Verfasst am: 24.04.2006, 12:07 Titel: Termin bei der Frühförderung
Hallo in die Runde,
Am Mittwoch morgen haben wir mit Svenja einen Termin im Frühförderzentrum. Sie wird dann noch mal von einem Neurologen untesucht, da wir wegen ihres verzögerten Kopfwachstums eine zweite Meinung haben wollten.
Ich habe jetzt schon wieder total Angst. In letzter Zeit , bin ich so was von empfindlich , furchtbar, ich geh´mir selbst damit auf den Keks.
Meine Frage , ist die Untersuchung im Frühförderzentrum die gleiche wie im SPZ? Was genau wird dort gemacht? Vielleicht hat ja auch schon jemand Erfahrung im Frühförderzentrum Köln/Braunsfeld gemacht und kann ein bißchen was berichten *hoff* ?
LG
Michaela _________________ Michaela und Thomas mit Paulo (08/99) und Svenja (02/05), globale Entwicklungsstörung , muskuläre Hypotonie , Mikrocephalie, Ataxie
Hallo Michaela,
bei uns wird die Untersuchung des Frühförderzentrum nach vorgegebenen Richtlinien gemacht, um festzustellen auf welchem Entwicklungsstand sich das Kind befindet.
Danach wird dann entschieden was in der Frühförderung zu fördern ist.
Eine Untersuchung im SPZ findet durch einen Arzt statt.
Es besteht also auf jeden Fall ein Unterschied.
LG
Regina _________________ Regina und Volker mit Emma (09/2003), Epilepsie, Hirnfehlbildung, rechtsseitige Hemiparese
Hallo Michaela
Da seid ihr auf jeden Fall mit einer 2.Professionellen Meinung richtig.
In SPZs sind die meisten sehr kompetent.Deine Unsicherheit kann ich dennoch gut nachvollziehen....
Gruss Christina
Habe mich oben wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Svenja war schon im SPZ zur Untersuchung . Die Neurologin dort war sich sehr unsicher wegen des Kopfwachstums. Sie sagte, Svenja hätte einen Wachstumsstopp hinter sich und zwar als sie zwischen vier und neun Monate alt war. In diesem Zeitraum ist der Kopf und das Gewicht nicht gewachsen.
Sie sagte was von sekundärer Mikrocephalie und Stoffwechselerkrankung ist aber nicht näher darauf eingegangen.Ansonsten wollte sie abwarten, im Mai findet noch eine Untersuchung im SPZ statt und dann wird über ein MRT entschieden.
Danach hatte ich das Gefühl Zeit zu verlieren und das nichts voran geht , außerdem hat mich die Unsicherheit und die Zweifel der Neurologin eher beunruhigt und Svenja macht trotz wochenlanger KG nur minimale Fortschritte, also habe ich mich erkundigt und den Termin im Frühförderzentrum gemacht.
Ich finde es sehr problematisch, das einem keiner sagt, welche Untersuchungen wirklich sinnvoll und nötig sind , welche eher überflüssig und nur eine Belastung für das Kind.Ich kann das ja als nicht Mediziner oder Therapeut nur sehr schwer selbst entscheiden.Ich wüßte aber z. B. auch gerne wo die Musklhypotonie herkommt.
Ein Arzt hat mal zu mir gesagt, brauchen sie für die Krankheit ihrer Tochter unbedingt einen Namen? Die Therapie bleibt ja doch immer dieselbe und hiflt dann meistens auch nicht viel. Fand ich sehr deprimierend.
LG
Michaela _________________ Michaela und Thomas mit Paulo (08/99) und Svenja (02/05), globale Entwicklungsstörung , muskuläre Hypotonie , Mikrocephalie, Ataxie
Ich bin auf Deinen Bericht gestoßen weil ich etwas über das Frühförderzentrum Köln gesucht habe.
Ich kann Dir nicht auf Deine Fragen antworten, jedoch hat mich der letzte Satz dazu bewegt, Dir hier ein paar Zeilen zu schreiben.
Zitat:
Ein Arzt hat mal zu mir gesagt, brauchen sie für die Krankheit ihrer Tochter unbedingt einen Namen? Die Therapie bleibt ja doch immer dieselbe und hiflt dann meistens auch nicht viel. Fand ich sehr deprimierend.
Deprimierend ist noch freundlich ausgedrückt.
Das ein Arzt das sagt wundert mich einerseits, andererseits wiederum erstaunt es mich nicht. Für mich gibt es folgende Erklärung dafür.
Ich habe beim Austausch mit betroffenen Eltern immer wieder gemerkt, das es leichter ist, alle nötigen Behandlungen verordnet zu bekommen, wenn man eine Diagnose hat. Auch in Bezug auf Krankenkasse, Pflegegeld, Behindertenausweis.
Das müßte der Arzt wissen, daher wundert es mich.
Jedoch wird es für die einzelnen Ärzte billiger wenn Du keine Diagnose hast, da sie um verschiedene Verornungen versuchen drum rum zu kommen.
Und aus diesem Grund wundert es mich wieder nicht, das er Dir so einen Floh ins Ohr setzt.
Für mich ist es sehr wertvoll, eine Diagnose zu haben, allerdings gehen auch da die Meinungen der betroffenen Eltern auseinander.
Viele haben lieber keine Diagnose anstatt eine, dessen Name oder Krankheitsbild Ihnen nicht gefällt.
Das habe ich hier im Forum auch schon mehrfach zwischen den Zeilen gelesen.
Das soll nicht anklagend rüberkommen, ist mir nur aufgefallen.
Verfolge Du ganz sicher Deinen Weg, um die Diagnose zu bekommen wenn Du sich möchtest!
Ich wünsche Euch alles Gute.
Hallo Michaela73, erstmal hallo.das frühföderzentrum kann ich dir wärmstenz empfehlen.weisst du schon wie der arzt heisst.meine drei besonderen kinder waren alle dort in behandlung.meine kleine geht dort noch zur ergotherapie.unser kinderarzt dort heisst dr.wilmes.dank ihm hat meine kleine brenda eine diagnose bekommen.dein kind wird gründlich untersucht.es passiert nichts was deinem kind weh tut.die untersuchung dauert 1-1,5 stunden.wenn du mehr wissen willst frag mich gerne. bring bitte das gelbe heft,impfpass und arztbriefe mit die du hast.sie wollen alles genau wissen.auch die therapeuten sind sehr nett.liebe grüsse und bis bald iris _________________ kevin alexander 16ssw.cmv infektion ,sternenkind.markus oliver 17j.tetraspastik usw.samantha michelle 15j.so weit ok und engel brenda marie 8j.digeorge syndrome(überraschunsei)
der Termin im Frühförderzentrum liegt ja nun schon eine Weile hinter uns und ich war auch sehr angenehm überrascht. Wir waren auch bei Herr Dr. Wilmes , der sich sehr viel Zeit genommen hat ( zwei Stunden) und mir irgendwie auch sehr viel mitgeben konnte , an Gelassenheit , obwohl wir auch über schlimmere Möglichkeiten gesprochen haben ( u.a. Rett -Syndrom) .
Dagegen im SPZ: Die Untersuchung dauerte ganze 15 Minuten, fand in einem winzigen, miefigen Raum statt , mit vier Erwachsenen ( KG, Ärtzin und Eltern ) und Svenja hat nichts gemacht , wirklich gar nichts, was ich ihr nicht wirklich verübeln kann.
@Gitte: Mir ist eine Diagnose auch wichtig aber wir haben Svenja trotzdem erst mal aus diesem Untersuchungsmarathon rausgenommen, denn ich finde es hat keinen Sinn, wenn man nicht wirklich weiß , wonach man sucht. Wir hoffen halt, dass man mit zwei, zwei einhalb Jahren eher sieht wo die Reise hingeht. Solange sie jetzt keine Rückschritte macht werden wir nur zur Verlaufskontrolle gehen und ein Augenarzttermin steht noch an. So sind wir auch mit Dr. Wilmes verblieben. Danach kann man meiner Meinung nach mit Diagnose schon effektiver arbeiten.
@Iris: Ich habe gesehen, dass du auch in Köln wohnst, wenn du Lust hast, melde dich doch mal per PN, vielleicht können wir uns ja mal treffen, auf einen Kaffee oder so.
LG
Michaela _________________ Michaela und Thomas mit Paulo (08/99) und Svenja (02/05), globale Entwicklungsstörung , muskuläre Hypotonie , Mikrocephalie, Ataxie
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