kennt jemand von euch den "Talker". Auf Vorschlag des Kindergartens sollen wir dieses Teil mal ausprobieren. Ich erhoffe mir davon nicht viel, da Neele ihre Hände nicht bewußt einsetzen kann. Die Erzieherinnen sind aber der Meinung, dass es ein Versuch wert ist. Es wäre schön erst einmal Erfahrungsberichte zu lesen.
Gruß _________________ Bernadette mit Neele, 19.12.2001 - 29.06.2009 (Therapierefraktäre Epilepsie, Globale Entwicklungsstörung, Strabismus divergens mit deutlicher Visusstörung, Mikrozephalie, Mitochondriopathie - Komplex I und IV Mangel.
Unterstüzte Kommunikation ist ein komplexes Thema (siehe auch das yahoo Forum Unterstüzte Kommunikation).
Welchen Talker genau meinen denn die Erzieher?
Wir haben für Maarten zwei sog. "One Steps" im Einsatz, die zwischen Kindergarten und uns hin- und herwandern. Es ist eine Großtaste (wie ein Game-Show-Buzzer - noch größere heißen BigMack) und ;Maarten kann sie gut drücken.
Viel mehr Infos gibt's über www.isaac-online.de
oder von den Vertreibern in Deutschland u.a. www.prentke-romich.de oder www.rehavista.de
Gruß Anina _________________ Anina mit Maarten (5/2000, Pitt Hopkins Syndrom, Robben, Sitzen, Laufen, kommt aber nicht alleine zum Stehen, keine Sprache)
Vielen Dank für eure Links. Wenn ich mir das so angucke, kann ich mir nicht vorstellen, dass Neele auch nur in irgendeiner Weise damit klarkommt. Aber manchmal unterschätzt man die Kinder ja, deswegen werde ich es auf einen Versuch ankommen lassen.
Gruß _________________ Bernadette mit Neele, 19.12.2001 - 29.06.2009 (Therapierefraktäre Epilepsie, Globale Entwicklungsstörung, Strabismus divergens mit deutlicher Visusstörung, Mikrozephalie, Mitochondriopathie - Komplex I und IV Mangel.
eigentlich, so heißt es immer wieder, brauchen Kinder kaum Vorraussetzungen, um (einfache) Formen der Unterstützten Kommunikation zu nutzen; wobei ich aus persönlicher Erfahrung weiß, dass es ganz schön schwierig sein kann, genau das richtige System zu finden.
Zeigt Neele denn auf irgendeine Art, wenn sie etwas will/haben möchte? Das wäre dann nämlich eine gute Ausgangsposition - wobei man auch das bei manchen Kindern mit dem Einsatz von unterstützter Kommunikation erreichen kann...
Bernadette hat folgendes geschrieben:
Ich erhoffe mir davon nicht viel, da Neele ihre Hände nicht bewußt einsetzen kann.
Kann denn Neele andere Körperteile bewusst einsetzen?
mein bruder hat den small talker und das ist echtn tolles teil! ich spiele da auch gern mal mit rum und mache mir einen spaß nur über das teil zu kommunizieren. das verändert auch immer wieder meine sichtweise *g*
ich kenne einige talker, es gibt viele anfängerteile. bei prentke romich auf der hp müssten einige zu finden sein.
der bicmäc dürfte für den anfang geeignet sein, ist ein button, auf welchem man eine nachricht abspeichert, die beim drücken dann abgespielt wird. wird auch gern an gb-schulen statt eines mitteilungsheftes genutzt. so kann das kind quasi den eltern selber mitteilen, was los war. die eltern besprechen das teil für die schule dann neu und das kind kann dann in der schule wieder buzzern und eigenständig ne mitteilung loswerden...
aber einfach mal umschauen auf derprentke romich page. ansonsten kann ich noch die reha care in düsseldorf empfehlen, da gibts ne komplette halle zum thema kommunikation - unterstützt und gestützt. _________________ melanie: Sonderpädagogin im GU; Bruder Danny (*76): org. Hirnschädigung, geistige&schwere körperl. Behinderung n. perinatalem Sauerstoffmangel, Tetraspastik mit Athetose, cerebr. Anfallsleiden z.Zt. inaktiv, Orofacialstörung, schwere Knicksenkfußdeformität, linkskonvexe LW-Skoliose, Schlafapnoen, UK (Kommunikationstafel&Smalltalker); Tochter (*04)
nein, bewußt kann sie gar nichts einsetzen. Sie hat Reflexe wenn sie beispielsweise im Sitz umkippt und haut auf die ihr angebotenen Gegenstände beiläufig drauf. Man erkennt, wenn ihr Sachen unangenehm sind z.B. enger Körperkontakt und genauso erkennt man die Dinge, die ihr Spaß machen. Sie hat den Birillo Dreieckssitz und mit dem kommt sie quer durch die Wohnung, aber halt auch ziellos und zufällig. Ich glaube das sie auf die Tasten (wenn sie groß genug sind) vom Talker hauen würde, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie daraus was lernen kann. Wir brauchen auf jeden Fall auch Großtasten. Bei Neele fehlt halt leider jeglicher Anreiz.
Gruß _________________ Bernadette mit Neele, 19.12.2001 - 29.06.2009 (Therapierefraktäre Epilepsie, Globale Entwicklungsstörung, Strabismus divergens mit deutlicher Visusstörung, Mikrozephalie, Mitochondriopathie - Komplex I und IV Mangel.
wenn sie schon auf etwas draufhaut ist es prima, d.h. dass z.B. ein BigMack gut getroffen werden kann. Und für Kinder ist es ein ganz spannendes Teil.
Jetzt muss sie es dann "nur" mit dem Ursache-Wirkungs-Prinzip verknüpfen, d.h., wenn sie draufhaut muss immer das gleiche passieren (mancchmal sehr anstengend für die Eltern immer konsequent zu sein...)
Wir haben für Maarten am Anfang draufgesprochen "Maarten will Musik hören" und immer wenn er draufgehaut hat dann seine Kindermusik angemacht. Später dann "Maarten möchte etwas trinken" und ihm dann immer die Flasche angeboten.
Z.Zt. benutzen wir sie mit wiederkehrenden Zeilen/Reimen aus Büchern besprochen und wenn wir zusammen ein Buch anschauen drückt er dann drauf, um zu ergänzen.
LG Anina _________________ Anina mit Maarten (5/2000, Pitt Hopkins Syndrom, Robben, Sitzen, Laufen, kommt aber nicht alleine zum Stehen, keine Sprache)
auch wir haben einen Talker, nämlich den Step by Step, beantragt.
Das habe ich auf Grund der positiven Erfahrungen getan, die die Frühförderung für Sehbehinderte und die allg. Frühförderung mit unserer Maus hatten.
Das tolle an den Talkern ist ja nicht nur der Sprachersatz und das Ursache-Wirkungs-Prinzip, sondern auch die Tatsache, das die Kinder etwas alleine tun können.
Es gibt zu den verschiedenen Geräten ja auch verschiedene Spielsachen, die angeschlossen werden können. Daran hat A.-K. immer besonderen Spass gehabt.
So das ich mir auf der RehaCare einige besorgen werde, die der "Nikolaus" und das "Christkind" dann bringen können!!!!!!!!!!
Ansonsten werden wir den Talker eben auch zwischen Kita und Elternhaus hin- und herschicken.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Tanja _________________ Tanja,
mit Alexander-gesund,
Timo & Nico (zweieiige Zwillinge)- sprachverzögert mit anderen Baustellen
und
Sonnenschein Anne-Katrin - unser geliebtes Herzenskind, stets präsent in unseren Seelen
(02.11.2002 - 26.03.2010)
"Das wahre und sichtbare Glück des Lebens
liegt nicht außer uns, sondern in uns."
Johann Peter Hebel
wenn ich mich richtig erinnere, hast du irgendwann geschrieben, dass sich Neele freut, wenn sie ihre Glöckchen berührt und diese dann ein Geräusch von sich geben. Genauso funktionieren eben auch einfache Kommunikationsgeräte: Man schlägt drauf, auch wenn es eher zufällig ist, es kommt ein Geräusch und dann bekommt man auch noch etwas, was einem zusagt; so, wie es schon Anina mit Maarten beschrieben hat. Dabei ist es erstmal egal, ob das Kind wirklich versteht, dass das Wort jetzt zum Beispiel "Musik" war. Wenn ihr konsequent seid, ist es gut möglich, dass Neele das Kommunikationsgerät schätzen lernt und vielleicht auch irgendwann differenzieren kann, welche Taste welche Konsequenz hat.
Die oben angegebene Homepage von Metas Mutter, beschreibt ganz toll wie gerade auch frühe Kommunikationsanbahnung Erfolg haben kann. Einen Versuch ist es auf alle Fälle wert! Und freut euch, dass sich euer Kindergarten für Kommunikationsförderung einsetzt; das ist wirklich super.
Lieben Gruß, Anna.
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