Vielleicht hattet ihr dieses Thama schon, bisher konnte ich es aber icht eindeutig finden.
Mich würde interessieren, wie man eigentlich definiert, ob ein Kind (oder auch ein erwachsener, ist in dem Fall wurscht denk ich) eine geistige Behinderung oder eine Lernbehinderung hat oder "nur" entwicklungsverzögert ist. Mein Freund ist Erzieher und sagt das hängt u.a. mit dem IQ und mit der Stärke des entwicklungsmäßig "zurück-seins" zusammen, dh. wenn wein Kind nur ein paar Monate in der Entwicklung verzögert ist, ist es eben entwicklungsverzögert und wenn es mehrere Jahre sind, als fiktives Beispiel bei nem 7-jährigen 3 Jahre sind, die das Kind entwickungsverzögert ist,ist wes geistig behindert. Kann man das so sagen?? Irgendwie kommt mir das so schwammig vor, schließlich gibt es ja verschiedene Bereiche, in denen ein Kind unterschiedlich weit ist. Ich kenne z.b. Leute die nicht lesen und schreiben können und die viellecht bestimmte abstrakte Sachverhalte nicht verstehen, die aber z.b. ein annähernd "normales Sprachverständnis- und Vermögen haben) kann Und IQ- und Intelligenztests steh ich persönlich eh kritisch gegenüber (bei mir selber war da wohl früher von ziemlich niedriger bis angeblich etwas überdurchsschnittleicher Intelligenz schon was drin-was meiner Meinung nach beides nicht stimmt)
Ich hoffe mein Posting war nicht zu schwammig und ihr versteht in etwa was ich wissen möchte. Mich interessiert es deshalb, weil ich erstens ehrenamtlich u.a. mit geistigbehinderten (und was es da eben noch für Varianten gibt) arbeite und ich einfach wissen möchte, wie ich die Leute am besten einschätze und zweitens da mein Freund als Integrationshelfer im Kiga arbeitet und mich dadurch das Thema einfach interessiert.
ich kann Dir auf deine fragen leider keine Antwort geben, möchte hier aber mitteilen, dass deine Fragen mich auch interessieren und vielleicht kann ja jemand dazu etwas schreiben , mir wäre auch sehr an den Antworten gelegen..also liebe Leute im Forum, wer weiß was?
Schönen Tag noch zusammen Eue Petra _________________ Mama Petra ;Simeon (*06/03) u.a. angeborener Hirnschaden;musk. Hypotonie,Entwicklungsverzögerung,Wahrnehmungsstörungen;kaum Sprache aber von uns allen geliebt
sein Bruder Samuel (*05/99;gesund) und Papa Unsere Vorstellung? -> hier klicken
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Hallo,
damit ich die wichtigen Beiträge hierzu nicht verpasse, auch von mir eine Aussage, dass ich an Infos hierzu sehr interessiert wäre.
Interessante Frage.
LG Inci _________________ (Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein )
in den ersten Lebensjahren kann man eigentlich nur bei relativ schwer behinderten Kindern sagen, dass sie geistig behindert sind. Unser Sohn ist z. B. jetzt etwas über drei Jahre alt, kann weder laufen noch sprechen, nicht alleine essen und muss gewickelt werden. Sein Situationsverständnis ist recht gut, ein Sprachverständnis hat er nicht.
Er besucht in einem Heilpäd. Kiga die Gruppe der schwer mehrfachbehinderten Kinder und bildet dort die "goldene Mitte". In diesem Fall nur von einer Entwicklungsverzögerung zu sprechen, wäre wohl ziemlich lächerlich.
Anders sieht es bei Kindern aus, die altersgerecht laufen und einigermaßen sprechen gelernt haben, scheinbar altersgerecht spielen können, "normale" Kommunikationsfähigkeiten haben usw. Solche Kinder gibt es beispielsweise auch in Jan-Pauls Kindergarten und da stelle ich mir dann auch oft die Frage, in welchem Maße diese Kinder entwicklungsverzögert sind.
Ich denke mal, dass man gerade in der Kindergartenzeit oft noch nicht so genau sagen kann, wohin die Reise geht. Manche Kinder lernen schneller, andere langsamer. Bei vielen Kindern stellt sich dann erst mit der Einschulung heraus, dass sie die Regelschule wohl nicht schaffen werden. Ob sich aus einer Entwicklungsverzögerung im Kindergartenalter in späteren Jahren eine Lernbehinderung oder eine leichte geistige Behinderung entwickelt, zeigt sich oft erst, wenn die Kinder im Grundschulalter oder noch älter sind.
Lieben Gruß,
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Sorry, der vorstehende Beitrag ist natürlich Blödsinn, ich wollte einen Teil davon zitieren, hat irgendwie nicht geklappt. Viellecht kann das einer der Moderatoren bei Gelegenheit löschen?
"Manche Kinder lernen langsamer, andere schneller"- eben, ich habe zwar ehrlich gesagt relativ wenig Kontakkte zu Kindern, mein kleiner Bruder (8) ist m.E. nach definitiv entwicklungsverzögert, er hat erst mit 1,5 J. laufen gelernt, was vielleicht auch damit zusammenhängt das er sich mit 9 Monaten das Bein gebrochen hat, ist mit der Sprache ziemlich zurück, versteht aber alles (wenn er will, hihi) und hat wohl ziemlich Probleme mit der Motorik. Gerade aus diesen Gründen und weil ich ihn nur unregelmäßig sehe, unterschätze ich ihn oft in seinen kognitiven Fähigkeiten, glaube ich zumindest. Am Anfang war auch nicht klar wie er sich mal entwickeln wird, weil seine Defizite schon recht früh aufgefallen sind. Aber ich kenne auch Leute die als Kind noch später laufen und sprechen gelernt haben und inzwischen soweit, man das als Laie beurteilen kann völlig "gesund" sind. Mein freund ist wie gesagt Erzieher, und da er völliger Berufsanfänger ist, orientiert er sich gern an solchen Tabellen und Richtlinien, wo dann ganz bestimmte Kriterien für eben geistige oder Lernbehinderung oder Entwicklungsverzögerung sprechen (ich meine zb. in einem seiner Schulbücher mal gelesen zu haben das man mit einem IQ unter 60 mein ich, als geistig behindert gelte) was für mich irgendwie was von "Schublade" hat. Denn natürlich muss man wissen was das Kind oder der Erwachsene kann oder nicht kann um ihn entsprechend zu fördern, aber ist es in dem Fall so wichtig zu wissen ob z.b. ein Kind nun geistig behindert ist oder eben nur lernbehindert oder ob es meinetwegen 8 Monate oder 2 Jahre in der Entwicklung zurück ist? Schließlich sind doch auch nichtbehinderte Kinder unterschiedlich un´d a kann man das doch gar nicht so genau definieren, oder?
Mit Blödsinn meinte ich natürlich nicht Sabine, sondern meinen Beitrag wo nur etwas zitiert war, entweder hats schon jemand gelöscht oder es wurde doch nicht abgeschickt.
Schönen Gruß
Thomas _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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es kommt darauf an, wie alt das Kind ist. Meine Nichte hat z. B. erst relativ spät angefangen zu sprechen - dafür dann aber sehr deutlich und sie verfügt jetzt mit 4,5 Jahren über einen Wortschatz, dass man nur staunen kann.
Ich selbst habe mit 15 Monaten laufen gelernt, bin dann noch ein paar Monate mehr oder weniger rumgestolpert bis ich es dann endlich "richtig" konnte. Eine Sportskanone bin ich nicht geworden, bin überhaupt nicht gelenkig und habe als Kind meine Altersgenossen, die Rad schlagen konnten oder sonst irgendwelche "Verrenkungen" hinbekamen glühend beneidet. Ich dagegen bekam noch nicht mal einen vernünftigen Handstand hin.
Was ich damit sagen will: Bei einem normal entwickelten Kind spielt es keine Rolle, ob es nun mit 12, 13 oder 15 Monaten laufen lernt. Manchmal lässt sich aus einem frühen Laufalter höchstens ableiten, ob das Kind mal ein Sportass wird oder nicht. Ich kenne auch jemanden, der erst mit zwei Jahren laufen gelernt hat und heute als Erwachsener ein anerkannter Ingenieur ist.
Es ist auch völlig o.k., wenn ein Kind erst mit 18 Monaten sein erstes Wort spricht. Wichtig ist, dass es sich insgesamt eher unauffällig entwickelt und nicht augenscheinlich seinen Altersgenossen in vielen Bereichen hinterher hinkt.
Bei vielen entwicklungsverzögerten Kindern oder gar Kindern, die mehrfach behindert sind, kommt dagegen vieles zusammen: Manche können mit über zwei Jahren noch nicht laufen, sprechen mit vier oder fünf Jahren nur Zwei-Wort-Sätze, spielen nicht altersgerecht usw.
Bei einem mehrfach behinderten Kind wie unserem Jan-Paul kann man schon jetzt mit drei Jahren eindeutig sagen, dass es eine tiefgreifende Entwicklungsstörung hat. Bei einem "nur" entwicklungsverzögerten Kind sieht das schon anders aus - besonders, wenn es im Kindergartenalter motorisch ähnlich entwickelt scheint wie seine Altersgenossen.
Mir scheint es aber schon wichtig zu sein, recht früh festzustellen, wie schwerwiegend eine Entwicklungsverzögerung vor Eintritt in den Kindergarten ist. Ist ein Kind deutlich entwicklungsverzögert, wäre es vermutlich in einem Heilpäd. Kindergarten oder I-Kindergarten besser aufgehoben als in einem Regelkindergarten, wo es nicht entsprechend gefördert werden kann.
Zudem haben entwicklungsauffällige Kinder unter drei Jahren Anspruch auf Frühförderung. Insofern sollten Eltern schon genau hinschauen, was mit ihrem Kind los ist, damit es von Anfang an optimal gefördert werden kann. Wohin im Laufe der Jahre die Entwicklungsreise dann hingeht, kann allerdings niemand voraussehen.
Lieben Gruß,
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Also mein Bruder ist wie gesagt jetzt acht geworden und spricht immer noch nicht ganz deutlich, aber in der letzten Zeit, er besucht jetzt die 2. Klasse einer Sprachheilschule, hat sich viel verbessert. Aber er ist schon ganz früh in vielen Bereichen "hinterhergehinkt", hat wohl feinmotorisch noch große Defizite und wohl auch mit dem lernen einige Probleme. Man vermutet wohl eine MCD, also einen minimalen Sauerstoffmangel bei/nach der Geburt, er hatte die Nabelschnur wohl um den Hals gewickelt und zudem eine schwere Gelbsucht sowie diesen Beinbruch mit 9 Mon. oder so. Meine Mutter mag das wohl immer noch nicht so recht wahrhaben, aber das ist sicher unheimlich schwer, gerade wenn nicht wie bei mir, die Behinderung bei der Geburt schon offensichtlich war und zudem wenn man schon ein Behindertes Kind hat (ich habe Spina Bifida). Er ist aber meiner Einschätzung nach definitiv nicht geistig behindert, er kann soweit allem folgen was man von ihm will und hat auch recht gut lesen und schreiben gelernt, mit Mathe hat er wohl Probleme aber das liegt wohl mütterlicherseits in der Familie, ich hab null Verständnis für Zahlen.
Das Integrativkind im Kiga ist wenn ich richtig weiß 4 und mein Freundschätzt es entwicklungsmäßig auf etwa 2 Jahre. Mich hat es nur irritiert, das er sich so daimt beschäftigt hat ob es nun geistig behindert der nur entwicklungsverzögert ist. Aus den Erfahrungen die ich mit geistigbehinderten Erwachsenen habe, hätte ich als Indiz für eine geistige Behinderung vor allem mangelndes Situatonsveständnis und fehlender Sinn für Gefahren und abstrakte Vorgänge genannt. Komisch das mir noch niemand ausser Dir Anhaltspunkte geben konnte, die Grenzen scheinen hier sehr fleißend zu sein.
eine schwere Gelbsucht kann durchaus Folgen für die Entwicklung (oft Hirnschädigung) haben. Neugeborene entwickeln ja in den ersten Lebenstagen oft eine Gelbsucht und wenn die Werte zu sehr steigen, müssen sie unter ein UV-Licht. Jan-Paul hatte in den ersten Lebenstagen auch eine leichte Gelbsucht und es wurde seitens der Ärzte sehr darauf geachtet, dass die Werte nicht ein bestimmtes Maß überstiegen.
Ich habe kürzlich im KH mal die Oberärztin gefragt, ob eine um den Hals gewickelte Nabelschnur für Sauerstoffmangel verantwortlich gemacht werden kann. Sie hat das verneint und meinte, dass dies allein nicht der Grund für einen Sauerstoffmangel sein kann - zumal dann nicht, wenn die Herztöne unter der Geburt immer o.k. sind. Es haben wohl sehr viele Babys bei der Geburt die Nabelschnur um den Hals ohne dass sich daraus Probleme ableiten lassen können.
Geistige Behinderungen können sehr unterschiedliche Ausprägungen haben. Ich bin früher mit vielen geistig behinderten Erwachsenen im Bus gefahren. Sie fuhren zur Werkstatt und ich zur Schule. Sie hatten körperlich kaum Einschränkungen, konnten wie andere auch, ohne Probleme alleine mit dem Bus fahren, wussten, wann sie auszusteigen hatten usw. Viele von ihnen wurden von den Schulkindern geärgert, wussten sich aber gegenüber den Gören immer gut zur Wehr zu setzen und ärgerten zurück. Außerdem wurden sie von den größeren Schülern oft in Schutz genommen, die die Kleinen dann zur Räson gerufen haben. Diese Ärgereien waren aber meist auch nicht böse gemeint, oft haben sich auch alle miteinander unterhalten, zusammen gelacht und die lange Busfahrt war dann auch immer sehr lustig.
Da man ja jeden Morgen zusammen im Bus fuhr, kannte man sich bald mit Namen, setzte sich zusammen usw. Hier habe ich eigentlich erstmalig so etwas wie Integration erfahren.
Ob so etwas heute noch möglich wäre, weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, dass heutzutage ältere Kinder und Jugendliche immer mehr Wert darauf legen, chic auszusehen und sich cool zu geben und jeden, der diese Coolness nicht hat, ausgrenzen. Das war "zu meiner Zeit" (80er Jahre) nicht so. Die Jugendlichen haben sich mehr eingesetzt (Friedensbewegung, Engagement für andere usw.), was ich in dem Maße heute nicht mehr beobachten kann.
Der Integrationsgedanke müsste halt schon bei Kindergarten- und Grundschulkindern geweckt werden. Jüngere Kinder gehen ja meist noch recht vorurteilsfrei mit behinderten (vor allem geistig behinderten) Menschen um. Allerdings tut sich "die Gesellschaft" ja nach wie vor schwer, geistig behinderte Kinder in Regelkindergärten und Regelschulen zu integrieren. Das kann man ja auch hier in den Beiträgen immer wieder lesen.
Jetzt bin ich aber wahrscheinlich auch stark vom Thema abgewichen...
Lieben Gruß,
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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