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Vojta-Therapie ist keine Foltertherapie!
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Jennifer
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Anmeldedatum: 27.02.2005
Beiträge: 760
Wohnort: Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 03.04.2006, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe täglich mit Alina zwei Stunden Vojta voller hingabe durchgezogen und das zwei Jahre.
Schreien, war ganz OK ich wusste warum, aber Alina hat durch Vojta nicht gelernt sich hinzu setzen oder sogar mehr garnichts ihre Muskeln sind so fest geworden sie hat so starke Bauchmuskeln dadurch bekommen aber sie konnte nichts was ihr hätte Lebenspualtität gegeben, erst als wir pausierten und dann mit Bobath anfingen durch Bobath hat sie drehen gelernt, robben, und hoch ziehen.
Ich hätte das nie erwartet auch mit den Händen konnte sie dann endlich mal greifen.
Hätte Alina nicht den erhöhten Augeninnendruck bekommen würden wir mit fünf Jahren noch turnen aber wir durften dann nicht mehr, also stiegen wir auf bobath um, das es aber solche erfolge hat, damit hätte ich nicht gerechnet.

LG Jenny

_________________
Alina Janine 10.01.01 FG 24SSW, 390g, Cerebralparese, Hirnblutungen, Balkenhypoplasie, Blind, Epilepsie, ASD2, Tetraparese, Mikrozephalus, Bronchopulmonale Dysplasie II, Hüftdysplasie, war Langzeitbeatmet, PEG Sonde,
Manuel Mika geb.gest.8.3.07 (Alinas Cousin)
Manuel Mika´s Bruder Lino-Patrice geb. 7.10.08 29.SSW gesund
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friederike
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BeitragVerfasst am: 03.04.2006, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Kann man Vojta eigentlich noch anfangen, wenn die Kinder schon älter sind, oder muss man im Babyalter angefangen haben? Wir hatten die Diskussion letztens mal mit Bekannten. Es würde mich sehr interessieren.

Friederike mit Cecilie, die immer nur Bobath gemacht hat

_________________
Gruß,

Friederike
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Tobias
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BeitragVerfasst am: 03.04.2006, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Vojta kann man - bei entsprechender Diagnose - immer anfangen.
Mein ältester Patient (vor meiner Zeit als Kindertherapeut) war 56 Jahre alt..... Rolling Eyes

Aber es gilt hier besonders:
JE FRÜHER DESTO EFFEKTIVER....

Gruß, Tobias

_________________
Tobias Bergerhoff / Kinderphysiotherapeut

Physiotherapie bei Hüftreifungsstörungen
http://www.kinderhueftdysplasie.info
Physiotherapie in Indien - ein persönlicher Erfahrungsbericht
http://www.patengemeinschaft.de/sei...../a_pt_09_08_magazin01.pdf
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jetzt auch auf Facebook:
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meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic452.html

>>>Und du fühlst, dass du lebst
Weil du tanzt und fliegst, du schwebst
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Andreas Bourani "Wunder"
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 03.04.2006, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mokuska!
Zitat:

Bis wir im Kinderzentrum München auf Therapeuten trafen, die uns beibringen wollten, daß Vojta nur dann effektiv ist, wenn dem Kind beim Turnen nur militärischer Gehorsam abverlangt wird, daß keine Zuneigung gezeigt werden darf, ja nicht einmal ein liebevolles Wort sprechen darf, nur kurze, straffe Befehle. Dies führte zur totalen Blockade, die zwar im Kinderzentrum brutal gebrochen wurde; wir brachen am ersten Tag diese Experimente ab - aber trotzdem haben wir danach eine ganze Weile gebraucht, um das Vertrauen unseres Sohnes danach wieder zu bekommen - Seither bin ich immer sehr skeptisch einer zu "reinen", ausschließlich positiv und unproblematisch dargestellten Vojta-Lehre gegenüber.

Das ist wirklich heftig! Wir praktizieren es wirklich genau andersrum! Wenn Linn eine Position geschafft hat, dann wird sie gelobt, geknuddelt und geküsst.... es läuft dabei Musik, zu der ich singe, ich "feuere" sie an, lobe sie, ... Und wenn Linn es nicht mochte und sie weint und hört nicht auf, wenn die Übung beende, dann wird sie getröstet, bis es wieder geht und wir weitermachen können. Und wir haben uns von Anfang an vorgenommen, uns nicht zu verbeißen, sondern es locker zu machen, denn Drill und Gewalt ist nicht, das was wir für Linn wollen.
@Friederike: wir haben mit 18 Monaten angefangen, glaube ich.

LG
Nellie

_________________
Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus
--> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
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Syrabo
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BeitragVerfasst am: 04.04.2006, 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich kann mich nur Nellie anschließenl.

@Daniela F.: Ziemlich harter Einstieg als erster Beitrag (trotzdem mein Hallo bei REHAkids) mit einem solchen sensiblen Thema. Dabei fehlt mir besonders bei der Anreihung einer Behauptung an die nächste einfach auch die Erläuterung und Beweisführung. Somit müssen die Leute, die schlechte Erfahrung mit dieser Therapie haben, diesen Beitrag als Angriff erleben. Sorry, aber da muss man dann durch, insbesondere wenn ein Text mit Ausrufezeichen gespickt wird, als gäbe es kein Punkt mehr als Satzzeichen.
Ich denke, wenn man über Vojta eine Diskussion führen möchte, sollte man sich wirklich im klaren sein, dass viele nun mal schlechte Erfahrungen und auch den Eindruck haben, dass es nicht die richtige Therapie ist für ihr Kind, aber auch, dass es scheinbar eine ziemliche Bandbreite an unterschiedlichen Vojta-Therapeuten gibt, wie einmal die Hardliner bis zu den, die es sogar mit Bobath kombinieren oder auch sagen, dass man es nicht auf "Teufel komm raus" anwenden muss.
Auch muss man sich mit Hintergrund stellen bei diesem Thema, dass nicht jeder in seiner Nähe einen passenden und für sich guten Therapeut hat. Da heißt es, so finde ich, den Wind ein bißchen aus den Segeln zu nehmen in puncto: Entwicklung findet nur mit Vojta statt.

Anbei, was hat(te) denn dein Sohn, warum du ihn mit Vojta behandelt hast?

Gruß Dirk

_________________
Linn*2004 "Mein Leben hat schon seinen Sinn, ich bin, was ich bin." (Lotte Karotte) -> IntensivKind
PCH2, Tracheotomie, beatmet, -> Vorstellung
Hospizkind
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Daniela F.
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BeitragVerfasst am: 04.04.2006, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Danke erstmal für die vielen kritischen Antworten.
Nein, ich wollte nicht behaupten, dass ihr eure Kinder nicht kennt. Ich wollte nur den Unterschied zwischen Anstrengungsschreien und Schmerzschreien bei der Vojta-Therapie erwähnen. Es sollte kein Schmerz sein, da sonst die Therapie kontraproduktiv ist!
Da ich sehr viele kontroverse Diskussionen über Vojta in diesem Forum schon gelesen habe, wollte ich mich einfach mal für diese Therapie einsetzen.

Daher ist sicherlich die Therapie nach Bobath etwas zu kurz gekommen. Bei uns in der Praxis wird nach Bobath und Vojta behandelt, und es ist meistens so, dass die Kinder die mit Vojta behandelt werden, immer auch nach Bobath behandelt werden. Es gibt Kinder die sprechen eher auf Bobath an und welche die reagieren besser auf Vojta. Das hängt aber von der Erkrankung, und der Art des Kindes, den Eltern und den äußeren Umständen ab.
Es gibt kein richtig oder falsch!
Wir kennen unsere Kinder am besten und wissen was wir ihnen zumuten und zutrauen können. Wir entscheiden für sie und sollten auch dazu stehen. Wenn wir mit ganzem Herzen hinter der Therapie stehen, welche es auch immer ist, können wir immer mehr erreichen, als wenn wir uns irgendeinem Druck aussetzen. Es gibt auch keine Allheilmittel!

Hoffentlich habe ich euch wieder etwas besänftigen können, sonst freu ich mich wieder auf so offene Kritik. Danke
Es hat mich aber auch sehr gefreut positive Beiträge zu Vojta zu lesen. Danke!
Daniela
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