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Hilfe! Brauche Tipps für Frühförderung zu Hause!

 
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Gast






BeitragVerfasst am: 14.12.2004, 22:41    Titel: Hilfe! Brauche Tipps für Frühförderung zu Hause! Antworten mit Zitat

Hallo an Alle!!!

Wir brauchen unbedingt Hilfe.
Unsere Tochter liegt noch in der Klinik und soll ab Montag in die Frührehabilitation. Wir waren heute zur Besichtigung dort.
Eine superschöne Einrichtung, aabbeerr:
auf die Frage wie lange so eine Reha dauert sagte man uns bis zu einem Jahr. Wir sind bald in Ohnmacht gefallen. Unsere Tochter war ein Frühchen der 27 SSW mit 970 gramm und durch die starke Beatmung erlitt sie Hirnblutungen IV Grades einseitig.
Wir sind seit dem 09.08.2004 jeden Tag in die Klinik gefahren um unsere Tochter kennen zu lernen und lieben zu lernen.
Und nun sollen wir noch ein Jahr ohne sie verbringen???
Dazu kommt, dass ich als Mutti ab dem 31.12. wieder arbeiten muss und das in Schichten. Also würde ich meine Tochter nur 1 mal die Woche sehen. Der Papi würde dann das Erziehen übernehmen.
Aber gibt es keine andere Möglichkeit zum Beispiel Frühförderung zu Hause???
Wenn ja, bei wem muss man dieses beantragen???
Oder in einer Tagesklinik ???
Ich habe keine Ahnung und habe schon den ganzen Abend geweint und bin völlig fertig.
Natürlich wissen wir eine Förderung muss sein, aber geht das denn nicht auch anders ohne das unsere ganze Familie dadurch zerstört wird, denn das würde dadurch passieren.
Dazu kommt, dass ich in einem Heim für geistig behinderte Menschen arbeite und gelernte Heilerziehungspflegerin bin und dort auch im Förderbereich arbeite, also bin ich auch nicht ganz ohne Vorbildung.
Bitte helft uns schnell!!!

Schon mal Danke dafür!!!!

Liebe Grüsse Marko , Corinna und Sonnenschein Marie
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Helmut
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BeitragVerfasst am: 14.12.2004, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marko,

meine Tochter ist zwar kein Frühchen, dennoch verbrachte sie die ersten 3 Jahre im KH. Heute ist sie 20 J. alt, aber die Reha, die im alter von 6 Wochen begann läuft immer noch.... .

So gesehen habt ihr beste Aussichten, das eure Tochter ihre Reha nach einem Jahr abgeschlossen hat, und solltet euch und ihr die Zeit lassen, um fit für die Zeit danach zu werden. Sicher gibt es Förderangebote für Zuhause. Zuhause hat man bei Notfällen, die bei solchen Kindern schnell eintreten können, aber längst nicht so gute Möglichkeiten wie in entsprechend ausgestatteten Einrichtungen. Stell dir vor du mußt arbeiten und kannst dich mich darauf verlassen, das Notwendige Hilfe nicht schnell genug bei deiner Tochter sein könnte. Ich würde mir und ihr die Zeit lassen... es muß ja kein Jahr dauern.

Smile Helmut

_________________
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.
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shone
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BeitragVerfasst am: 15.12.2004, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich kann Dir zwar leider nicht weiterhelfen, wünsche Dir aber dass Ihr eine Lösung findet, die für alle Beteiligten am besten ist.
Ich kann mir vorstellen dass die Vorstellung Dein Kind ein Jahr nur einmal die Woche zu sehen schrecklich ist.
Alles Gute !
LG Inci

_________________
(Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein )
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tanja
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Beiträge: 36
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BeitragVerfasst am: 06.01.2005, 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Corinna,

vor 2 1/2 Jahren standen wir vor einer ähnlichen Frage. Unsere Zwillinge wurden in der 27. SSW geboren und unser Großer hat Hirnblutungen III.rechts/III-IV. links erlitten. Außerdem noch Beatmungsprobleme und was man sich sonst als Frühchen noch alles einhandeln kann. Man fragte uns damals, ob wir die Verlegung in die Reha bzw. eine heimatnahe Klinik wünschen oder aber ob wir selbst die Förderung und Verantwortung übernehmen wollen. Für uns stand damals fest, dass wir unseren Sohn nach Hause holen wollen. Obwohl keiner daran geglaubt hat, dass wir das schaffen. Die Prognosen für seine Entwicklung waren keinesfalls gut.

Mit Frühförderung, Krankengymnastik, Manueller Therapie, Schwimmtherapie erzielen wir immer wieder kleine Fortschritte. Ich weiß natürlich nicht, wie Ole sich entwickelt hätte, wenn wir den anderen Weg gegangen wären. Aber ich denke gerade durch die Menschen, die sich unentwegt um ihn kümmern, wir als Mama und Papa, sein Bruder und die restliche Familie und den direkten Kontakt zu uns, den er in einer Klinik folglich nicht gehabt hätte, hat er sich erst so entwickeln können.

Ich muss jedoch eines zu bedenken geben: ohne meine Eltern und Schwiegereltern sowie unsere Geschwister hätten wir es so nicht geschafft.

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und hoffe, dass ihr bald eine für Euch richtige Entscheidung treffen könnt.

Gruß Tanja
(mit Ole und Felix)
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Anja-Petra
Gast





BeitragVerfasst am: 06.01.2005, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Corinna,

ich kann mich nur anschließen, denn wir haben uns vor 11 Jahren auch für die Frühförderung zu Hause entschieden. Am Anfang kam eine KG 3 mal die Woche zu uns nach Hause. Als unsere Kim-Selin älter war fuhr ich 2 mal die Woche ins HPZ wo die Frühförderung statt fand. Die restliche Zeit habe ich die KG selbständig zu Hause gemacht. Zuerst Vojtah und später Bobath. Dann mit der Zeit kamen Ergo- und Logopädie dazu. Wir haben auch alles versucht was wir nur konnten. Zu unserer Kim-Selin ist zu sagen sie war ein ehemaliges Frühchen kam in der 26 + 6 SSW hatte Hirnblutung IV Grades und sonst auch rießige Probleme. Aber wir haben heute noch Kontakt zu ehemaligen Krankenschwestern von damals und die sind immer ganz erstaunt wenn sie Kim-Selin wieder sehen. Denn ihre Prognose war sehr schlecht. Heute ist Kim-Selin 11 Jahre geht in die Körperbehinderten Schule in Pforzheim. Sie kann ein paar Schritte selbstständig machen und macht stetig kleine Fortschritte. Für uns war es damals die richtige Entscheidung uns für zu Hause entschieden zu haben was wir jeden Tag an unserem kleinen Sonnenschein erfahren dürfen.

Liebe Grüße

Anja-Petra
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.01.2005, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

LIEBE TANJA UND ANJA-PETRA!!!

VIELEN DANK FÜR EURE ANTWORTEN:
DERZEITIG IST MARIE ZU HAUSE UND WIR HABEN SIE NICHT IN DER KLINIK GELASSEN : UNSER KINDERARZT HAT EINEN NEUEN ANTRAG BEI DER KRANKENKASSE FÜR EINE TEILSTATIONÄRE REHA GESTELLT DA KÖNNEN WIR DANN NÄMLICH TÄGLICH FAHREN :
SOLLTE DIES NICHT GENEHMIGT WERDEN IST FÜR UNS KLAR DAS WIR DIE FRÜHFÖRDERUNG NATÜRLICH ZU HAUSE MACHEN :
WIR JEDENFALLS LASSEN SIE NICHT MEHR IN DER KLINIK :
DANKE FÜR EUREN BEISTAND UND EUER BEISPIEL ZEIGT MIR DASS WIR DIE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG FÜR UNSEREN SONNENSCHEIN GETROFFEN HABEN:

VIEL GLÜCK IM NEUEN JAHR WÜNSCHEN WIR EUCH

LIEBE GRÜSSE CORINNA; MARKO MIT MARIE
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