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Impfdiskussion - wogegen soll man impfen?
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Heidi
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Beiträge: 722
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 08:55    Titel: Impfdiskussion - wogegen soll man impfen? Antworten mit Zitat

Hallo,
(erneut) angeregt durch den Auftritt von Oxana mit Familie bei Stern-TV möchte ich etwas zur Diskussion stellen, was mich seit langem und immer wieder beschäftigt: Welche Impfungen sind sinnvoll/ notwendig oder sollte man gar nicht impfen?
Aus meiner Sicht gibt es keine Diskussion bei Tetanus: ich habe keine Lust, bei jeder kleinsten Verletzung immer zu desinfizieren, abgesehen davon kriege ich das ja vielleicht auch nicht immer sofort mit...
Etwas komplizierter ist es bei Polio und Diphterie: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Deutscher damit infiziert? Ich habe allerdings beide Kinder dagegen impfen lassen, um dieses Risiko auszuschließen.
Bei MMR (Masern, Mumps, Röten) schließlich wird es richtig kompliziert. Ich habe mich gegen die 3-fach-Impfung entschieden (wegen des höheren Risikos), sondern beide Kinder sind nur gegen Masern geimpft. Meine beiden Mädchen lasse ich nicht gegen Mumps impfen, da es nur bei Jungen das Risiko des Unfruchtbarwerdens gibt. Und die Rötelnimpfung werde ich erst dann machen lassen, wenn sie ins gebärfähige Alter kommen, da die Gefahr schwerster Behinderungen durch Röteln während einer Schwangerschaft besteht - vielleicht haben sie sie ja bis dahin durchgemacht...
Impfgegner argumentieren ja u.a. so, dass jede durchgemacht "Kinderkrankheit" die Entwicklung fördert (das ist tatsächlich so, ich habe zwar wenige, aber doch ein paar Kinder nach ihrer Masernerkrankung erlebt - sie sind wirklich ganz anders, reifer, klarer,...). Und bei Masern besteht das Risiko, dass man trotz Impfung als Erwachsener an Masern erkrankt, da niemand weiß, wie lange der Impfschutz anhält... (Tetanus und Polio z.B. muss ja auch regelmäßig nachgeimpft werden...)
Wie ist eure Meinung dazu? Einige Meinungen sind ja schon in Oxanas Beitrag vorgebracht worden (siehe hier: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic13183.html ) und auch Ulrikes Beitrag hat mich nachdenklich gemacht (siehe hier: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic13235.html ).
LG - Heidi Very Happy

_________________
Heidi mit Peter, Jo Anna (12) und Janika (10)

wer mehr von uns wissen will: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic264.html
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Doreen mit Friederike
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heidi, ich bin eigentlich eine Impfgegenerin, wenn man das so krass formulieren möchte. Meine große Tochter Charlotte, 5 Jahre, ist NUR gegen Tetanus geimpft. Auch wenn man gegen Tetanus homöopathische Mittel ( HYPERICUM C1000) verabreichen kann, hat meine KiA und Homöopathin zu einer Impfung geraten. Sie hätte zu wenig Erfahrung mit der Tetanusbehandlung.
Charlotte hat die Windpocken problemlos duchgemacht, ohne Juckreiz und Narbenbildung. Weitere Kinderkrankheiten hat sie bisher nicht gehabt.

Friederike ist noch nicht gegen Tetanus geimpft, da sie noch nicht im Krabbel- Laufalter ist und somit das Verletzungsrisiko so gering ist. Ich werde hier also noch etwas warten. Gegen HIB ist sie aber schon geimpft. Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht. Aber da die Infektion auch eine Hirnhautentzündung hervorrufen kann, habe ich mich für diese Impfung entschieden. Da sie ja einen Hydrocephalus hat, wäre eine Hirnhautentzündung doppelt fatal.

Des weiteren überlege ich nach wie vor, eine Masernimpfung durchführen zu lasen. Da sehe ich es aber wie du Heidi, Mumps und Röteln würde ich nicht impfen lassen.

Generell lehne ich auch Mehrfachimpfungen ab, da der Körper sich mit so vielen Erregern auseinander setzten müßte, das es eine Hochleistung führ den Körper wäre. Das möchte ich Friederike nicht zumuten.

Als Gedankenanstoß möchte ich folgendes in den virtuellen Raum werfen:

Habt ihr mal euren impfenden Arzt gefragt, welche Inhaltsstoffe im Impfstoff vorhanden sind? Es gibt ja auch richtige Packungsbeilagen dazu, die aber nicht an die Patienten weitergegeben werden. Warum wohl?

" Ich weiß nicht, ob ich nicht doch einen furchtbaren Fehler gemacht habe und etwas Ungeheures geschaffen habe" ( Edward Jenner 1749-1823 , Erfinder der Impfungen)

Jenner führte die erste Pockenimpfung an seinem 10 Monate alten Sohn durch, der danach geistig behindert blieb. Aber der Glaube an seine Entdeckung machte ihn blind für die tragischen Fakten und erst am Ende seines Lebens überkamen ihn Zweifel.

LG
Doreen

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Charlotte, 16.08.2000, ehem. Frühchen 31.SSW und Friederike, 15.07.2004. extrem. Frühgeb. in der 24.SSW (720g., 33 cm), nach Hirnmittellinienzyste HC, shuntversorgt , entwicklungsverz., sehbehindert, Minderwuchs, Balkenagenesie
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Sigrid S
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wir sind absolute Impfbefürworter, wir haben uns immer reichlich informiert und die Kompikationen der Erkrankung sind weitaus öfter und schwerer als dieser kleine Pieks. Und es gibt deutlich mehr Komplikationen durch die Krankheit, als Impfschäden. Und das Kinder gestärkt durch Kinderkrankheiten gehen, sei eher ein Ammenmärchen. Und ich habe als Krankenschwester gearrbeitet und man muß sagen, da´ß die durch Impfungen ausgerotteten Krankheiten wie Diphterie durch Impfmüdigkeit wieder im kommen sind. Und es ist auch Fakt, daß jedes Jahr eine hohe Zahl nicht geimpfter Kinder an einer Maserninfektion sterben.Er hat die 6-fach 3fach FSME Windpocken und wir werden dieses Frühjahr homöopathisch gegen Borreliose impfen. (Das habe ich per Zufall hier im Forum entdeckt mit borrelia nordosa).
LG Sigrid S

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Sigrid S
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Außerdem möchte ich noch ergänzend zu meinem Beitrag sagen, daß es nicht sicher ist, ob nach einer durchgemachten Erkrankung die Titter überhaubt ausreichen für einen Schutz, oder ob man trotzdem nachimpen muß. Ich z.B. war damals heftig an Röteln erkrankt und deshalb nicht geimpft. Nach der geplanten Schwangerschaft wwurde ein Rötelntitter gemacht und der reichte nicht aus und es mußte trotdem noch geimpft werden. Bei ungeplanten Schwangerschaften kann man so eine Planung und impfung abharken.
Sigrid S

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Nicole T.
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist sicher eine spannende Frage und ich habe immer ein wenig bauchschmerzen wenn ich in der presse höre, dass man eine Impfpflicht einführen sollte.

Gut ich bin auch geimpft worden und habe keinen Schaden davon getragen, aber wir alle kennen ja auch andere Fälle...

Für mich selbst würde ich sagen, generell nicht in den ersten Lebensmonaten impfen sondern dem Kind ein wenig Zeit geben. ich würde die 6 fach Impfung nicht mehr machen, aber eben sehen was davon man auch einzeln impfen könnte.

Wichtig fände ich Polio, Diphterie, Tetanus und auch Masern. Absolut lächerlich finde ich aber Mumps und Röteln, Windpocken...Diese Kinderkrankheiten haben wir doch alle durchgemacht und ich denke nicht dass die sonderlich gefährlich sind.

Bei Röteln könnte man bei einem Mädchen in der Pubertät immernochmal nachdenken ob eine Impfung sinnvoll wäre, sollte sie die Krankheit nicht durchgemacht haben. Aber an sich finde ich schon, dass jeder das verantwortungsvoll und mit ärztlicher Beratung selbst entscheiden sollte...

Liebe Grüße

Nicole

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biancaz
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe auch hin und her überlegt, da Noah jede Impfung mit Fieber und leichten Krämpfen bzw. Schreien über Tage verarbeitet hat. Aber die Erfahrung der letzten beiden Jahre hat mir gezeigt: Hätte Noah eine dieser Krankheiten (wie Windpocken, Mumps, Masern...) die in der Regel für andere Kinder harmlos sind bekommen, bin ich mir sicher, dass es ihn total zurückgeworfen hätte bzw. lebensbedrohlich geworden wäre (durch die Epilepsie).

Schon bei Fieber und Schnupfen bekommt er Krämpfe, wie soll es dann bei einer schwerwiegenden Infektion sein? So habe ich meine beiden Kinder impfen lassen, denn ich möchte weder mit diesen Krankheiten von "ungeimpften" Kindern angesteckt werden bzw. andere Kinder oder auch Schwangere mit gefährlichen Krankheiten anstecken. Es ist ein Irrglaube, das Kinderkrankheiten nicht gefährlich sind, wenn man die aktuellen Masernerkrankungen sieht, die auch mal tödlich verlaufen, ich kenne genügend Fälle in unserem Dorf, wo "Kinderkrankheiten" nicht glimpflich verlaufen sind. Ihr entscheidet euch mit den Impfungen nicht nur für eure Kinder, sondern könntet auch für andere Überträger von Kinderkrankheiten sein. Wäre mein Sohn dann nicht früh genug geimpft gewesen, hätte er sich vielleicht bei ungeimpften anstecken können.

Ich könnte nicht ruhig schlafen, wenn ich eine Schwangere mit Röteln anstecken würde, nur weil ich mich nicht habe impfen lassen und evtl. das Kind gefährdet wäre?!

Versteht mich nicht falsch, ich habe mir lange Gedanken gemacht, aber es gibt immer 2 Seiten der Medaille. Jeder muss sich selbst Gedanken machen, was er für richtig hält.

Grüsse Bianca

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Sohn: 6/2004, Frühchen 25. W., PVL, Microcephalus, Epilepsie, Tetraspastik, blind, Skoliose, Hüftsubluxation, Thrombozytopenie und E. 2/2002 gesund
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kachiya
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mein Sohn ist komplett geimpft (6-fach, MMR, Pneumokokken). Das würde ich so nicht wiederholen. Allerdings finde ich für gesunde Kinder Kombi-Impfstoffe nicht so schlecht, es werden nur einmal Hilfsmittel für die Abwehr mehrerer Krankheiten gespritzt.
Allerdings sollten sich die Impfungen auf Krankheiten beschränken, die gefährlich sind oder starke Auswirkungen haben können. Windpocken gehören dazu nicht. Röteln und Mumps in früher Kindheit sind auch ungefährlich, sollten aber bei nicht durchgemachter Krankheit nachgeimpft werden (Mumps kann nach der Pubertät bei Männern zu Unfruchtbarkeit führen).
Ich denke, der Hauptgrund für die frühen Impfungen ist, dass man von vielen Eltern nicht erwartet, dass sie ihre 12-jährigen Kinder nicht mehr zum Hepatitis, Röteln oder Mumps-Impfen bringen.
Bei einem 2. Kind würde ich nach 6 Monate mit dem Impfen beginnen. Und zwar 5-fach und dann im zweiten Lebensjahr Masern. Aber jeder soll sich da gut informieren und dann selber eine Entscheidung treffen. Ich mag weder totale Impfgegner noch totale Impfbefürworter. Schließlich ist jedes Kind anders und vor allem besondere Kinder brauchen einen auf sie abgestimmten Impfplan, der nicht von der STIKO stammen muss.

LG;

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Doreen mit Friederike
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

@Sigrid: Du hast geschrieben:"Und das Kinder gestärkt durch Kinderkrankheiten gehen, sei eher ein Ammenmärchen."

Worauf beruht diese Aussage? Ich habe darüber auch viel gelesen und habe selbst erlebt, dass meine Tochter und auch meine Neffen und meine Nichte gestärkt da durch gehen. Vielleicht Zufall - ja, wenn man denn so will...

LG
Doreen

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Nellie
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wichtig finde ich, dass man sich jede Impfung überlegt und sich dafür oder dagegen entscheidet, denn man muss auch mit den Konsequenzen leben, egal welche Entscheidung man trifft. Ich finde es weder richtig, unüberlegt alles zu impfen, was der Arzt grade vorschlägt, noch alles abzulehnen.
Die Lokalreaktionen und evtl. Fieber halte ich nicht für die Argumente gegen eine Impfung, die Gefahr der Impfschäden ist für mich ein Grund.

Unsere Gründe:

  1. Tetanus:
    finde ich sehr wichtig, da es überall vorkommen kann und mir die Gefahr zu hoch ist, dass ich es nicht schaffe, ausreichend zu desinfizieren. Gerade im Wald oder auf Wanderungen ist das benötigte Desinfektionsmittel, usw. meist nicht dabei. Auch wenn Linn nicht laufen oder krabbeln kann, hat sie sich schon Verletzungen draußen zugezogen. Mit 3 Monaten finde ich eher früh, aber bereits im Krabbelalter sollte ein Impfschutz bestehen. Wenn man erst nen Termin macht, wenn das Kind bereits regelmäßig in Gefahr ist, finde ich es zu spät.
  2. HiB
    Für HiB haben wir uns aus verschiedenen Gründen entschieden. 1. ist die Gefahr der Meningitis mit häufigen Restschäden mir zu groß. 2. war uns für Linn, die schon ohne Infekt sehr röchelte, weil die Atemwege nicht normal in den Größenverhältnissen ausgebildet sind, auch das Risiko einer Epiglottitis mit völliger Verlegung der Atemwege zu groß. Außerdem finde ich es eine schlimme Vorstellung, mein Kind in solcher Atemnot zu erleben, obwohl ich vorher hätte etwas tun können.
  3. Hepatitis B
    Da habe ich eher unüberlegt zugestimmt, denn ich selbst bin geimpft, weil ich ja im medizinischen Bereich arbeite und damit ein Risiko habe. Im Nachhinein ist es gut, denn Linn hat bereits Bluttransfusionen bekommen und sie wird es wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal bekommen haben, vermute ich. Da tut es sehr gut zu wissen, dass sie dadurch nicht noch Hep B bekommen kann. Aber in Sicht auf ein weiteres Kind halte ich die HepB-Impfung für nicht zwingend notwendig für uns.
  4. Polio
    Polio ist zwar fast ausgestorben, aber noch immer vorhanden. Und die Konsequenzen finde ich zu schlimm, um es drauf ankommen zu lassen. Sie sind auch häufiger als Impfschäden insgesamt.
  5. Keuchhusten
    Ähnliche Argumentation wie bei HiB wegen Atemwegen bei Linn,. Aber zusätzlich finde ich diese Hustenanfälle mit Atemnot so quälend für ein Kind, dass ich es meinem Kind nicht zumuten möchte, es zu erleben. Meine Schwester hat es damals fast nicht überlebt, bei mir waren es die sehr quälenden Hustenattacken mit Atemnot, bei denen ich mich noch an dieses schlimme Gefühl erinnern kann. Und die Gefahr, Keuchhusten zu bekommen, ist auch im Gegensatz zu anderen Krankheiten, die geimpft werden können, ziemlich hoch.
  6. Diphtherie
    Diphtherie ist leider wieder im Kommen. Auch diese haben wir wegen der Atemwege geimpft. Die würde ich immer wieder impfen, weil die Erkrankung lebensgefährlich wird. Es gibt aber zum Glück das Diptherieantitoxin, das heilend wirkt. Wenn ich es nicht impfen lassen würde, würde ich mich genau informieren, wie ich es frühzeitig erkennen kann, wohin ich mioch wenden muss, wo das Antitoxin vorrätig ist und für Risikogebiete im Urlaub (in er Nähe z.B. Osteuropa) es dann doch impfen lassen.
  7. Masern
    Da sind die Komplikationen für mich zu schwerwiegend und häufig, als dass ich es drauf ankommen lassen würde.
  8. Mumps
    Außer dass ich einem Kind diese Erkrankung nicht unbedingt zumuten möchte, sehe ich bei einem Mädchen keinen Grund für die Impfung. Einen Jungen würde ich sicher impfen, denn ich möchte nicht schuld an einer späteren Unfruchtbarkeit sein.
  9. Röteln
    Röteln ist für mich eine solidarische Impfung für Schwangere. Wobei ich über das Argument von Heidi noch mehr nachdenken muss. Allerdings weiß ich nicht, wie ich das Problem der nicht ausreichenden Titer trotz korrekter und selbstverantwortlicher Imfpung der gebärfähigen Frau da unterbekommen soll.
  10. Windpocken
    Finde ich ein schwieriges Thema.Ich bin mir recht sicher, dass ich ein gesundes Kind nicht impfen lassen würde, weil ich denke, dass man mit guter Beobachtung auch frühzeitig eine Superinfektion und Komplikation erkennen kann, zumindest traue ich uns persönlich zu. Aber Heidis Argument mit einer solidarischen Impfung für Immungeschwächte finde ich auch ein wichtiges Argument, über das ich mal nachdenken muss. Linn ist geimpft, weil ich es ihr nicht zumuten möchte, diesen Juckreiz auszuhalten. Sie hat so wenig Zielmotorik, dass sie nicht kratzen kann, sie ist so geistig behindert, dass sie es auch nicht versteht. Wir müssten sie über die ganze Zeit des Juckreizes mit Medikamenten sedieren, weil sie dann einfach nur massive Unruhe hätte, die sie sehr quält. Das ist ja beim Zahnen bei ihr schon so.
  11. Pneumokokken
    Das haben wir geimpft, weil Linn ja von der Lunge her gefährdet ist und sie auch so schon genug Lungenentzündungen hatte. Dann muss da nicht noch eine solche drauf, außerdem besteht hier wieder die Gefahr der Meningitis mit Folgeschäden oder Tod.
  12. Meningokokken
    Das lassen wir nicht impfen, weil wir nicht im Risikogebiet liegen und Linn auch kein gefährdete Person ist (bei Milzentfernung oder Immunschwäche)
  13. FSME
    Da liegen wir zwar am Rand des Gebietes, aber wir sind eigentlich selten so unterwegs, dass wir Zecken bekommen könnten. Wir selbst haben seit bestimm 10 Jahren keine mehr. Und mit Linn im Rehabuggy wird die Gefahr auch nicht größer.

So, nun habe ich alle, glaube ich.

Fürs nächste Kind: 5fach-Impfung, allerdings wohl eher erst mit 6 Monaten, nicht mit 4 schon. MMR beim Jungen, ohne Mumps beim Mädchen. Aber alles Theorie, das 2. Kind gibt es noch nicht Wink

LG
Nellie

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Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus
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kachiya
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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

oops,

bei mir hat sich eine doppelte Verneinung eingeschlichen Embarassed , so soll der Satz lauten:

Ich denke, der Hauptgrund für die frühen Impfungen ist, dass man von vielen Eltern nicht erwartet, dass sie ihre 12-jährigen Kinder zum Hepatitis, Röteln oder Mumps-Impfen bringen.

LG,

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