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Werkstatt - ja oder nein?
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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 18.11.2016, 14:35    Titel: Werkstatt - ja oder nein? Antworten mit Zitat

Hallo,
Ich habe die Frage zwar schon so ähnlich formuliert, aber vielleicht in der falschen Rubrik.
Jedenfalls hat unser 20 jähriger Pflegesohn jetzt seine Ausbildung über Persönliches Budget in einem Hotel von und für Behinderte fast beendet. Es war von Anfang an nur für diese Zeit befristet und sie wollten ihm bei der Jobsuche helfen. Leider wurde die Stelle, wo er im Praktikum war und er sich beworben hatte in letzter Minute abgesagt. Jetzt wollte die Chefin vom Hotel sich für ihn einsetzen das er die Zeit bis es dort möglich ist überbrückt. Bis jetzt leider ohne Erfolg. Wenn so Integration aussieht bin ich jedenfalls enttäuscht. Was würdet ihr Tun? Ich habe ihr noch eine Frist bis zum 23.11. gesetzt. Dann kommt eine Frau die uns als Gastfamilie für Behinderte betreut. Vorsichtshalber habe ich schon beim KSV einen Antrag auf Werkstattkosten gestellt. Ist das so einfach noch möglich oder wie lange sollen wir noch warten? Er hängt ab 1. 12. sonst finanziell und was Viel schlechter ist arbeitsmaessig in der Luft.
LG Rita.
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Irene H.
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BeitragVerfasst am: 18.11.2016, 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rita,
die Werkstatt ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Wenn ich es richtig verstanden habe, war Dein Pflegesohn vor den Praktika auf einer GB-Schule? Ich kenne jetzt nicht die näheren Umstände Eurer Situation, nehme aber nicht an, dass er vom Arbeitsamt die Empfehlung für den ersten Arbeitsmarkt bekommen hat?
Manche Werkstätten bieten auch sogenannte ausgelagerte Arbeitsplätze an.
Er ist dann Mitarbeiter der Werkstatt, arbeitet aber z.B. in einem Hotel.

VG von Irene

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Irene H.mit 3 erwachsenen Kindern besonders Dorothea(18) mit frühkindlichem Autismus
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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 18.11.2016, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Irene,
ja unser Pflegesohn war vorher auf einer GB Schule, war aber immer schon ein Grenzfall. Sie haben es zwar in der 2.Klasse nochmal probeweise in der L Schule versucht, leider ohne Erfolg. Uns wurde auch gesagt das sein Weg dadurch sicher ist, also Werkstatt. Jetzt will uns die Frau vom Hotel , wo er gelernt hat, sagen er ist nicht behindert. Dieses Hotel hat zwar noch die Werkstattempfehlung, soll aber zum Ziel haben die Behinderten in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. Wäre ja auch schön wenn es klappt, aber ist im Moment leider meist nicht möglich, auch durch den Mindestlohn für Behinderte. Nun haben wir auch keine Beziehungen und noch einen 8 Jahre alten schwer Behinderten, d.h. nicht viel Zeit. Wir wollen aber auch nicht das er gerade fertig mit der Ausbildung, nur zu Hause sitzt. An so einen Aussen Arbeitsmarkthaben wir auch schon gedacht, wäre aber nicht Sinn der Ausbildung.
LG Rita.
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monika61
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BeitragVerfasst am: 18.11.2016, 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rita,

behinderten Menschen die auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz untergebracht sind gehören doch schon zu den wirklich "Fitten".

..."Um die behinderten WfbM-Mitarbeiter an den allgemeinen Arbeitsmarkt heranzuführen, bieten die Werkstätten zunehmend Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der Werkstatt an. Die Werkstätten versuchen den behinderten Menschen, die gute Voraussetzungen für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorweisen, ausgelagerte Arbeitsplätze bzw. Außenarbeitsplätze, Praktika oder eine Stelle in einer Integrationsfirma zu vermitteln."...
Komplette Info:
http://www.rehadat-bildung.de/de/be.....ege_auf_den_Arbeitsmarkt/

..."Zugang zur Werkstatt
Nach § 136 SGB IX werden in der Werkstatt “alle behinderten Menschen, von denen erwartet werden kann, dass sie zumindest nach Teilnahme an Maßnahmen im Berufsbildungsbereich ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen werden” aufgenommen.".....

..."Anrecht auf einen Werkstattplatz haben Erwachsene, denen wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung keine betriebliche Berufsausbildung und keine übliche Erwerbsarbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt angeboten wird, allerdings nur so lang sie die Mindestvoraussetzungen für die Aufnahme in der WfbM erfüllen können. "....
Komplette Info:
http://www.intakt.info/adressen-und.....fuer-behinderte-menschen/


Ich verstehe jetzt nicht ganz was Du damit meinst:
..."An so einen Aussen Arbeitsmarkt haben wir auch schon gedacht, wäre aber nicht Sinn der Ausbildung. "....

Ein Platz im Arbeitsbereich der Wfbm ist doch noch weniger "im Sinne der Ausbildung"...oder Question Exclamation

LG
Monika
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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 18.11.2016, 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,
Ja, er gehört schon zu den fitten, ist auch laut SBA auf 50 % runter gestuft. Ich habe damit gemeint das ihn die Chefin vom Hotel im 1. Arbeitsmarkt integrieren will, ist aber nicht so einfach. Er hat auch in seiner Ausbildung richtig kleine Prüfungen mit der IHK absolviert, trotzdem bekommt er nur ein Zertifikat was auch nicht alle anerkennen.
LG Rita
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Irene H.
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BeitragVerfasst am: 18.11.2016, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Rita Schmidt hat folgendes geschrieben:
Hallo Irene,
ja unser Pflegesohn war vorher auf einer GB Schule, war aber immer schon ein Grenzfall. Sie haben es zwar in der 2.Klasse nochmal probeweise in der L Schule versucht, leider ohne Erfolg. Uns wurde auch gesagt das sein Weg dadurch sicher ist, also Werkstatt. Jetzt will uns die Frau vom Hotel , wo er gelernt hat, sagen er ist nicht behindert. Dieses Hotel hat zwar noch die Werkstattempfehlung, soll aber zum Ziel haben die Behinderten in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. Wäre ja auch schön wenn es klappt, aber ist im Moment leider meist nicht möglich,
LG Rita.


Hallo Rita,
wie gesagt, ich kann mir kein Urteil erlauben, wie fit Dein Pflegesohn ist.
Du kannst am besten einschätzen, ob er es momentan schon auf dem ersten Arbeitsmarkt schafft oder ob Ihr die "Sicherheit "der Werkstatt zunächst vorzieht. Er ist immerhin erst 20.
Nachteilig bei der Werkstatt ist zwar, dass er auf jeden Fall von Grundsicherung abhängig sein wird. Der Vorteil ist aber, er hat einen sicheren Arbeitsplatz und kann später immernoch auf den 1. Arbeitsmarkt.
Den umgekehrten Weg stelle ich mir schwieriger vor.

VG von Irene

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Irene H.mit 3 erwachsenen Kindern besonders Dorothea(18) mit frühkindlichem Autismus
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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 18.11.2016, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Irene,
Danke für deine Antwort. Ihm wurde natürlich jetzt auch schon gesagt das er für die Werkstatt zu gut wäre und so will er natürlich nicht in die Werkstatt. Ist das aber trotz dieser Ausbildung noch möglich?
Wir sind wie oben erwähnt trotz Grundsicherung auch lieber auf der sicheren Seite. Das Arbeitsamt hat jetzt schon diese Ausbildung über das PB bezahlt und will natürlich jetzt keine Werkstatt bezahlen. Er hofft noch auf eine rettende Idee seiner Chefin. Wie gesagt am 29.11. ist sein letzter Arbeitstag.
LG Rita.
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 19.11.2016, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rita,

wofür steht denn KSV? Was für eine Ausbildung hat Dein Pflegesohn absolivert?
Ich würde mich noch einmal mit der Reha-Abteilung der Arbeitsagentur für Arbeit in Verbindung setzen. Und habt ihr auch den Integrationsfachdienst an eurer Seite? Vielleicht kann der IFD vermitteln. Vieleicht gibt es ja noch irgendwo eine unterstützte Beschäftigung in einem Hotel für Deinen Pflegesohn.

_________________
Viele Grüße,
Mellie
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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 19.11.2016, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mellie,
KSV steht für Kommunaler Sozialverband und von da bekam unser Pflegesohn, jetzt Gastkind, seine Grundsicherung. Die haben uns als Träger den VIP Verein vorgeschlagen und an den habe ich mich jetzt als Hilfe gewandt. Angeblich arbeitet die Chefin von seinem Hotel schon mit der Reha Abteilung unddem Integrationspolitik zusammen. Sie hält sich aber immer sehr zurück und wir erfahren es erst in letzter Minute. Dadurch sind wir natürlich etwas unruhig. Eine Idee hatte sie wohl noch, ihn eventuell im Wohnheim für Behinderte arbeiten zu lassen. Da hat er aber heute ganz entschieden gesagt das er dort nie wohnen will. Ich habe gesagt das er ja nur dort arbeiten soll. Früher war er da in der Ferienbetreuung. Es bleibt jedenfalls spannend. Danke für deine Ratschläge.
LG Rita.
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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 19.11.2016, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mellie,
KSV steht für Kommunaler Sozialverband und von da bekam unser Pflegesohn, jetzt Gastkind, seine Grundsicherung. Die haben uns als Träger den VIP Verein vorgeschlagen und an den habe ich mich jetzt als Hilfe gewandt. Angeblich arbeitet die Chefin von seinem Hotel schon mit der Reha Abteilung unddem Integrationspolitik zusammen. Sie hält sich aber immer sehr zurück und wir erfahren es erst in letzter Minute. Dadurch sind wir natürlich etwas unruhig. Eine Idee hatte sie wohl noch, ihn eventuell im Wohnheim für Behinderte arbeiten zu lassen. Da hat er aber heute ganz entschieden gesagt das er dort nie wohnen will. Ich habe gesagt das er ja nur dort arbeiten soll. Früher war er da in der Ferienbetreuung. Es bleibt jedenfalls spannend. Danke für deine Ratschläge.
LG Rita.
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