Hallo an alle,
ich wollte mich schon lange mal vorstellen, heute ist der perfekte Tag bei dem Wetter. Ich heiße Raimund bin 34 Jahre alt und als Elektromechaniker tätig. Meine Frau ist Friseurin. Wir sind beide Heuschnupfen-Allergiker.
Meine Tochter hat seit dem zweiten Monat sehr stark Neurodermitis. Es war so stark das ihr ganzes Gesicht entzündet war. Meine Frau bekam eine Depression. Nach ettlichen Artztgängen und allen möglichen versuchen hat ein Homöopath es relativ gut in den Griff bekommen. Sie hat zwar noch immer Ausschlag und kratzt aber es ist nicht mer so schlimm. Jetzt haben wir ein Kinderheilverfahren genehmigt bekommen. Im Juni gehts nach Neuharlingersiel in die Reha-Klinik. Wenn jemand schonmal dort war würde ich mich freuen über Tipps oder Erfahrungen oder einfach ein paar Zeilen was es bei euch bewirkte.
Noch was, hat schon jemand Erfahrung mit der neuen Laser-Licht-Therapie der Lichtklinik AG in Düsseldorf?
Wir freuen uns über jede Antwort.
An alle noch ein frohes Osterfest und Tschüss!
dir ein herzliches Willkommen im REHAkids - Forum zum positiven Erfahrungs - und Gedankenaustausch !
osterlichen Gruß,
Beate _________________ ..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer
hallo raimund. ich hab damit leider keine erfahrung, aber , ich und mein sohn leiden unter asthma, und allergien, was uns hilft ist akkupunktur. ohne mist. das hilft echt, ohne daß man daran glauben muß. alllerdings muß man es selber zahlen.
schönens osterfest wünsch ich euch und ein herzliches willkommen.
anne mit luki _________________ Lukas *27.08.1997 (Mukoploysaccharidose IIIA), geb. 27.08.1997
Lena im Herzen 28.06.2002 (ebenfalls MPS IIIA)
Liebe Grüße
Nicole _________________ Nicole & Kevin , Mitochondriale Myopathie, Komplex 1 Mangel, Epilepsie und Encephalopathie
Peripartale Asphyxie bei Geburt nicht auszuschließen laut zwei Ärzten
Bilder von uns zuhaus:http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_personal.php
Verfasst am: 14.04.2006, 23:13 Titel: Herzlich Willkommen in diesem Forum!Ein persönlicher Bericht
Hallo Raimund, einen ganz herzlichen
Willkommensgruß von mir!
Ich gehöre zu der leidgeprüften Spezie mit endogenem Ekzem, Neurodermitis, wie auch immer. Durch die gesamte Kindheit verfolgte mich jeweils im Frühling und Sommer ein hartnäckiger Heuschnupfen. Nach dem Abitur bekam ich dann sofort im Anschluß eine heftige Neurodermitis, die mich dann einige Jahre stark begleitete, seit 12 Jahren wesentlich gebessert.
Ich habe sehr, sehr lange gebraucht, um diese Krankheit zu verstehen und mit ihr umgehen zu lernen und das lag vor allem an meiner nicht vorhandenen Akzeptanz der Geschichte. Ich habe dagegen angekämpft, lange sämtlich Medikamente verweigert, ich habe meine Haut versteckt, im Sommer langärmlig mit Rollkragen, durch Schwitzen wurde es dann sofort schlimmer, aber ich wollte es nicht verstehen, sondern es nur loswerden. Aber so einfach war es nicht. Deshalb finde ich es gut, daß Du Dich informieren willst.
Ich habe drei Kinder, von denen die ersten beiden sofort nach dem Abstillen die Krankheit bekamen, meine kleine Maus hat es nicht, worüber ich sehr glücklich bin. Beide Kinder "verloren" es im Alter von drei Jahren, der Ältere entwickelte dann ein allergisches Asthma, das nochmal drei Jahre tobte. Bis heute gelten beide nicht als wirklich gesund, aber ihre Schübe sind seltener als einmal im Jahr. Asthamanfälle ebenfalls so selten.
In beiden Familien meiner Eltern treten Allergien gehäuft auf. Neurodermitis hat sonst niemand, aber Asthma ist stark verbreitet.
Bei beiden Kindern sind als Auslöser für Schübe Allergien im Vordergund zu sehen und zwar Kuhmilcheiweiß, Tierhaare (vor allem Pferd, Katze, Hund) und einige Pollenarten. Weitere Auslöser sind Stress und Infektionen, in geringerem Maße auch Impfungen. Kontakt mit diversen Inhaltsstoffen in Cremes, Deos, Badedas usw. Der Juckreiz an sich, ist nicht nur Folge der Neurodermitis, sondern leider auch wieder als Auslöser zu sehen, ebenso Schweiß auf der Haut. Auf mich trifft das alles ebenfalls zu.
Eine allergische Reaktion kann zu verschiedenen Zeiten erfolgen, Sofortreaktion, Spätreaktion und kann unterschiedlich lange dauern, i.d.R. einige Stunden, aber auch leider Tage und Wochen.
Als ich das alles so in etwa verstanden hatte, habe ich meine Ernährung umgestellt, habe sogar meinen Hund zwar in verwandtschaftliche, liebevolle Hände aber immerhin weggegeben (das war das Schlimmste), gegen das Schwitzen beim Sport kurze kalte Duschen eingelegt, fand der Trainer gar nicht witzig, aber egal. Die Jungs wurden von Beginn an mit Sojamilch, teilweise mit Mandelmilch ernährt. Geimpft wurde zwar, aber verspätet.
Ich habe versucht den Kindern den Kontakt zu Allergenen weitgehend zu ersparen. Als die Schübe seltener wurden, habe ich sie vorsichtig mit Allergenen kontaktiert, immer mal wieder. Mal einen Hund streicheln lassen, ins Schwimmbad gehen (Chlor), später habe ich zwei Kaninchen angenommen, die draußen lebten. Nach kurzer Zeit waren es mit zwei Würfen 15, war das ein Schreck, aber die mußten ja regelmäßig mit frischem Stroh/Heu versorgt werden...
Heute essen beide Produkte mit Kuhmilch, aber meist nur außerhalb, denn ich muß weiter drauf achten und kaufe es so gut wie nie. Zuviel wäre für sie wahrscheinlich auch nicht gut.
Als es mit dem Großen am schlimmsten war, versorgte ich ihn mit Baumwollhandschuhen, damit er nicht so stark kratzte. Er weinte nachts viel, weil es ihn juckte und brannte. Es kann sehr stark jucken, sogar schlimmer als Schmerz. Entgegen des Ratschlags des KiA habe ich kein Kind schreien lassen, sondern habe nachts beruhigt und mit kaltem Waschlappen gekühlt, das wirkte Wunder. Wichtig war, daß man selbst ruhig und naja, entspannt war. (War nicht so einfach, besonders wenn es einen selbst auch juckte und die Haut näßte, manchmal brauchte ich Vertretung.)
Mir persönlich hat im Umgang mit der Erkrankung auch noch geholfen, daß ich aufgehört habe, sie zu bekämpfen. Ich lernte dazu zu stehen, begann mich zu zeigen, zerkratzte Haut, egal, trotzdem ärmelloses T-shirt und kurze Hose, es galt nur noch das, was guttat.
Olivenöl, kein Baden, kurze kühle Duschen, kühle Kleidung, Diät halten und überraschenderweise Saunen. Man muß viel ausprobieren und besser nach Gefühl entscheiden. Wenn ich einige Tage nicht mehr habe schlafen können, gabs Cortison (in Salbe), das mußte ich auch erst lernen. In den ganzen Jahren habe ich ganz selten, ich glaube dreimal, Cortisontabletten einnehmen müssen.
Mein schädlichster Arztkontakt war der mit einem Heilpraktiker, der mir Sulfur gab und erklärte, ich würde von Cortisonsalbe befruchtungsunfähig. Ich hatte den schlimmsten Schub überhaupt mit Sulfur.
Geholfen hat sehr gut Akupunktur!!! UVA-Licht weniger. Urlaub im Süden, das Heilmittel schlechthin. Nach jeder Schwangerschaft ging es mir persönlich besser.
Ich wünsche Euch einen möglichst kurzen Neurodermitisweg und keine Entmutigung. Es wird besser werden! Viel Erfolg auf Neuharlingersiel!
Schöne Ostertage wünscht
Anke , ich nehme als Hase den Alien, geht ja auch _________________ Der Weg zur Quelle führt gegen den Strom
Anke L., 45, Mama von T, 19, selbstbewußter Suzukifahrer im Abi, M, 16, pubertierendes Energiebündel auf Ausbildungsplatzsuche, B, 4, süße Kita-Maus mit DS u. AV-Kanal, komplett, (OP 2.12.04), heißgeliebt (nicht nur) von ihren Brüdern
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