Hallo Tobias,
ich kopier mal den neuromotorischen Aufrichtungsprozess hier rein (hoffe das ist okay). Das ganze und noch viel mehr Info findest du unter www.paepki.de
Gruß, Jessica
Der neuromotorische Aufrichtungsprozess
In den ersten 12 Lebensmonaten entwickelt das neugeborene Kind Stützmotorik und Körperhaltungen, die es ihm erlauben, sich gegen die Schwerkraft aufzurichten. Diese Bewegungsentwicklung bringt den Körper von einer stabilen Ausgangslage in der Horizontalen über verschiedene Etappen mit Ausbildung von spezifischen Körperhaltungen in die Vertikale. Im 1. Lebensjahr lernt das Kind beispielsweise seinen Kopf gegen die Schwerkraft anzuheben und zu kontrollieren. Es lernt, sich von der Rücken- in die Bauchlage zu drehen sowie von der Bauch- in die Rückenlage. Nach ungefähr 12 Monaten ist das Kind sogar in der Lage, im Langsitz kontrolliert zu sitzen, sich aus der Hocke hinzustellen und die ersten Schritte erst seitwärts und schließlich vorwärts zu gehen.
Die Aufrichtung ist eine aktive Bewegungsentwicklung, die aufgrund einer zentral gesteuerten Neugierde automatisch durch Reagieren auf Geräusche, Gerüche und auf sichtbare Stimuli abläuft.
Der neuromotorische Aufrichtungsprozess lässt sich unterteilen in eine Zunahme an Beugung in Rückenlage und in eine Zunahme an Streckung in Bauchlage. Beide Prozesse stellen letztendlich eine Streckung der Wirbelsäule mit ausgeglichenem Muskeltonus bereit, die es dem Kind erlauben, sich aus der liegenden Position bis zum Stehen aufzurichten.
Der neuromotorische Aufrichtungsprozess bewirkt die Stabilisierung der Wirbelsäule, indem die Stützmuskulatur gestärkt und in ihrer Funktion erweitert wird.Einhergehend entsteht ein Synergismus zwischen ventraler und dorsaler Muskulatur, so dass die einzelnen Wirbelkörper frei gegeneinander bewegt werden können. Ebenso werden in diesem Prozess die Wirbelsäulenkrümmungen ausgebildet. Aus der ursprünglich leicht C-förmigen fetalen Wirbelsäule bilden sich die folgenden Krümmungen aus:
* Halslordose: eine nach vorn leicht konvexe Biegung der Halswirbelsäule
(im Unterarmstütz und Langsitz).
* Brustwirbelsäulenkyphose: eine leicht nach hinten konvexe Biegung im Bereich der Brustwirbelsäule
* Lendenlordose: eine leicht nach vorn konvexe Biegung im Bereich der Lendenwirbelsäule (durch stabiles Sitzen und aufrechtes Gehen).
Erst durch die Ausbildung von physiologischen Wirbelsäulenkrümmungen ist die vollständige Aufrichtung des gesamten Körpers vollendet. Skoliosierungen, Vorstufen einer Skoliose, geben daher Hinweise auf Abweichungen vom neuromotorischen Aufrichtungsprozess.
Ach so heisst das jetzt!
Päpki ist mir ein Begriff....Ist immer wieder interessant, unter welchen neuen Bezeichnungen die Aufrichtung der Wirbelsäule des Kindes benannt wird.....
Der Hintergrund ist mir somit ein Begriff, ich wusste nur nicht, dass Päpki diesen Begriff für sich in Anspruch nimmt....
Trotzdem vielen Dank, Tobias _________________ Tobias Bergerhoff / Kinderphysiotherapeut
>>>Und du fühlst, dass du lebst
Weil du tanzt und fliegst, du schwebst
Weil du lachst, weil du weinst und liebst
Du bist ein Wunder
Du bist ein Wunder<<<
Andreas Bourani "Wunder"
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