Verfasst am: 30.04.2006, 09:38 Titel: Mache mir mal wieder Sorgen wegen meiner Kleinen!
Hallo an Alle,
hatte mich lange nicht gemeldet da mein Computer gestreikt hatte. Festplatte kaputt....
Wir gehen einmal wöchentlich zur KG und zu Hause mache ich zweimal täglich Krankengymnastik. Katharina ist jetzt ein Jahr alt und kann nur bedingt sitzen (kommt nicht von alleine in den Sitz) und robben kann sie auch noch nicht geschweige denn krabbeln noch laufen. Täglich mache ich mich verrückt weil es nicht sichtlich vorwärts geht. Man sieht schon Fortschritte auf der einen Art und Weise aber halt nicht deutlich. Die KG kann sich nicht erklären warum es nicht weiter geht. Katharina macht eigentlich die Übungen (nach Vojta) sehr gut und es ist keine Einschränkung erkennbar. Sie ist vielleicht etwas hypoton aber ansonsten ist die KG zufrieden. Jetzt mache ich mir Gedanken und hoffe täglich das sie irgendeinen Fortschritt macht. Kommt das noch? Wird sie es schaffen? Warum geht es nicht vorwärts? Tausend fragen die mir keiner beantworten kann.
schön, dass du wieder online bist.
Ich kann deine Sorgen und Ängste gut nachempfinden. Tatsächlich kann niemand (kein Arzt und kein Therapeut) vorhersagen, was unsere Kinder einmal können werden und was nicht. Es gibt hier Kinder, die denkbar schlechte Prognosen hatten und sich noch super entwickelt haben. Umgekehrt kann es auch sein, dass sich günstige Entwicklungsprognosen nicht bewahrheiten. Uns wurde zum Beispiel gesagt, dass Jan-Paul ganz sicher laufen lernen würde, aber das wird jetzt wohl doch nicht passieren.
Eigentlich kannst du nur abwarten und so weitermachen wie bisher. Du förderst Katharina ja schon nach Kräften und tust alles für ihre Entwicklung - mehr kannst du jetzt erst mal nicht tun.
Manche Kinder brauchen eben sehr, sehr viel Zeit, um das Drehen, Sitzen und Krabbeln zu erlernen; so manches Kind lernt es nie, trotz intensiver Förderung.
Lass deiner Kleinen die Zeit, die sie braucht und versuche, auch mal wieder etwas für dich zu tun. Vielleicht kannst du ja wieder stundenweise in deinen Job einsteigen, um außerhalb deines Kind etwas Neues zu erleben und daraus Kraft zu tanken. Das halte ich in eurer Situation für sehr wichtig.
Mir ist es damals ähnlich gegangen wie dir und ich habe aus meiner Arbeit sehr viel Kraft tanken können.
Lieben Gruß
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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ich versuche wirklich alles um Katharina zu helfen. Manchmal denke ich dass ich zu viel machen und dann vor lauter Verzweiflung das ich zu wenig für sie mache. Sie hat sich auch sehr gemacht in den letzten Monaten. Meines Erachtens hat sie mit der Entwicklung erst mit 6 Monaten begonnen. Zuvor lag sie nur da und interessierte sich für nichts. Nicht einmal mich hat sie angesehen. Der Kinderarzt war auch bei der U6 positiv überrascht. Sie hatte anfangs auch eine Spastik in den Armen und Händen die sich bis jetzt gut gelöst hat. Auch die Strecktendenzen haben stark nachgelassen. Mit dem tröste ich mich an solchen Tagen. Aber du oder ihr kennt das ja alles schon.
Ich verstehe dioch nur zu gut.. mir geht es heute noch so das ich schwanke zwischen..mache ich zuviel oder zuwenig.
Dann dieser ständige Frust das es nicht oder nur seeehr langsma vorwärts geht.
Hier mal unsere Entwicklungsdaten der Grobmotorik 8 und da ist er noch am weitesten).
12 Monate sitzen mit Unterstützung
14 Monate sicher sitzen
18 sebständiges hinsetzen
20 Monate robben
22 Monate krabbeln
25 Monaten Felxi kann seit ein paar TAgen mit vornübergebeugtem Oberkörper stehen ( übernimmt GEwicht).
von frei Stehen udn gehen sidn wir Kilometer weit entfehrnt..du siehst bei usn geht es auch im Schneckentempo vorwärts.
Ach ja dfür kann Felix mittlerweile : rückwärts Bobbycar fahren, rutschen und Schaukelpferd schauken.
Aber im Feinmotorischen BEreich und in der KOmmunikation kommt fast gar nix da hat er den stand eiens 5 Monate alten Babys.
Euch wird einfach nix naderes übrigbleiben als ihm sien Tempo zu lassen. _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
danke für deine Nachricht. Ich weiß jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Ich weiß auch das Katharina gerne möchte aber nicht kann das merkt man an der Unzufriedenheit.... Ich werde nächstes Jahr auch wieder arbeiten gehen egal was passiert. Ich brauche mehr Abwechslung. Momentan wird mir das ganze zu viel. Die ganze Arbeit, die Sorgen, die Mühe. Aber wenn ich Katharina ansehe und sie mich anlacht dann ist die Welt meist wieder für einen Moment in Ordnung.
wie Sabine schon sagte, sichere Prognosen über die Entwicklung bzw auch das Entwicklungstempo unserer Kinder kann uns niemmand geben.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jedes Kind sein eigenes Tempo hat, dieses variiert auch. Zudem passiert eben viel auf verschiedenen Ebenen, die nicht unbedingst sichtbar sind. Eine kognitive Entwicklung verlangsamt häufig die motorische Entwicklung und lässt sie auch manchmal stagnieren.
Unsere Hannah (connataler HC) war Ende Februar zwei, bis dato geht sie an einer Hand, kurze Strecken allein (aber eher sehr unsicher), krabbelt, kann gut sitzen etc.. Aber dieser Zustand ist schon lange so, sie stagniert etwas. Aber sprachlich und kognitiv explodiert sie geradezu. Beides geht halt nicht. Zu anderen macht sie nur Sachen, bei denen sie absolut sicher ist.
Aber es gibt viele Entwicklungen, die unerkannt stattfinden, nur um plötzlich sichtbar zu werden.
Im übrigen hatte unsere Hannah eine mehr als schlechte Prognose (Lähmungen und geistige Behinderung waren eher noch die harmlosen).
Akzeptier einfach die Entwicklung deines Kindes und vertrau ihm. Du tust alles dir mögliche!!!!
geht Katharina denn schon in den Kniestütz (oder Kniestand, ich kenne die genaue Bezeichnung für diese Position nicht wirklich)? Finley ist nie gerobbt, kam dann aber mit 10 Monaten in den Kniestütz und ist dann mit 12 Monaten gekrabbelt, hinsetzen konnte er sich selber mit 13 Monaten. Aber wenn Katharina will und noch nicht kann ist das eigentlich ein gutes Zeichen. Finley ist leider überhaupt nicht ergeizig und zufrieden mit dem, was er kann.
Arbeiten ist eine gute Idee, da kommt man auf andere Gedanken und kann sich mal mit Themen beschäftigen, die nichts mit Kindern zu tun haben. Hast du denn Möglichkeiten für eine gute Betreuung?
LG, _________________ Katja mit Sohn (*01/04, zart, klein und nicht so stark wie andere Kinder)
grundsätzlich kannst du nicht mehr tun als abwarten. paul ist nun 19 monate und kann nix außer sich drehen
ich laß, das deine kleine eine innenohrschwerhörigkeit hat,könnte es vielleicht sein,das sie ein gleichgewichtsproblem hat? und deswegen noch nicht sitzt und krabelt?
Justin hat erst mit 2Jahren robben gelernt.Aber als wir unseren Hund bekamen ging alles sehr schnell.Innerhalb von einem halben bis dreiviertel Jahr fing er an zu krabbeln,sitzen,stehen und laufen die Ärzte staunten nicht schlecht.Er ist sehr auf Tiere fixiert und hat große Freude daran.Heißt jetzt nicht das ihr euch einen Hund kaufen sollt .
Mach dich nicht verrückt.Ich war anfangs genauso wie du.Man vergleicht andere Kinder und ist dann todunglücklich wenn man sieht was das eigene kann.Heute denke ich, das ich es sowieso nicht ändern kann oder beeinflussen.Ich lasse jetzt alles auf mich zukommen eine andere Wahl habe ich ja nicht.Meine Schwiegereltern sind von meinem denken gar nich begeistert sie meinen das Justin alles aufholt und leben in ihrer Welt.
Hab geduld und freue dich auf jeden kleinen Erfolg deiner kleinen.Ich wünsche dir viel Kraft.
Lieben Gruß
Antje _________________ Mama von Justin 8 und Danny10,Justin hat eine Perinatale Hirnschädigung ,Muskeltonusstörungen,Muskelschwäche,Symtomatische Epilepsie mit fokalen Krampfanfällen,Kein Räumliches Sehen,Weitsichtig6,5,Aggresives u.Autoaggressiv, keine Opstipation,Entwicklungsstand eines 2Jahren alten Kindes,kein richtiges Sprechen,Autistische Züge,ADHS usw....
Bei unserem Sohn war das Ganze zunächst so ähnlich wie bei Euch. Jonathan konnte sich erst mit neun Monaten auf den Bauch drehen, war generell sehr hypoton. Sitzen hat er erst mit dreizehn Monaten gelernt. Wir haben bis zu seinem ersten Lebensjahr Vojta gemacht, durften das aber wegen einer erneuten Kopf-OP dann nicht mehr machen.
Wir haben dann mit Bobath angefangen. Eigentlich mußte man ihm immer zeigen, wie man bestimmte Positionen erreichen kann, so das Hochziehen zum Fersensitz, zum Stand, zum Vierfüßlerstand. Man mußte ihm sogar das Krabbeln beibringen. Er hatte überhaupt keinen Bewegungsplan. In der KG nach Bobath wurde ihm beigebracht, wie man sitzt und wie man sich hinsetzt. Alleine hätte er das wohl noch lange nicht gemacht.
Richtig aufwärts ging es bei ihm nun mal erst, seit wir Bobath machen. Inzwischen ist er achtzehn Monate alt. Er kann seit Februar an einer Hand laufen, und wenn er Lust hat, läuft er auch frei.
Ich will hier auf keinen Fall Vojta schlecht machen. Uns hat es in Bezug auf die massive Hypotonie sehr geholfen. Aber ich hätte es gern regelmäßig mit Bobath kombiniert, um den Behandlungserfolg zu optimieren.
Was nutzen einem Kind die vielen Muskeln, die es bekommt, wenn es keine Ahnung hat, was es damit anfangen soll.
Ganz viele liebe Grüße
Katrin mit Arthur und Jonathan, Jonathan mit HC nach Hirnblutung bds. III. Grades, HC occlusus, nur mit einer Niere, Herzfehler, Ösophagusatresie, beide geb. am 05.11.2004
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