Verfasst am: 17.04.2006, 20:43 Titel: Martina mit Louisa / Herpes - Enzephalitis
Hallo Ihr alle,
wir sind zwar schon seit Dezember oder so angemeldet, aber vorgestellt haben wir uns so richtig noch nicht.
Louisa , geb. 03/2001 hatte im April 2005 eine schwere Herpes-Enzephaltis mit Schädelöffnung. Nach Entlassung aus 4 Wo. Intensiv konnte sie weder sprechen noch essen/trinken, sie lag fast bewegungslos da, Augen starr nach rechts (rechtseitige Schädigung) gerichtet, kaum Reaktionen. Nach fast 5 Monaten Reha in Gailingen/Hegau Jugendwerk konnte sie wieder essen (enthemmt), trinken, gehen, einzelne Wörter sprechen, lachen, weinen... - Heute benutzt sie in einfacher Grobmotorik auch wieder langsam ihren linken Arm, spricht in 2-3 Wort-Sätzen (meist ohne Endung und verwaschen, ohne Verb etc.,aber immerhin), kann den Computer bedienen, hilft (wirklich!) im Haushalt eifrig mit, spielt wieder mit Puzzles oder einfache Memories, liebt Verstecken oder Fangen spielen. Sie lässt (gerne) seit Januar wieder Zärtlichkeiten zu und mag oft Körperkontakt wieder. Beisst nicht mehr, ist lieb, ohne Aggression. Wir bauen ihre Integration im Kiga langsam auf und sie ist beliebt, nachdem es lange hiess sie sei nicht gruppenfähig! Ihre Epi ist noch nicht im Griff, aber Topamax tut ihr gut, sie ist viel ruhiger und schläft besser, mehr!
Alles in allem hatten wir Glück, wenn ich so andere Beiträge lese. ABer die letzten 12 Monate waren das schrecklichste was ich mir je habe vorstellen können!!! Seit Februar etwas atmen wir langsam wieder durch! Louisas Vater ist sehr viel auf Reisen und meist bin ich alleine mit den Kindern. Auch monatelang auf Reha zu sein war hart für uns. Wie geht es da Euch???
So, nun langt es aber. Wer hat ähnliche Erfahrungen????
Grüsse und ein Lächeln an alle! _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
ein herzliches Willkommen hier im REHAkids - Forum zum positiven Erfahrungs -und Gedankenaustausch !
Gruß,
Beate _________________ ..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer
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