Verfasst am: 15.05.2006, 22:12 Titel: Anfälle - wie sehen sie bei euren Kindern aus?
Hi möchte gerne mal wissen, wie die Anfälle eurer Kinder aussehen? Meiner Tochter hat auf deutsch gesagt die Sprache verschlagen. Man sieht ihr die Anfälle kaum an. Sie macht alles mit ( essen, sport, laufen etc) aber sie reagiert nicht; lebt in ihrer eigenen Welt.
Kennt jemand das Verhalten auch so?
Ich würde mich über jede Anfallsform freuen, damit ich mich mal auseinandersetzen kann; schon wegen der Nächte...
Liebe Grüsse Ramona
Meine Tochter Amy hat zwar keine Epiepsie, aber sie hatte einen fraglichen Fieberkrampf. Sie liess kurz nach dem Frühstück alles fallen und wurde Bewusstlos für ca 7-8 Minuten. Gleichzeitig hörte sie auf zu atmen und musste mit Sauerstoff bebeutelt werden, bis der Notarzt eintraf. Als dieser die Lage abgecheckt und ich ihm alles erläutert hatte, kam Amy langsam wieder zu sich, war aber sehr müde und erschöpft. Am Nachmittag hatte sie dann im KH noch mal so eine Situation, wo eine Schwester dann ein leichtes Armzucken gesehen haben will (Ich war leider nicht da! ). Ich weiss zwar nicht, ob es dir wirklich weiterhilft, aber ich wünsche dir trotzdem weiterhin viel Kraft.
LG KIKI _________________ Xaver (10/1999) Entwicklungs- und Sprachverzögert, ADHS, Amy (01/2004) Apert-Syndrom, Apnoe-Bradycardie-Syndrom(ABS), VP Shunt, Epilepsie, Mary (09/2005) und Nathanael 02/08 Frühchen
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einmal gibt es die Anfälle, wo sie Arme und Beine von sich streckt (steif) und einen Schrei ausstößt und dann plötzlich einen Atemaussetzer von unterschiedlicher Länge gibt.
dann gibt es aber auch die Anfälle, da erstarrt sie nur , so als ob sie irgendwoanders wäre
dann gibt es auch noch kleiner Anfälle, die zeigen sich so, als ob jemand von uns entsetzlich erschrecken würde - hinterher weint sie meistens sehr sehr laut und bitterlich.
Auch ich weiß nicht, ob ich Dir helfen konnte und wünsche Dir alles Gute weiterhin
LG
Anja _________________ leara 7/04 schwerste Asphyxie vor Geburt - aufgrund Ärztefehler (Kaiserschnitt zu spät gemacht), Microcephalus, spastische Tetraparese, starke Entwicklungsverzögerung, Blind, schwerhörig, nicht einstellbare Epilepsie
Wenn Kinder kaum oder überhaupt nicht reagieren, einfache Handlungen einen automatischen Ablauf annehmen, dann muss eventuell auch ausgeschlossen werden, dass es sich um eine sogenannten "Petit mal Status" (Status oder anhaltende Serie kleiner Anfälle) handelt.
Viele Grüße
Eckhard _________________ Vater von Phillipp 11/96 frühkindliche Grand mal Epilepsie, psychomotorische Retardierung, Ataxie und Florian 03/98 der an trüben Tagen für Sonnenschein sorgt www.phillipp.besondere-kinder.de
bei Kimberly treten ja so gut wie nur Grand mals auf, und immer nur mit Statusneigung.
Tonische Phase ist meist recht kurz. Klonisch krampft sie meist generalisiert, also mit Amen und Beinen gleichzeitig, rytmisch im 1-Sekunden-Takt....so lang bis der Anfall im KKH mit Rivotril gestoppt wird.....Dazepam schlägt nimmer an.
Krampft sie nicht generalisiert, sondern nur mit einer Körperseite, oder nur Arme oder Beine, ist es meist so das innerhalb der nächsten Stunden ein weiterer Grand mal folgt wo sie dann mit den Körperteilen krampft die vorher nicht betroffen waren. Die anderen Krperteile sind währenddessen wie gelähmt.
Ansonsten hat sie zwischendurch immer mal kleinere oder auch mal grössere Myoklonien, oder auch mal kurze Absencen. _________________ Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05), Dravet-Syndrom ( und Mercy - ihr Anfallsmeldehund )
wir hatten auch schon ganz verschiedene Formen. Damals eigentlich immer generaliesiete Gran Mals.
Mittlerweile sehen sie etwas anders aus. Der blick wird starr, er sackt bewußtlos zusammen, Atmung setzt aus, kein deutliches Zucken mehr, nach einer Weile geht das (meist ohne Notfallmedis) in einen festen Schlaf über.
LG Ela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
Hallo @ All, ich danke euch für eure Informationen; ihr helft mir auf jedenfall, da ich mehr über Anfälle erfahren möchte, wie sie aussehen, und wie lange etc. Ich frage mich auch, ob man als Mutter alle Anfälle mitbekommt, oder ob man evtl. Absancen auch mal übersehen kann?
@Eckhard, seit 5 Wochen gebe ich Shari keine Medikamente mehr, habe aber Keppra vorrätig, damit sollte ich sie wenn ich so weit bin einstellen. Ich habe nur Angst, weil der SPZ Arzt gesagt hat, dass sich die Anfälle auch daran gewöhnen können an Anfällen und dann selbst welche produzieren. Nun hat Shari ja so einen Abstand von 2 bis 1,5 Wochen pro Anfall und ich weiss nicht weiter.
Vielleicht hast du ja einen Tipp
Liebe Grüsse Ramona
Hallo Ramona,
ich hätte auch an das gedacht, was Eckhard geschrieben hat. Petit-mal-Status äußert sich durch Verhaltensänderung (Langsamkeit, Apathie) bei gering ausgeprägten motorischen Symptomen. Er ist am besten mit einem EEG zu diagnostizieren.
War es bei Shari immer so in dieser Form? Wie lange geht es schon so?
Da gäbe es noch eine Form an die ich dachte, aber ich denke, dass Shari dafür noch zu jung ist. Das sind pyknoleptische Absensen. Die treten vor allem im SCHULALTER, bei MÄDCHEN und typischerweise gehäuft auf: kurze Bewusstseinspausen (5-30s) mit Augenbewegungen, Retropulsion des Kopfes, evtl. Automatismen, Nestelbewegungen. Im EEG ist ein bestimmtes Muster erkennbar.
Hallo,
Marcels Anfälle sehen im Moment so aus das er die Augen verdreht und das besonders seine rechte Hand sich öffnet. Wir waren ja gut eingestellt bis das mit dem Beinbruch passierte. Ich hoffe das das bald wieder vorbei geht.
Liebe Grüße Nicole
Hallo ElenaKikra, beim EEG ist nie etwas zusehen, es ist alles ohne Befund. Wir haben auch keine richtige Diagnose, was ihre Epilepsie betrifft.
Diese Form von ihren Anfällen hat sie jetzt seit ca ein halbes Jahr. Ich bemerke aber keinen Rückschritt, nach den Anfällen, im Gegenteil, sie plaudert nach dem sie sich davon erholt hat immer munter mit neueren Wörtern.
Es ist alles so merkwürdig bei ihr.
Liebe Grüsse Ramona
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