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Mundmotorik
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conni
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BeitragVerfasst am: 13.04.2004, 18:50    Titel: Mundmotorik Antworten mit Zitat

Hi,
Ich hab eine Frage: Theresa kann nicht kauen. Sie beißt zwar auf ihren Fingern herum, aber sobald etwas anderes festes in ihren Mund kommt weint sie. Sie hat auch keinen Kieferschluß. Wenn sie die Backenzähne aufeinander hat ist zwischen den Schneidezähnen und den unteren Zähnen ein Spalt von ca. 1 cm. Die Zahnärztin meint, daß man erst mal schauen muß wie die zweiten Zähne kommen. Kann es vielleicht auch an der Trachealkanüle liegen, daß sie nicht richtig kauen mag? Beim Schlucken mit "Material" hat sie Schwierigkeiten. Sie verschluckt sich oft und das ist nicht so toll. Wäre schön wenn mir jemand einen Tipp geben kann.

Conni
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 13.04.2004, 19:15    Titel: Mundmotorik Antworten mit Zitat

Hi Conni,

das Problem mit dem Kauen kennen wir auch. Jan-Paul hat auch noch große Probleme, feste Nahrung zu kauen. Das Mittagessen muss ich nach wie vor pürieren, abends bekommt er Brei, morgens isst er aber schon Brot (vom Löffel!).
Ich mache täglich mundmotorische Übungen mit ihm, die ich unter "mundmotorische Übungen für hypotone Kinder" in dieser Rubrik mal aufgeschrieben habe. Die kräftigen den Mundboden und die Muskulatur.
Hast du mal versucht, Theresa vorsichtig an einer Brotkruste kauen zu lassen? Vielleicht kannst du ihr auch unterschiedliche Materialien zum Beißen anbieten (Holz, Metall etc.). Kann sie Dinge festhalten und zum Mund führen? Jan-Paul kann das nur im Liegen. Wenn er in seiner Sitzschale sitzt, führe ich die Gegenstände zu seinem Mund und lasse ihn vorsichtig "kosten".
Inzwischen habe ich auch angefangen, sein Essen gröber zu pürieren, um ihn langsam an stückige Kost zu gewöhnen. In den (warmen) Abendbrei habe ich jetzt auch schon öfter einen zerdrückten Zwieback "gemogelt".
Sicher können Theresas Kauprobleme auch mit der Trachealkanüle zusammenhängen. Du kannst ja mal ihren Arzt/ihre Ärztin fragen.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen - auch wenn mir Jan-Pauls Kauprobleme nicht ganz so ausgeprägt erscheinen, wie die von Theresa. Er lässt sich z. B. alles problemlos in den Mund schieben und ist kein Kostverächter. Was er nicht kauen kann, wird allerdings "ganz" runtergeschluckt und dann gibt´s schon mal einen Hustenanfall!

Liebe Grüße,
Sabine
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conni
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BeitragVerfasst am: 14.04.2004, 07:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Sabine,

Danke für deine Antwort. Theresa kann nichts außer ihrer Hand zum Mund führen. Sie kann auch nichts festhalten, nein, das stimmt nicht ganz. Sie hält in der Zwischenzeit das Spielzeug an ihrem Mobile fest und manchmal auch einen Greifring. Aber nur ganz kurz, dann läßt sie ihn wieder fallen. Ich werde mir mal deine Vorschläge durchlesen, vielleicht helfen sie mir weiter.

Conni
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Sabine2
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BeitragVerfasst am: 19.05.2004, 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mein absoluter Erfolgstipp ist Eis. Ich kaufe ihr eine Kugel in der Waffel und lasse es leicht anschmelzen. Dann bringe ich sie in leichte Schräglage und führe das Eis an den Mund. Sie schlotzt es richtig. Es ist nicht ästethisch und die Klamotten sind meist auch voll, aber sie hat eine Menge Spaß und die Mundmotorik hat sich seitdem wirklich verbessert.
Das klassische 'Minimilk' von Langnese ist auch sehr geeignet, weil man den Mund zu einem O formen muss.
Von meinem HNO-Arzt wurde auch Wassereis empfohlen.

Viele Grüße

_________________
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)
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Helmut
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BeitragVerfasst am: 19.05.2004, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Conni,

was hält Theresa denn vom Zähneputzen ? Wenn sie sich das gefallen läßt ist das eine gute Möglichkeit, ihr mit unterschiedlichen Zahnbürsten, verschiedene Empfindungen im Mund zu vermitteln. Dadurch könnte man ihr Interesse am erkunden von Dingen im Mund anregen, was sich widerum positiv auf das kauen auswirkt. Wenn sie sich das Zähneputzen nicht gefallen läßt waren die Kaupriobleme ein guter Grund damit anzufangen. Gute Erfolge in sachen Kauen anregen haben wir früher mit Erdnußflips und Krutongs ( harte Bortstückchen, gibts als Beilage für Salate und Suppen ) gemacht.

Was Kauprobleme durch die Kanüle betrifft, kann ich mir gut vorstellen, das sie beim kauen Probleme machen kann. Das solltet ihr mit einem Kieferorthopäden klären. Meine Tochter hatte früher bei aufeinenderliegenden Backenzähnen einen Spalt von 6 mm zwischen den Schneidezähnen. Damals haben uns Kieferorthopädden gesagt, das man gegen den Spalt was tun müßte, wenn er größer wäre. Einfach nur darauf zu warten bis die 2. Zähne kommen kann tückisch sein, denn mitunter kommen die 2. an den entscheidenden Stellen nicht nach, ( = sie fehlen ganz ) was, wenn man die ersten zu lange "faslch" stehen läßt, für weitere Probleme sorgen kann. Daher ist wichtig rechtzeitig durch Röngten festzustellen, ob und wie die 2. Zähne überhaupt angelegt sind.

Smile Helmut

_________________
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.
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conni
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BeitragVerfasst am: 19.05.2004, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Helmut,

vielen Dank für deine Antwort. Unsere Zahnärztin hat uns diesen Vorschlag noch nicht gemacht. Theresa läßt sich nicht so leicht Röntgen. Sie hält ihren Kopf nur sehr selten Still. Das Röntgen der Lungen usw. ist kein Problem da bleibt sie schön ruhig liegen. Aber ich werde es mal beim nächsten Zahnarztbesuch ansprechen.

LG Conni

_________________
Theresa (12/00), unbalancierter Gen-Defekt von 5 Chromosomen, Entwicklungsstand von ca. 3 Mon. und einigen sonstigen "Strickfehlern"
Seit †19.01.2006 ein Sternenkind
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Helmut
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BeitragVerfasst am: 19.05.2004, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Conni,

hier mal ein Schwank in Sachen Röntgen. Da Sonja ein recht "lästiges Syndrom" von mit geerbt hat ( das Gorlin Goltz Syndrom, ein Teil dieses Syndroms besteht darin das sich im Kieferknochen immer wieder Zysten bilden, die ihn schmerzloß auflösen, was zu schweren Schäden füren kann ), haben wir so früh wie möglich versucht bei Sonja ein OPG ( Panoramaaufnahme vom Kieferbereich ) zu machen. Bei unserem "Dorfzahnarzt" hat sie dabei nie still gehalten, und immer schon beim Probleauf des Gerätes gestreikt. Seit wir mit ihr in eine Uniklinik gewechselt sind, haben wir mit dem Röngten, obwohl man dort das selbe Grät wie beim Dorfzahnarzt benutzt, keine Probleme mehr. Wenn´s also nicht klappt einfach mal zu einem anderen Arzt gehen.

Smile Helmut
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Chrissie
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BeitragVerfasst am: 19.05.2004, 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Conni,

die 2. Zähne abzuwarten halte ich für ausgesprochenen Blödsinn. Zuständig für Kieferprobleme ist sowieso nicht der Zahnarzt, sondern der Kieferorthopäde.

Mein Sohn hatte lange bevor er seine 2. Zähne bekam erst eine Gaumenplatte und danach eine Zahnspange. Er hat auch einen offenen Biss, der aber mit der Spange bis jetzt ganz gut korrigiert werden konnte. Er trägt sie bis heute jede Nacht. Alexander ist inzwischen 12 1/2 Jahre alt und hat inzwischen den Zahnwechsel bis auf 4 Zähne durch. Ein Röntgenbild kann bei ihm immer nur in Vollnarkose gemacht werden. Das wird dann immer mitgemacht, wenn bei ihm eh Zahnbehandlungen anstehen.

Aus welcher Ecke kommt Ihr denn? In Herne kann ich Euch einen sehr guten Kieferorthopäden empfehlen.

Liebe Grüße
Ulli

_________________
Alexander 10/91 spastische Tetraparese, Epilepsie, Christina 5/90 und Niklas 10/2002 ADHS


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Sigrid S
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BeitragVerfasst am: 31.08.2005, 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
zu empfehlen ist es zu einem Zahnarzt zu gehen, der eine Zusatzausbildung für Kinder hat. Der Weg, wenn er dnn auch weiter ist lohnt sich, wissen wir aus eigener Erfahrung. Und wir fangen nun bei einem Sprachheilpädagogen an. Dazu haben wir durch Zufall erfahren, daß ein operierender Prof aus Frankfurt bei Lippen Kiefer Gaumenspalte einen Logopäden verbot u einen Sprachheilpädagoen wollte bzw. einer mit noch einer Zusatzausbildung. Wir machen seit über einem Jahr Castillo Morales mit großem Erfolg. Unser Therapeut hat uns ein Programm gegeben, daß sich gut einbinden Läßt in die Dinge des Alltäglichen Lebens wie Zähneputzen. Und im Moment üben wir mit großem Erfolg mit Salzstangen. Er muß sie ohne Hände essen, also mit Lippen, Zunge in den Mund befördern. Das kann man dann auch mittig und seitlich versuchen. Zudem brechen wir kleine Stückchen ab un schieben sie zwischen Lippen und Zähne u er muß versuchen sie ohne Hände da wieder raus zu machen. Oder wir kleben ihm kleine Stückchen in die Nähe der Lippe, erst ist es gut wenn er sie überhaupt fühlt, dann daß darf er sie mit der Hand reinschieben u dann mit der Zunge reinlecken. Auch ist gut um die Zunge üben zu lassen , Puffreis auf verschieden Stellen der Zunge fallen zulassen, da er den Geschmack nicht mag, hat er ganz schnell gelehrnt die Zunge aus dem Mund heraus zubekommen. Und da Puffreis gut kebt bekommt man es gut plaziert und fällt nicht gleich ab.

_________________
Nicht behindert zu sein ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit wieder genommen werden kann
ehemaliges Frühchen der 34 SSW ,Sectio,schwierige Entwicklung mit Zange
Lennox-Gastaut-Syndrom, Dopaminmangel,PEG
Dauerpflege"mädchen seit Geburt 08 mit FAS
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Jakob
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BeitragVerfasst am: 20.03.2008, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn auch wegen einer anderen Indikation, so haben auch wir von sehr guten Erfolgen mit der Therapie nach Castillo Morales bei einer Sprachheilpädagogin zu berichten-und von großen Erfolgen.
Mit netten Grüßen,
Daniela
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