperger Autistin diagnostiziert
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christiane b
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BeitragVerfasst am: 28.06.2006, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Ulrike !

Ist das Schön !
Ich habe auch ein bißchen geweint, Embarassed
als ich das gelesen habe,
trifft es doch unser aller besonderen Alltag. Wink

Wir wissen es alle, manchmal muß man erinnert werden.

Ich habe es mir ausgedruckt

LG

Christiane
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iggisw
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BeitragVerfasst am: 28.06.2006, 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Ulrike
Ich weine auch gerade!
Ich wünsche mir, sie in meinen Alltag mit aufzunehmen!
Danke!
Iggis

_________________
Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
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UteW
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BeitragVerfasst am: 28.06.2006, 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo !!

Die Geschichte ist aus dem Buch:

HÜHNERSUPPE FÜR DIE SEELE (Geschichten, die das Herz erwärmen) von Jack Canfield u. Mark Victor Hansen aus dem Goldmann-Verlag.
Das Buch war die Nr.1 auf der Bestsellerliste der USA.

Die "Hühnersuppen-Bücher" kann ich nur empfehlen !!

LG Ute

_________________
Sebastian (6/94), Ertrinkungsunfall - spastische Tetraparese, Skoliose, Epi, luxierte Hüften, Osteoporose, PEG, nonverbal ...... Rollikind und Strahlemann Wink
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Ulrike
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BeitragVerfasst am: 28.06.2006, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

ich freue mich grade sehr über eure Antworten Smile
aber weinen mußte ich auch als ich die Geschichte gelesen hatte,
denn hier bei uns fehlt das auch oft, und leider oft von Menschen wo ich nicht damit gerechnet hätte...

@ Ute :
dann nehme ich mal an, daß man das Buch problemlos z.B. bei Amazon bekommen kann

l.G. Ulrike

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Jacob : inzwischen 13 Jahre alt, V.a. Leukodystrophie, vermutlich Autist, blind aufgrund Optikusatrophie, annähernd taub, PEG, Anus Praeter aufgrund Morbus Hirschsprung, Fehlbildungssyndrom - aber vor allem mein wunderbares Kind.
Ulrike : 47 Jahre, alleinerziehend, seit 06/2010 als Asperger Autistin diagnostiziert
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Brigitte 1953
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BeitragVerfasst am: 29.06.2006, 06:21    Titel: Antworten mit Zitat

Puh, das ist ja gänsehautverdächtig!!! Wunderschön.


Lieben Gruss

Brigitte Very Happy

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Nimm die Dinge an, die du nicht ändern kannst.
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Philipp H
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BeitragVerfasst am: 29.06.2006, 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ,
auch bei mir rollt eine Träne,wunderschön.
Gruss Marion Laughing

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Philipp 23.12.98 MPS Typ II(Stoffwechselerkrankung) ,Benjamin 24.1.83 gesund

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