Hallo, ohn mein Gott ich habe gerade deinen Bericht gelesen.
Es tut mir in der Seele weh das zu lesen.
Auch ich habe einen Sohn (Autismus) auch wir haben sehr schwere Zeiten hinter uns gebracht. Kann zumindest die Auseinandersetzung mit dem Thema Auszug des Kindes verstehen.
Manchmal ist es besser sich zu trennen um dann wieder auf einander zugehen zu können.
Auch ich würde es tun und Rene ist 15 wird bis er volljährig ist zu Hause wohnen aber dann soll er in ein Wohnheim da ich es wichtig finde das Kinder ausziehen, habe selbst schon in einem Wohnheim gearbeitet.
Es gibt Sachen die können Eltern ihren Kindern einfach nicht bieten.
Überigens auch ein tolles Thema ich finde man kann nicht früh genug damit anfangen sich damit auseinanderzusetzen.
Dir wünsche ich alles Gute, deinem Sohn natürlich auch, und lass dich nicht unterkriegen
DU HAST DAS RICHTIGE GETAN,
lass dir von niemandem was anderes sagen.
Jede Familie muß für sich die beste Möglichkeit suchen und finden!
LG Heike _________________ Hallo ich bin Mutter von Jann 18 J und Rene 17 Jahre (Frühkindlicher Autist) und bin super stolz auf beide!!
auch von mir ein herzliches willkommen.
Mein Kind hat zwar eine andere Erkrankung, aber trotzdem hab ich irgendwann auch durch sein, für normal denkende, halt nicht nachvollziehbares, schwieriges Verhalten, die Grenze erreicht, wo ich begonnen hab, mir Gedanken zu machen, ob ich das wirklich noch kann, oder ob er mich und auch seinen Bruder damit so kaputt macht, daß es besser ist, ihn woanders unterzubringen. Bei uns hat sich die lage wieder einigermaßen beruhigt, aber nachvollziehen kann ich dein Gefühl da schon.
Du wirst hier auf viele Treffen, die dich verstehen können und die dir garantiert nicht die Schuld für alles in die Schuhe schieben werden.
LG Ela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
Verfasst am: 27.04.2006, 10:29 Titel: Re: Steffi mit Sohn (ADHS/Asperger-Syndrom)
Hallo Steffi!
Zitat:
Wir haben einen langen,langen Leidensweg hinter uns.Und immer wurde mir bisher die Schuld an seiner Krankheit gegeben! Mitlerweile habe ich meinen Sohn mit schwerem Herzen in eine Einrichtung gegeben. Aber es ging nicht mehr. Unser Alltag bestand nur noch aus kampf,kampf,kampf.....
Als ich das eben las, bekam ich richtig Gänsehaut, meine Arme fingen an zu kribbeln, weil böse Erinnerungen hochstiegen. Es ist, als würdest Du über uns schreiben..............
Bei Uli dauerte es mehr als 7 Jahre vom Auftreten der ersten Auffälligkeiten bis zur Diagnosestellung und immer noch 4 Jahre nach einem ganz dringenden Verdacht auf Asperger-Syndrom, der durch die Psychologin einer Kurklinik nach nur einer Stunde Beobachtung geäußert wurde.
Über 7 Jahre Kampf, um herauszufinden, warum er sich so seltsam verhält, um ihm helfen zu können; Kampf wegen jedem einzelnen Ergo- oder Sprachtherapie-Rezept; Kampf mit der Schule, die sowohl amtsärztliches Gutachten mit der Diagnose und den Schwerbehinderten-Ausweis anzweifelte, weil Uli ja sprechen würde und somit nicht autistisch sein könne (und die Uli und uns Eltern schikanierte); Kampf mit "lieben" Mitmenschen, die alles auf unsere Erziehung schoben; nahezu vollständige soziale Isolation; später Vorwürfe, weil wir Uli in eine Einrichtung gegeben haben............
Es war der sprichwörtliche Kampf gegen die Windmühlenflügel, wir hatten keine Chance.
In welcher Einrichtung ist Dein Sohn?
Meiner siehe unten in meiner Signatur. Dort wurde vor nicht allzulanger Zeit auch ein 9-jähriger Junge mit Asperger-Syndrom aufgenommen, das ist aber nicht zufällig Dein Sohn????? Oder ist er in der Leppermühle?
Ich kenne zwei Kinder, die dort sind, aus der Asperger-Eltern-Mailingliste, wo auch Familien aus Kön und Umgebung Mitglied sind. Vielleicht wäre das zusätzlich zu Reha-Kids (hier gibt es ganz schön viele Kinder mit Asperger und anderen Autismusformen) noch etwas für Dich.
Ich habe diese Mailingliste sehr schätzen gelernt. Die Eltern dort waren mir eine wertvolle Stütze in ganz schlimmen Zeiten, wo ich immer wieder kurz davor war, aufzugeben.
In einem Zitat von Honore de Balzac heißt es: "Nichts in der Welt versteht sich so gut wie zwei Träger gleicher Schmerzen".
Ich kann es so gut nachempfinden, wie Du fühlst!
Was bei uns ablief, habe ich auszugsweise hier im Forum berichtet, es ist bei weitem nicht alles. Wenn Du magst, kannst Du mal in meinen Beiträgen stöbern und wirst sicher vieles wiedererkennen.
Mich hat das alles psychisch und physisch fast zugrunde gerichtet. Ich habe es nur 3 stationären Psychotherapien (insgesamt fast ein halbes Jahr) zu verdanken, dass ich noch lebe, jetzt mit der Situation halbwegs umgehen kann und nun die Kraft dazu habe, mein Wissen und Material an andere betroffenen Familien weiterzugeben, damit es denen nicht so ergeht wie uns und Euch...............
Und nun fließen bei mir doch wieder die Tränen.............
Meine Psychiaterin, bei der ich seit 4 Jahren in Behandlung bin und der ich sehr dankbar bin, dass sie immer wieder erkannt hat, wo ihre Grenzen sind und mich in die Klinik eingewiesen hat, sagte mir, einen solchen Schritt zu verarbeiten, wie wir ihn gehen mussten, sei ein langer Trauerprozess.
Sie begleitet mich auch jetzt noch dabei, die Gespräche tun mir immer wieder gut. Derzeit habe ich sie in etwas größeren Abständen, aber bei Bedarf auch zweimal in der Woche.
Ebenso dankbar bin ich meinem Mann, der all die Jahre immer zu mir gestanden hat, mich unterstützt hat, so gut er konnte und geduldig meine oft extrem schlechte Stimmung ertragen hat.
Zitat:
Nun suche ich gleiche Leidensgenossen denen es auch so ging, und die wissen was es heißt so ein Kind zu haben. Würde mich über nette Kontakte freuen.
Ich würde mich sehr gerne mit Dir austauschen. Ich habe zwar Kontakt zu vielen Familien mit Aspergerkindern, nicht nur in der erwähnten Mailingliste, aber die wenigsten leben in einer Einrichtung und das ist ja wieder etwas anders.
"Es verliert die schwerste Bürde die Hälfte ihres Druckes, wenn man von ihr reden kann" (Jeremias Gotthelf)
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
Hallo S.B.,
einherzliches Willkommen auch von mir.
Gratuliere, du hast dich durch den Dschungel von REHAkids erfolgreich durchgearbeitet.
Wollte mich noch einmal für die schöne Woche mit euch bedanken. Hoffentlich können wir das wiederholen!!!
Liebe Grüße
Petra M. mit Böbbl, Sina und Dani ( dem Bein ) _________________ Petra(7/70), Daniel(5/70), Sina(10/97) top fit, Niklas (3/00) Mowat-Wilson-Syndrom
ich bin 42 Jahre alt und mein Sohn ist inzwischen 14 geworden. Auch er hat ADHS und AspergerAutismus und dazu noch einige weitere Behinderungen wie Tourette Syndrom, Epilepsie und anderes.
Auch er ist sehr verhaltensauffällig und unser Leben bestand ebenfalls aus ständigem Kampf. Auch mir wurde immer die Schuld an seinem Verhalten gegeben.
Bestätigt fühlte man sich darin schon deshalb, weil ich von Anfang an alleinerziehend war und auch noch bin.
Außerdem ist er hochbegabt und da sein Verhalten in frappierendem Gegensatz zu seiner Intelligenz steht, war auch das ein weiterer Grund, die Ursache stets bei mir zu suchen. Doch die meisten Eltern autistischer Kinder und auch von AD(H)S-Kindern werden mit solchen Vorwürfen konfrontiert, weil man den Kindern die Ursache für ihr Verhalten ja nicht ansehen kann.
Ich habe sein Leben lang immer wieder gesagt und oft auch aufgenötigt bekommen, ich solle ihn in eine Einrichtung geben und ich habe all die Jahre wie eine Löwin darum gekämpft, ihn zu Hause behalten zu können. Das war oft sehr, sehr schwierig. Im Jahr 2000 habe ich endlich einen Kinderpsychiater gefunden, der mich ernst nahm und mir bald auch schriftlich bestätigte, dass die Probleme meines Kindes *nicht* an meiner Erziehung liegen. Vor kurzem noch hat er diese Bestätigung wiederum schriftlich erneuert, da das Thema immer wieder irgendwo neu aufgetischt wird. So kann ich mich besser gegen solche Unterstellungen wehren.
Die Autismus-Diagnose bekam er erst 2001, als er 9 Jahre alt war.
Meine Situation ist also etwas anders als deine, weil mein Sohn zu Hause ist und dennoch ähnlich, weil ich diesen endlosen Kampf bestens kenne. Phasen der Trennung kenne ich allerdings auch, da mein Sohn früher viele Monate lang stationär in einer Kinderpsychiatrie und auch in einem anderen Krankenhaus war.
Ich wohne übrigens nicht allzu weit weg von dir, im Bergischen Land.
_________________ Kathrin 04/80, Norbi 04/72 Mama und Papa eines besonderen Kindes
Philip 02.04.04, spinale Muskelatrophie Typ II, PEG, NIV-Beatmung
Paula 19.07.08, gesund
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