Verfasst am: 06.06.2006, 21:08 Titel: Melanie mit 2 Kids ohne Diagnose (Sprachstörung)
Hallo, auch ich bin hier schon am mitlesen gewesen und nun stelle ich uns mal kurz vor.
Wir sind ein kleine Patchwork Familie. Zu meinem Partner René gehört auch noch sein Sohn Giuliano und im Januar 2005 ist unsere gemeinsame Tochter Lilly geboren worden. Giuliano ist jetzt 5 Jahre alt und Lilly 16 Monate, mein Partner ist 27 und ich 30 Jahre alt.
Ich bin auf diese tolle Seite aufmerksam geworden weil ich nach Logopädie Infos gegoogelt habe.
Unser Problem ist, das wir nicht genau wissen was unser Sohn hat, er ist emotional nicht sehr stabil, braucht sehr viel Sicherheit und Halt, da er in der schwierigen Situation ist, das seine leibliche Mutter ihn verlassen hat. Dazu kommt das er nicht ganz so auf dem Entwicklungsstand eines 5jährigen ist. Er spricht grammatikalisch nicht richtig und kann viele Wörter nicht behalten und benutzt die Artikel nicht. Er war schon in Ergo und Kinderpsychologischer Behandlung. Ergo wurde durch die Therapeutin beendet, da sie das Kind ganz normal entwickelt fand. Die Kinderpsychologin stellte Wahrnehmungsdefizite fest und eine Konzentrationsschwäche bei der Arbeit in Kleingruppen. Der Kinderarzt stellte ein vermindertes Selbstwertgefühl fest. Jetzt sind sich die Therapeuten und Ärtze nicht einig was das Beste für den Jungen wäre.
Und wir sind etwas hilflos, weil wir auch nicht mehr so recht wissen, wie wir dem Jungen noch helfen können.
Unsere Tochter ist motorisch recht gut entwickelt, nur mit dem sprechen will es auch nicht so recht klappen. Sie ist 16 Monate alt spricht auch einige Wörter, nur die verstehen leider nur wir. Außer dem Wort Mama fehlen bei den meisten Wörter Buchstaben. Sie sagt zur Oma - Oa , zum Ball - Ba, zum Dudu - Huhu....
Auch hier werden wir vom Arzt immer verdröstet. Ich mache mir aber sorgen, da sie auch diese Silbenreihen als kleines Baby nicht richtig blabberte, außer mamama und bababab kam bei ihr nichts, vorallem auch nichts mit dadadad oder dududu.
Ich glaube, das bei unseren Kinder ein Sprachfehler vorliegt und wenn man den endlich behandeln würde, die Kinder eine gute Chance hätten, die Sprache richtig zu erlernen.
Dazu kommt noch, das ich von meinem Beruf her ein bißchen einen Einblick in die kindliche Entwicklung und deren Abweichungen habe - ich bin Erzieherin. Da ich weiß, das unseren Kindern geholfen werden kann, aber die Ärtze so langsam reagieren, ärgert mich.
So deshalb sind meine Kids ohne richtige Diagnose...
Hallo Melanie,
herzlich Willkommen in diesem wunderbaren Forum.
Gruss Marion _________________ Philipp 23.12.98 MPS Typ II(Stoffwechselerkrankung) ,Benjamin 24.1.83 gesund
dir ein herzliches Willkommen hier im REHAkids - Forum zum regen Erfahrungs - und Gedankenaustausch !
VG,
Beate _________________ ..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer
habt ihr bei Giuliano schonmal an eine Kinesiologische Behandlung gedacht? Ich bin selbst auch Erzieherin und habe nachträglich noch eine Ausbildung zur Lerntherapeurin gemacht und auch ein wenig Kinesiologie. Ich arbeite in einer Lerntherapeutischen Praxis und bin immer wieder erstaunt, wie unser "Kinesiologe" die Kinder aus total eingefahrenen Situationen herausholt. Mein eigener Sohn z.B. hatte panische Angst vor Wasser, weil er als dreijähriger Mal mit dem Gesicht unter Wasser war- nur für Sekunden! Das hatte ich meinem Kollegen gar nicht erzählt und er fragte mich nach einer Balance, ob mein Sohn mal ein traumatisches Erlebnis hatte. Nach dieser Behandlung fuhren wir nach Hause und mein Sohn TAUCHTE in der Badewanne, da war vorher im Traum nicht dran zu denken. Kurze Zeit später konnten wir ihn zum Schwimmkurs anmelden und er machte innerhalb kürzester Zeit sein Seepferdchen. Heute ist er aus dem Wasser nicht mehr herauszukriegen. Solche und ähnliche Geschichten höre ich bei der Arbeit ständig. Vielleicht wäre es für Giuliano auch eine Chance.
Zu deiner Tochter möchte ich dir sagen: ich will nicht in die Kerbe der Ärzte hauen, aber ich glaube mit 16 Monaten ist wirklich noch alles offen. Ich habe mal in einem Sprachheilzentrum gearbeitet und habe deswegen ein wenig Einblick in die Sache bekommen. Meine Söhne haben auch beide spät angefangen und dann auch beide schlecht. Bei dem Großen hat man mit fünf keinen Unterschied mehr zu anderen Kindern gehört und der Kleine ist jetzt fast vier und hat gerade in den letzten Wochen sehr große Fortschritte gemacht.
Ich möchte damit eure Ängste natürlich nicht plattreden. Es ist schon sinnvoll dabei zu bleiben und die Entwicklung bezüglich des Sprechens kritisch zu beobachten.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.
Liebe Grüße Nicole
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