Verfasst am: 10.05.2006, 09:20 Titel: An die Fachleute: stationäre Hüftbehandlung bei 2Jährigem
Hallo in die Runde!
Bei meinem Sohn wurde mit 11 Wochen links eine Hüftluxation festgestellt. Er trug daraufhin 4 Monate eine Pavlik-Bandage und 2 Monate eine Spreizhose. Danach schien alles gut. Bei der Abschlussuntersuchung riet der Orthopäde, im Zuge der U7 noch mal eine Kontrolle machen zu lassen. Das haben wir getan, mit dem Ergebnis, dass auf beiden Seiten die Hüftknochen nicht richtig in der Pfanne saßen und die Pfannen zudem zu steil nach oben gewachsen sind.
Die Ärzte im Orthopädiezentrum der Uni-Klinik Frankfurt/Main raten jetzt zu folgender Therapie: Arthographie, um zu sehen, warum die Knochen so sitzen wie sie sitzen (man vermutet Weichgewebe zwischen Knochen und Pfanne). Dann soll das Gewebe entfernt werden, mein Sohn soll ca. 2 Wochen im Gips liegen, um danach eine Schiene zu bekommen, die er dann ca. 6 Monate tragen soll. Die Ärztin sagte mir, dass er mit dieser Schiene auch laufen könnte.
Hat jemand Erfahrung mit diesem KH und mit dieser Therapie? Wie heißt die Schiene? Kann sich das Kind damit wirklich laufend fortbewegen?
Fragen über Fragen... und Antworten wären Klasse!
Dank + Gruß - m.
Habe leider ( für uns zum Glück )weder Erfahrung mit der Klinik, noch mit der OP oder den Schienen.
Kann dir nur eine gute Klinik als Zweitmeinung vorschlagen: Die Orthopädische Klinik im St. Joseph Hospital in Wiesbaden - Dr. Martini. Schau mal unter www.joho.de , wir sind dort super zufrieden.
Das ist natürlich erst einmal ein Schlag ins Gesicht (bildhaft!)....
Aber es muss auf jeden Fall abgeklärt werden, ob etws zwischen den Knochen liegt....
Du solltest aber Dir Gedanken machen, ob es einer Zweitmeinung bedarf....bei solchen Eingriffen ist das oftmals gut und bringt etwas Ruhe ins Geschehen....
Die weitere Frage ist, wie hypoton Euer Kleiner ist...denn in dem Falle einer Hypotonie empfehle ich Euch auf jeden Fall "begleitend" Physiotherapie um die Koordination und die Stabilität rund um die Hüfte zu verbessern!
>>>Und du fühlst, dass du lebst
Weil du tanzt und fliegst, du schwebst
Weil du lachst, weil du weinst und liebst
Du bist ein Wunder
Du bist ein Wunder<<<
Andreas Bourani "Wunder"
Hallo Maike,
ich bin kein Fachmann aber meine Tochter hatte mit 2 Jahren(heute 17) solch eine Schiene bekommen nach einer Hüft-OP. Am Anfang war sie noch ganz breit gestellt und nach und nach wurde sie immer enger gemacht. Den genauen Namen weiß ich nicht mehr. Melanie bekam am Anfang so eine Art Dreirad aber ohne Pedalen und konnte damit prima fahren. Sie hat damit dann Laufen gelernt. Was schwierig war, für diese Schiene die passenden Hosen zu finden. Aber da hat unsere Oma dann eine ganz weite genäht, die an den Seiten nen Reißverschluss hatte. Bei Interesse kann ich mal ein Bild raussuchen wie sie damit gestanden hat.
Hallo!
Vielen Dank für die Antworten. Also, unter Hypotonie leidet mein Sohn nicht. Direkt nach Abnahme der Spreizhose hat er 30h KG bekommen, danach konnte er dann endlich krabbeln (mit einem Jahr) und mit 20 Monaten hat er begonnen, richtig zu laufen. Er geht jetzt ein bißchen wie ein aufrechter Braunbär. Die Ärztin meinte, wenn wir ihn nicht behandeln ließen, würde das auch so bleiben.
Habe hoffentlich übernächste Woche einen Termin in einer anderen orthopädischen Einrichtung hier in FFM, um eine zweite Meinung einzuholen.
Sollte sonst noch jemand Tipps bzgl. Therapie/Nachsorge für solche kleinen Patienten haben: immer her damit!
Das schaut leider so aus, als wäre die Hüftdysplasie im Säuglingsalter ncht richtig behandelt wurden.
Eine als gesund geschallte Hüfte verschlechtert sich danach nur, wenn ein neurologischer Schaden beim Kind (z.B. Spastik) vorliegt...GUte "Hüft"ärzte gibts hier: www.kinderklinik-aschau.de
Hallo Physioanne,
bin etwas verzweifelt. Habe eine 10-jährige Tochter die als Baby aufgrund einer leichten Hüftdysplasie eine Behandlung mittels Pawlik-Bandage über 7 Wochen bekommen hat. Danach bd. Hüften o.B.. Eine mit 4 Jahren abschließend durchgeführte radiologische Kontrolle war ebenfalls o.B.. Jetzt Vorstellung bei neuem Orthoäden wegen jährliche Kontrolle von Sichelfüßen. Nach Erhebung einer genauen Anamnese auf Wunsch des Orthopäden nochmals radiologische Hüftkontrolle. Ergebnis: Bds. Hüftdysplasie, Überweisung mit der Fragestellung Umstellungsosteotomie in die Uniklinik Dortmund.
Habe gerade einen von dir verfassten Text gelesen, in dem du sagst, dass Hüften sich nur verschlechtern können wenn ein neurologischer Schaden vorliegt. Dem ist nicht so, Kind ansonsten kerngesund. Muss ich davon ausgehen, dass Hüften, die angeblich ausgereift waren, nicht wieder dysplastisch werden können und somit eine Fehldiagnose vorliegt? Habe mir sicherheitshalber schon die alten Röntgenbilder besorgt !
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank Marion
Hallo Marion...
ghabe gerade gelesen, dass Du nach einem geeigneten KKh suchst. Also wir waren früher d.h. 1983 - 1990 in dem Friedrichsheim in Frankfurt. Dann ist diese Oberärztin nach FFm - Höchst. Wir sind dann auch nach Ffm.Höchst. Diese Oberärztin, ihr Name ist Frau Oberärztin Dr. Maronna hat vor einigen Jahren eine Hüftplastik entwickelt, welche aus Titan ist und länger oder für immer drin bleiben kann. Diese Frau ist echt eine Kapazität auf dem Gebiet der Hüften. Sie sagt zwar "knallhart" was sie meint, aber das finde ich besser als nur so drumrum zu reden.
Es grüsst Euch ganz Lieb SigridB.
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