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Vom Arbeitgeber gekündigt
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AniH
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 12:50    Titel: Vom Arbeitgeber gekündigt Antworten mit Zitat

Hallo,
ich brauche dringend Eure Hilfe.
Mir wurde in einem persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber mitgeteilt, dass ich zum nächstmöglichen Termin gekündigt werde. Ich habe den Arbeitgeber in einer Angelegenheit die Unwahrheit gesagt, dies aber am nächsten Tag gleich berichtigt. Laut seiner Meinung ist das Vertrauensverhältnis zerstört. Ein Aufhebungsvertrag wäre auch noch eine Alternative oder ich kündige selbst. Er lässt mir alles offen.
Meine Frage ist nun: Wie gehe ich weiter vor?
Wann melde ich mich beim Arbeitsamt? Sperrfristen?
Eigentlich war im Frühjahr eine Reha mit unserem Sohn geplant, kann ich da jetzt überhaupt hin, wenn ich vielleicht erstmal arbeitslos gemeldet bin?
Der Rehaantrag ist auf dem Weg zur Rentenversicherung, also noch nicht genehmigt.
Wie ist das, wenn ich eine Sperrfrist bekomme mit den Krankenkassenbeiträgen?
Was ist mit unseren geplanten Urlauben dieses Jahr? Ist zwar nicht das allerwichtigste, aber solche Dinge sind jetzt auch in meinem derzeit sehr leeren Kopf!!!
Traurige Grüße,
AniH

_________________
Carlos 10/2009. op. Omphalocele, korr. Fallot Tetralogie (dabei fast gestorben),Dreiecksschädel, Kau- und Essstörung, seit 2012 glückliches Kita-Kind (wo er übrigens auch isst...toll!!!), Hüftdysplasie links, Spitzfuss links, Spastik links, fokale Epilepsie rechts. Trotz der vielen Krankheiten ein süsser und frecher Sonnenschein hoch fünf.
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oy1970
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AniH,

bevor ich mir all die Gedanken, die du dir jetzt machst, machen würde, würde ich mich doch erst mal darüber kundig machen, ob die Kündigung so überhaupt haltbar ist. In der Regel gibt es bei Fehlverhalten des Arbeitsnehmers erst einmal eine Abmahnung. Gibt es bei euch einen Betriebsrat? Oder lass dich von einem Anwalt beraten.

Lass dich bitte nicht vorschnell darauf ein selbst zu kündigen oder auf den Aufhebungsvertrag.

Ich geh jetzt mal fast davon aus, dass dein Arbeitgeber weiß, dass er sich nicht richtig verhält und er hofft, dass eine Kündigung deinerseits kommt.

LG

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Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
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AniH
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Deine Rückmeldung.
Meine Falschaussage habe ich gegenüber mehreren Kollegen aus Verzweiflung getroffen und laut Betriebsrat stehen meine Chancen schlecht. Ich soll laut Betriebsrat einen ordentlichen Aufhebungsvertrag aushandeln und ein ordentliches und gutes Arbeitszeugnis. Arbeite schon seit 9 Jahren dort, mit nie einem Fehler und seit 3 Jahren musste ich wegen unserem pflegebedürftigen Sohn meine Arbeitsstunden auf 40 Stunden heruntersetzen.
Ich gehe also davon aus (auch laut BR), dass man mir ja nichts nachweisen kann, aber die Falschaussage steht (zwar revidiert, aber halt getroffen).
Und wie geht es jetzt weiter? Auch in Bezug auf die Reha etc.)?
LG

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Carlos 10/2009. op. Omphalocele, korr. Fallot Tetralogie (dabei fast gestorben),Dreiecksschädel, Kau- und Essstörung, seit 2012 glückliches Kita-Kind (wo er übrigens auch isst...toll!!!), Hüftdysplasie links, Spitzfuss links, Spastik links, fokale Epilepsie rechts. Trotz der vielen Krankheiten ein süsser und frecher Sonnenschein hoch fünf.
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EmmaLuisa11
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ani,

ich sehe das genauso wie oy1970, bevor er dich kündigt, muss er erstmal eine Abmahnung geben. Eigentlich sollte das auch euer Betriebsrat wissen.

Lass dich auf keinen Fall auf einen Aufhebungsvertrag ein, bzw. kündige selbst!!!

LG

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TimsMama2009
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ani,
einem Aufhebungsvertrag würde ich nicht zustimmen - dann wirst Du bei der ARGE gesperrt - dann sollen sie Dir die Kündigung aussprechen.

Aber ich würde Dir auch raten einen Anwalt zu kontaktieren - gerade auch, ob die Falschaussage so schwerwiegend zu werten ist. Betrifft sie den beruflichen oder den persönlichen/privaten Bereich?

Zur Reha kann ich leider nichts sagen...

Viele Grüße
Nicole

_________________
Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), Lissenzephalie, Balkenagenesie, Erweiterung der Seitenventrikel, seit Febr. 2010 West-Syndrom (nicht anfallsfrei mit auffälligem EEG) und seit Nov. 2013 PEG - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär
unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....pic.php?p=1229866#1229866
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wie schätzt Du denn die Situation ein? Denkst Du, die Gemüter könnten sich in ein paar Tagen wieder etwas beruhigt haben, so dass dann nochmal ein Gespräch möglich ist? Ich kann verstehen, dass Du hier keine Details postest (solltest Du auch nicht tun), aber "Falschaussage" ist ja ein recht weites Feld, deshalb ist es etwas schwierig einzuschätzen aus der Ferne. Ist denn dem AG dadurch ein großer finanzieller Schaden entstanden? Irgendwie klingt es für mich so, als sei Dein "Vergehen" nicht so schwerwiegend, dass es eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde. Und scheinbar ist sich ja Dein AG nicht mal sicher, ob er Dich überhaupt kündigen kann.

Wenn Du selbst trotz dieses Vorfalls im Unternehmen bleiben möchtest, wäre es vielleicht ganz gut, Dir bis Montag Bedenkzeit auszubitten und dann nochmal das Gespräch zu suchen und Dich nochmal für die Falschaussage zu entschuldigen und vielleicht auch nochmal in ein, zwei Sätzen zu schildern, dass Du ja nun fast ein Jahrzehnt loyal und mit guten Ergebnissen für den AG gearbeitet hast und dass Du in der Situation x eben verzweifelt warst und ein bisschen in Panik geraten bist.

Selber kündigen würde ich wenn es irgendwie geht vermeiden und einen Aufhebungsvertrag nur nach Beratung mit einem Anwalt machen. Denn bei beiden Varianten bekommst Du ja erstmal kein ALG I. Beim Aufhebungsvertrag könntest Du ja ggf. eine Abfindung aushandeln, die dann die Zeit, bis Du ALG bekommst, überbrückt. Wobei ein AG, der darauf spekuliert, dass Du selbst kündigst, für mich nicht unbedingt danach klingt, als würde er freiwillig eine angemessene Abfindung "rausrücken".

_________________
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)
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Valentin2014
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo anih,
Die Falschaussage berechtigt keine Kündigung. Ich denke das da mehr dahintersteht.
(behindertes Kind).

AUF JEDENFALL nichts einwilligen. Wenn du einen Anwalt hast, kontaktieren.
Wenn es gar nicht geht, Krankmeldung!

LG Valentin s Eltern
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kati543
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wenn ihr einen Betriebsrat habt, arbeitest du auch in keinem kleinem Unternehmen.
Ich weiß nicht welche Falschaussage du getroffen hast, aber es müsste eine wirklich gravierende Falschaussage sein, wenn man dich deswegen direkt kündigen könnte und eigentlich würde das dann auch nicht mehr "nur" eine Falschaussage sein. Eine Kündigung wäre dann auch fristlos gewesen.
Offenbar hast du aber noch nicht einmal eine Abmahnung erhalten. Die Falschaussage kann also so gravierend nicht gewesen sein (zumal du dich entschuldigt hast). Eine Abmahnung würde sich also nicht halten können, wenn du widersprichst und eine Kündigung schon mal gar nicht - und scheinbar weiß der Chef das auch. Also versucht er es mit Einschüchterung.
Ich würde also etwas Geld nehmen und zu einem guten Rechtsanwalt gehen mit Spezialisierung Arbeitsrecht. Diesem würde ich die gesamte Story erzählen. Und eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass du durch deine 9-jährige Betriebszugehörigkeit ziemlich unkündbar bist. Ein schlechtes Zeugnis darf der Chef dir eh nicht ausstellen. Lass es einfach darauf ankommen und falls er es doch versucht komm mit einer Kündigungsschutzklage.
ABER: Da in Zukunft deine dortige Arbeit eher nicht so rosig sein wird, würde ich mich schon ab heute nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen. Du hast Kollegen in dieses Thema involviert. Es könnte Mobbing und Bossing folgen.
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühkindlicher Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühkindlicher Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Stuffi81
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BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Auch von mir: In keinem Fall selbst oder einen aufhebungsvertrag unterschreiben. Das hat beides Auswirkung auf dein Arbeitslosengeld, nämlich eine sperre. (glaube 3 Monate)

Wenn er dich kündigt, und ich glaube auch, dass es nicht für eine Kündigung reicht, kannst du vor das Arbeitsgericht gehen und eine Abfindung rausschlagen.

So wie sich das für mich anhört, ist der BRD auf der Seite von deinem Chef.

Geh zu einem Anwalt und lass dich beraten.

Bis dahin nichts unterschreiben oder dich schriftlich zu deiner "Lüge" äußern.

_________________
Vater(32): ADS/ ADHS, Legasthenie
Mutter(35): ADS/ ADHS, Dyskalkulie
Tochter (12): ADS/ ADHS, Dyskalkulie
Sohn(10): ADS
Sohn(3): ADHS, verdacht auf Autismus...
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joris
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Beiträge: 441

BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ani,

ich kann dir nur raten, ganz dringend einen guten (!!) Fachanwalt für Arbeitsrecht zu kontaktieren. Ein Arbeitgeber, der "alle Möglichkeiten offen lässt", aber wegen EINER korrigierten (!!) Lüge auf "zerrüttetem Vertrauensverhältnis" besteht, kommt mir sehr merkwürdig vor...

Alles Gute,
Joris
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