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Hanna mit Sohn (V. a. hohe Intelligenz/Schlafstörungen)
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LeoHanna
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 13:18    Titel: Hanna mit Sohn (V. a. hohe Intelligenz/Schlafstörungen) Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich bin ganz neu hier und möchte mich bzw. meinen Sohn vorstellen.
Er ist jetzt 2,2 Jahre alt und war von Beginn an nicht einfach. Schon im Krankenhaus hat er nur geschrien und wollte und konnte nur bei mir/auf meinem Körper schlafen. So verlief es die ersten 4. Lebensmonate - diese hat er fast nur in der Trage an meinem Bauch verbracht. Sobald man ihn ablegen wollte, hat er nur geschrien.
Motorisch hat er sich normal entwickelt, konnte zb. mit 12 Monaten direkt sehr gut laufen.
Heute ist es so, dass er mit dem Schlafen immer noch massive Probleme hat. Er muss in den Schlaf begleitet werden, das dauert mindestens 30Min und kann sich bis 1,5h ziehen. Dabei braucht er Hautkontakt. Wenn er mal schläft, wird er (nur abends!) mehrmals wach und schreit dann wie am Spieß. Er beruhigt sich erst, wenn er bei uns bzw. bei mir im Bett schlafen da. Dort schläft er dann die Nacht durch.
Des Weiteren ist er auffällig in seinem Verhalten. Jetzt, mit 2,2 Jahren kennt er über 20 Automarken und erkennt diese auch auf der Straße. Er interessiert sich außerdem sehr für Straßenschilder und erkennt da auch schon einige.
Sprachlich ist er sehr weit, mittlerweile spricht er teils schon in 7-Wort-Sätzen. Auch Fragen wie: "Mama, was machst du eigentlich", gehören dazu.
Buchstaben findet er bisher nicht sehr interessant, obwohl er unwahrscheinlich gerne vorgelesen bekommt bzw. sich gut und gerne sehr sehr lange die großen WiesoWeshalbWarum Bücher selber anschaut. Er kann natürlich manche Texte von Liedern oder Büchern auswendig.
Zahlen interessieren ihn lieber, wobei im Moment auffält, dass er sehr oft die Zahlenfolge "4,6,8,9" vor sich herredet - das nervt manchmal und Außenstehende finden es befremdlich.
Im Sozialverhalten ist er normal, natürlich etwas zurückhaltend und vorsichtig. Wenn es zu viele Leute sind, fühlt er sich sehr unwohl. Beim Turnen zb. brauchte er sehr lange, um mitzumachen. Die ersten 5 Male war er fast nur auf meinem Arm. Als er sich dann traute, waren die Sportgeräte eher nebensächlich - er interessiert sich vielmehr dann dafür, wo die Musik herkommt, warum da Kreise im Boden sind usw... Eben sehr aufgeweckt und an technischen Dingen sehr interessiert.
Wenn ich mich mit Freunden treffe, deren Kinder im gleichen Alter sind, hat er nicht sehr viel Interesse an ihnen - natürlich spielt er auch mit denen, aber lieber macht er "sein eigenes Ding" und viele Kinder machen ihm das dann nach, was meinen Sohn dann wiederrum nervt. Daher spielt er lieber mit älteren Kindern.
Des Weiteren ist er sehr sensibel, bekommt einfach jede Stimmungsschwankung mit. Kritik verträgt er absolut nicht.
Alles muss seinen geregelten Ablauf haben. Er macht viele Dinge immer gleich - schon fast autistisch. Da muss die Schaufel vom Bagger im Laster sein. Die Kiste, in welcher das Playmobil war, wird auseinander gebaut und vor ein bestimmtes Fenster gelegt. Wenn man draußen ist, werden immer die gleichen Strecken abgelaufen....usw.
Sein Gedächtnis ist enorm, er vergisst nichts und kann sich an Dinge erinnern, die Monate lang her sind.
Wir wurden schon oft darauf angesprochen, dass er schon sehr weit für sein Alter sei.
Für uns ist der Alltag mit ihm sehr fordernd. Er mag nicht gerne lange alleine spielen und hat es gerne, wenn man sich zu ihm setzt. Er braucht ständig neuen Input. Schnell langweilt er sich und wird dann zappelig. Wir haben das Gefühl, ihm nicht gerecht werden zu können.

Bald soll er im SPZ vorgestellt werden.

Wer hat ein ähnlich tickendes Kind? Oder kann mir was zu seinem Verhalten sagen...

Ganz liebe Grüße!
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Lumoressie
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Könnte auch Asperger sein statt Hochbegabung.

Meine Tochter ist hochbegabt. Im Alter deines Sohnes hat sie sich im sozialen Bereich ganz normalverhalten. War nicht ängstlich, nicht klammerig.
Konnte einfach sehr früh lesen und rechnen und war leicht gelangweilt. Mit zwei hat sie einige Wörter gelesen, konnte eine Schleife binden, rechts und links unterscheiden, Schach spielen und eine Frage beantworten wie: “Wenn wir sechs Leute sind und jeder will drei Brötchen, wieviele brauchen wir dann?“

Geregelter Tagesablauf war ihr eher ein Graus und Ordnung auch.

_________________
Ich, 39
mit 5 Pflegekindern,
17 Förderschule PTBS
16 ganz gesund
8 FAS, Epilepsie, blind, PEG-frei Dank Notube seit
Pfingsten 2014!!! sakrale MMC
8 hörbehindert, Gesichtsfehlbildung
3 FAS, sehbehindert
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silvs
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und Willkommen !

Drin Sohn erinnert mich zum Teil stark an meine Mädels.
Im Krankenhaus war es bei uns auch so, dass sie (Zwillinge) nur bei uns auf dem Bauch oder im Arm wirklich zufrieden waren.
E. hat sich das Laufen erst getraut als sie es konnte mit 14 Monaten. Aufgestanden und los. Kein Üben oder ähnliches.
Mot 3 das ABC kurz darauf Buchstaben schreiben und sogar den Namen, ...
Das Schlafen gleich sich auch sehr. Immer mit Begleitung und bis heute bei mir im Bett.
Ich bin ihr Anker.
Auch den Nachtschreck den du beschreibst kenne ich leider zu gut. Er verfolgt uns bis heute.

E. Ist eine Asperger Autist in. Überdurchschnittlich schlau.
Ihre Schwester befindet sich am Anfang der Diagnostik. Sie ist ähnlich und doch ganz anders. Wink

Vom SPZ wurde uns damals abgeraten. Autismus ist nicht ihre Stärke.
Vielleicht schaust du hier mal nach einer Adresse für euch. Natürlich kann man keine Ferndiagnose stellen, aber ich erkenne so einiges wieder.

Meine 2 müssen in die Wanne sonst hätte ich noch mehr schreiben können. Aber es gibt ja noch die PN ( wenn du magst).

LG

_________________
silvs
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E. ('11) ASSund ein schlaues Bienchen
S. ('11) Diagnostik folgt
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Jula
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Von wem aus soll er dem SPZ vorgestellt werden? Ist er in einem Kindergarten?
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Erica
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hanna,

Herzlich willkommen im Forum!
Ich erkenne in Deiner Beschreibung sehr viel von unserer Tochter wieder.
Sie ist mittlerweile 16 Jahre, die hohe Intelligenz, die mit 2 Jahren schon vermutet wurde hat sich bestätigt.
Der Rest erklärte sich mit Wahrnehmungsstörungen und der Schwierigkeit, dass sie zwar unheimlich viel aufsog, aber dann mit den vielen Eindrücken und Infos etwas überfordert war.

Das legt sich aber mit der Zeit und bei den Wahrnehmungsstörungen hat uns eine Ergotherapie geholfen.
Wir haben auch viel für sie strukturieren müssen, sie brauchte die Sicherheit durch möglichst viel Struktur und gleiche Abläufe.

Rückblickend war die Zeit bis ca. 4/5 Jahre die anstrengendste, weil es schwer ist, gleichgesinnte Kinder zu finden, die altersgemäss irgendwie passen.
Für Zweijährige ist es schwer, passende Angebote zu finden, da muss man noch viel selbst initiieren.
Lena hat sich damals für Opern begeistert, das passte mit keinem anderen Kind. Und auch den Frust galt es auszuhalten, denn sie verstand nicht, warum ihr Hobby niemanden sonst interessierte.

Mit Autismus oder Asperger hat es bei uns aber nichts zu tun gehabt, deshalb finde ich, dass man damit bei einem Zweijährigen vorsichtig sein sollte.

LG
Erica

_________________
Mama von Lena (15 Jahre), Frühchen, occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, nächtl. Bradykardien, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, Gesichtsfelddefekte, etc
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LeoHanna
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Jula hat folgendes geschrieben:
Von wem aus soll er dem SPZ vorgestellt werden? Ist er in einem Kindergarten?


Von uns aus, da wir insbesondere mit dem Schlafen Hilfe brauchen. Er soll zunächst einer Schreiambulanz vorgestellt werden.
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LeoHanna
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Aber das mit den Automarken - es sind mittlerweile Ca 30 - und mit den Straßenschildern -das ist doch extrem für sein Alter?
Er kann auch links und rechts unterscheiden.
Und er kann Frau/Mann/Junge und Mädchen unterscheiden.
Usw....
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Jula
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

LeoHanna hat folgendes geschrieben:
Aber das mit den Automarken - es sind mittlerweile Ca 30 - und mit den Straßenschildern -das ist doch extrem für sein Alter?
Er kann auch links und rechts unterscheiden.
Und er kann Frau/Mann/Junge und Mädchen unterscheiden.
Usw....


Mein Großer (9) hat sich mit 2 Jahren für sämtliche Symbole interessiert. Er konnte auch so ziemlich alle Automarken benennen. Auch blieb er vor Schildern stehen und starrte sie lange an. Das Umfeld und wir empfanden ihn schon immer als sehr anstrengend, was er auch heute noch ist.
Richtig auffällig wurde er im KiGa. Er konnte mit 3 Jahren schon bis 100 rechnen, schaffte es aber nicht in einem Stuhlkreis zu sitzen oder mit anderen Kindern zu spielen. Als es besonders krass mit ihm wurde und wir ihn aus dem KiGa tun sollten, wandten wir uns an eine KJP. Geholfen hat dies uns keinen Deut.
Nach einem Gruppenwechsel ging es etwas besser und er war zumindest nicht mehr aggressiv.
Als es in der Grundschule wieder los ging, wandten wir uns auf Empfehlung eines Psychologen an eine Autismusambulanz. Heraus kam Asperger Autismus gepaart mit einem sehr hohen IQ.
Mittlerweile haben wir einen SBA und eine Pflegestufe.

Ich kann dir nur zu Gelassenheit raten. 2 Jahre sind noch sehr jung und gerade Asperger Autismus wird oft erst im Grundschulalter erkannt. Ein Intelligenztest ist meines Wissens in dem Alter auch nicht durchführbar, da auch hier noch zu große Entwicklungsschwankungen da sind. Dennoch finde ich es gut, dass ihr euch an die Schreiambulanz wendet. Anstrengende Kinder können stark an den Nerven zerren
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LeoHanna
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich danke euch für eure bisherigen Kommentare! Die helfen und beruhigen uns wirklich sehr!!! DANKE!!! Very Happy
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Jula
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BeitragVerfasst am: 25.01.2017, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

LeoHanna hat folgendes geschrieben:
Ich danke euch für eure bisherigen Kommentare! Die helfen und beruhigen uns wirklich sehr!!! DANKE!!! Very Happy


Sehr gerne!
Lass dich nur nicht von deinem Umfeld verrückt machen. Viele haben keine Ahnung, was es heißt, ein sehr anstrengendes Kind zu haben, ob nun mit oder ohne Besonderheit. Das ist unsere leidvolle Erfahrung
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