Verfasst am: 18.03.2006, 20:17 Titel: Schlechte Erfahrungen in Krankenhäusern
Hallo
Welche schlechte Erfahrungen habt ihr bisher in Krankenhäusern erlebt?
Gibt es Kliniken wo ihr auf keinem Fall mehr hin wollt?
Wie waren Ärzte/Ärztinen, Krankenschwestern zu euren Kindern?
Habe vor einigen Jahren selber eine schlechte Erfahrung in einer
Kinderklinik gehabt.
Meine Tochter damals gerade knapp 3 Jahre alt lag dort wegen einem Fieberkrampf. Sie konnte gerade gut laufen und hatte natürlich einen
enormen Bewegungsdrang.
Immer wenn ich weg war ist sie aufgestanden und über den Flur gelaufen.
Die Krankenschwestern fanden das garnicht gut und haben mich mehrmals
angemacht deswegen.
Verständniss?
Das gabs nicht.
Sie wollten sogar meine Tochter ans Bett fesseln.
Vom Flur aus hätte am die Station nicht verlassen können, da diese Türe
abgeschlossen ist.
Das wurde mir nach zwei Tagen zu Krass und ich habe meine Tochter selber entlassen.
Seit diesem Vorfall habe ich diese Klinik nicht mehr aufgesucht.
Als sie noch mal in die Klinik mußte, hat der Rettungsdienst sie zur
Uni-Kinder Köln gebracht, auf meinem Wunsch hin.
Wir waren zur Diagnosestellung in Mainz in der Uniklinik.
Ich weiß gar nicht ob ich den Namen des Prof. hier nennen will, nicht das er noch mitliest.
Oder einer seiner Leute.
Er ist der Spezialist hier in Deutschland für MPS. Egal ist ja schon 9 Jahre her.
Also, wir waren zur D. stellung in dieser Uni. Da Fragte uns der Prof. ??
ob wir schon einmal etwas mit Behinderungen zu tun hatten.
Wir: Nein!
Antwort: jetzt haben sie ein schwerstbehindertes Kind. Beantragen sie Pflegegeld und Behindertenausweis.
Wir: Wie, Wo, Was?
Er: Ja sie müssen sich das so vorstellen. Ihr Kind wird sich noch ein, zwei Jahre vorwärts entwickeln und dann geht alles zurück bis das er steif im Bett liegt und stirbt!!!
So haben wir damals die Diagnose MPS bekommen.
Ach ja Therapie gibts zur Zeit nicht hat der Prof. gesagt und uns noch einige Prospekte in die Hand gedrückt. Dann waren wir Entlassen.
Verständlich das wir nicht mehr nach Mainz fahren.
Wir fahren nach Freiburg in die Uni da sind wir sehr gut betreut.
Liebe Grüsse Bettina mit Pascal _________________ Bettina geb.1/62, Etienne geb.10/60
Dominik geb.4/86 Gesund
Pascal geb.5/92 Stoffwechselerkrankung Mukopolysaccharidose Typ IIIa
Meine Galerie
________________________________________
Jeder Weg zur Oase führt durch die Wüste.
Hallo!
Ich fand die Kinderklinik (Intensivstation) Dortmund extrem schlecht und ich werde alles dransetzen dort nicht mehr hin zu müssen . Über die Gründe möcht ich mich hier nicht äußern, nur soviel: Als wir anfangs als Kassenpat. gemeldet waren waren wir "das letzte" und als dann rauskam das E. privat ist da wurd uns der Himmel auf Erden präsentiert, aber bis dahin war alles nur furchtbar, heutenoch habe ich nen riesen Hass auf die Ärzte!!!!! Nach 1 Tag bin ich nach Hause auf eigenen Wunsch....sowas hab ich noch nicht erlebt..... wie dreist die Ärzte sind und wie unmenschlich sie mit Müttern umgehen Ich konnt das gar nicht glauben.... bis heute nicht!!!! Dazu hat E. eine Braunüle im Kopf gehabt, wo sie im Notfall die Stirnvene so fest gestaut haben, daß er heute noch die Fontanellennähte hochstehen hat...wie eine kleine Beule.... ich möcht ncht wissen was die mit meinem Baby gemacht haben
Werd grad schonwieder richtig wütend, wenn ich drüber nachdenke
LG INA _________________ Zwillingsjungs *2004 Y: gesund E: Dravet-Syndrom
Ich werde wenn möglich einen riiießen Bogen um die Kinderklinik in Karlsruhe machen.
Die Gründe sind so vielfältig das würde hier den Rahmen sprengen.
jetzt sind wir in Freiburg in BEtreuung und sehr zufrieden. _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
Bei uns waren es die Kinderärztin, (die alle Probleme unseres Sohnes für völlig normal hielt und im Vorsorgeheft keine der vorhandene Störungen ankreuzte), das SPZ und die Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie des hiesigen Kinderkrankenhauses.
Wir waren dort, weil bei unserem Sohn während einer Reha-Maßnahme (schriftlich im Entlassungsbericht fixiert) der Verdacht auf Autimus mit Bitte um Abklärung ausgesprochen wurde. Dieser Bericht lag an beiden Stellen vor, es wurde aber nicht einmal in der Richtung getestet, weder im SPZ noch in der KJP. Zitat des Kinder- und Jugendpsychiaters: "Was haben Sie eigentlich, stellen Sie sich doch nicht so an!". Es wurde nichts weiter unternommen, wir bekamen auch keine weiteren Termine im SPZ.
Übrigens rief uns 4 Jahre später, nachdem eine Amtsärztin die Diagnose gestellt hat, die Ärztin vom SPZ, sie habe noch mal mit dem Kinder- und Jugendpychiater gesprochen und sie seien der Meinung, Uli könnte eventuell autistisch sein. Aber wir müssten ihre Fehldiganose schon entschuldigen, da das SPZ nur für Kinder mit körperlichen Behinderungen zuständig sei und sich deshalb auch nur damit auskennen würde.......
Zitat aus der Homepage des SPZ: Im SPZ werden Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen, drohenden und schon vorhandenen Behinderungen sowie mit Verhaltens- oder seelischen Störungen jeglicher Ursache behandelt.
Was soll ich dazu noch sagen?
Zum einen zeigte Uli massenweise ganz eindeutig autistische Verhaltensweisen, hatte dadurch erhebliche sozial Problemen, von denen wir auch dort berichtet hatten und schon alleine die fast unverständliche Sprache hätte eine Wiedervorstellung zur weiteren Beobachtung erforderlich gemacht.
Leider bekam ich den betreffenden Kurbericht erst 5 Jahre nach der Kur von meiner Hausärztin, an die er damals nachrichtlich gegangen war, weil ich ihn für die Bewilligung einer längeren Krankenhausbeghandlung brauchte. Sonst hätte ich damals schon nachgehakt, aber ich hatte ja selber keine Ahnung.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die heutige Situation nicht eingetreten wäre, wenn man Uli damals nach dem Verdacht (er war gerade 5 geworden) entsprechend getestet hätte, aber dafür ist es nun zu spät....
Die ambulant niedergelassene Kinderpsychiaterin, bei der wir dann später waren, hatte übrigens auch noch nie etwas vom Aspergersyndrom gehört, aber immerhin hat sich sich ausführlich informiert, konnte aber die Weiterentwicklung der Geschichte auch nicht mehr abwenden.
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
Antwort: jetzt haben sie ein schwerstbehindertes Kind. Beantragen sie Pflegegeld und Behindertenausweis...
...der und uns noch einige Prospekte in die Hand gedrückt. Dann waren wir Entlassen.
Ich möchte das Verhalten des Profs als nicht besonders feinfühlig werten
Aber ehrlich gesagt wäre ich damals froh gewesen wenigsten ein paar Tips zu bekommen was nach der Entlassung aus dem Krankenhaus auf mich zukommt. Da kam nämlich nichts, gar nichts. Ich habe mir alles mühsam erarbeiten müssen und dadurch eine Menge Zeit verschenkt die wir für Neis hätten sinnvoller nutzen können.
Ich habe meinen Sohn 1 1/2 Jahre als nicht behindert gesehen, weil es mir im Grunde genommen niemand gesagt hat. Erst eine andere Mutter hat mich darauf aufmerksam gemacht und selbst dann haben ich und mein Mann uns gesträubt bis wir genügend Informationen gesammelt hatten.
Damals gab es die REHAkids noch nicht.
Ich habe es dann schon lieber wenn jemand nach dem Motto "Butter bei die Fische" mit mir spricht!
Negativ Erfahrungen sind meist mehr subjektiver Art, als positiv Erfahrungen.
Deshalb bin ich mit diesem Thread auch nicht so ganz glücklich. Ich und auch bestimmt andere User möchten sich eher über positive Erfahrungen informieren.
Dafür gibt es hier im Forum auch eine extra Rubrik für Kliniken, Ärzte und Therapeuten. Dort gilt die Regel die positiven Eindrücke und Erfolge hervorzuheben.
Und das ist auch gut so!
Wir suchen doch alle die besten Möglichkeiten für unser Kind. Und vielleicht hat UserX schon gute Erfahrungenmit einer Klinik gemacht die hier kritisiert wird oder User y wird jetzt verunsichert weil er einen Termin in einer als grottenschlecht beschriebenen Klinik hat!?
Liebe Grüße _________________ dieMeike mit
der Große, an der Grenze zur leichten Schwerhörigkeit ADS und LRS
Der Kleine, Muskelhypoton,
unklare Genese, einseitiger HG Träger
"Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann."
Es ist schon erschreckend was man so alles erleben kann in dem deutschen Gesundheitssystem, das ja eigentlich vom hohen Standard ist. Wir haben gut ausgebildete Ärtzte, Krankenschwestern u.s.w. und trotzdem passiert am laufendem Band Sachen die nicht hätte sein sollen.
Wir haben auch einige Erfahrungen gesammelt mit unsere Maja; ich weis jetzt das zum Beispiel 2 Ventriculostomien ( OP-wegen Hydrocephalus) auf einem viel zu schwachen Indikationsgrundlage gemacht wurden. Die beide OP´s waren umsonst und haben überhaupt nichts gebracht.
Eine, vielleicht sogar 2 OP´s haben wir Maja ersparen können weil ich als Mutter mitgedacht habe und laufend Fragen gestellt haben. Ich würde heute auch genug wissen um ein Shuntinfektion, die wir Mal hatten über eine nicht verschlossene Wunde am Shuntschlauch, zu vermeiden.
Lange Rede, Kurzer Sinn. Wir als Eltern sind sehr wichtig als Koordinatoren in der Behandlung unsere Kinder. Wir sind zwar Laien, aber unsere Specifisches Wissen im Bezug zu das eigene Kind ist kaum zu schlagen. Und die Tatsache das wir immer das Kind begleiten ist auch sehr wichtig.
Die Krankenhäuser haben keine Zeit, dann ist ein Artzt müde, eine Akte nicht vollständig und ein Missgeschick schleicht sich ein. Etwas so banales als schlechte Hygiene im KH darf man auch nicht unterschätzen. Man kann durchaus sin Artzt bitten sterile Handschuhe anzuziehen beim Verbandsvechsel.....das vergessen Sie dann nicht so schnell wieder.
Ich glaube nicht das irgendwelche Ärtzte absichtlich "schlecht" sind..... und wenn man es schafft in der Situation dann erklär den doch bitte, wie wir Sie erleben. Wir müssen uns wehren!!!!Ich sehe es auch als erziehung der Krankenhäuser in eigene Interesse.
dieses Thema hatten wir bisher hier noch nicht , aber auch wir haben letzten Sommer sehr negative Erfahrungen machen müssen und seitdem mache ich um diese Klinik lieber einen Bogen, auch wenn ich jetzt keinen Namen nennen werde, andere Eltern sind dort vielleicht mehr zufrieden als wir es waren . Wir waren mit Benjamin schon mehrfach im KH , letztes Jahr 2 x , davon ein Aufenhalt sehr positiv , der andere 6 Wochen später das Gegenteil. Es gibt in der heutigen Zeit noch Kinderkliniken wo beh. wehrlose Kinder ohne Zustimmung der Eltern einfach im Bett fixiert werden nur damit sie angeblich nicht an den Tropfzugang kommen , wo man 4 Tage oder noch länger warten muss bis mal ein Arzt ein EEG auswertet , wo es auch für Eltern starre Besuchszeiten gibt , wo man mehrmals drängen muss damit in der Nacht ein Überwachungsgerät wegen Anfällen angeschlossen wird , wo bei Magen - Darm - Infekten weiterhin Milch ... gefüttert wird und der Infekt nicht abklingen kann, wo beh. Kids mit Metalllöffeln gefüttert werden weil sie angeblich Plastiklöffel duchbeißen und wo überhaupt nicht mit Eltern zusammen sondern eher gegen sie gearbeitet wird. Einen solchen KH - Aufenthalt wollen wir auf keinen Fall wiederholen und es war für uns ein Schock was wir dort erlebt haben , beim nächsten Notfall nehme ich lieber einen weiteren Weg in Kauf als nochmals zu dieser Klinik zu fahren, mache seitdem einen Bogen darum und meide dort auch das SPZ was uns auch nicht empfohlen wurde, obwohl es jetzt nach unserem Umzug das nächste von uns aus wäre. Wir haben uns durchaus nicht alles gefallen lassen,aber waren sehr schockiert dass sowas heute noch möglich ist. Generell haben wir in den letzten Jahren auch mehrfach schlechte Erfahrungen mit gr. Uni- Kl. gemacht, dort bleibt meiner Meinung nach das Menschliche sehr oft auf der Strecke.
Ich finde es gut , dass dieses Thema mal aufgegriffen wird auch wenn man was den Namen und den Ort der Klinik angeht nicht ins Detail gehen muss und nach wie vor die Rubrik mit positiven Empfehlungen weiter nutzen sollte um suchenden Eltern wirklich hilfreiche Tipps zu geben.
L.G.
Anja _________________ Anja mit Benjamin 03/97- schwere Mehrfachbehinderung wahrscheinlich durch 6- fach-Impfung, Muskelhypotonie,Wahrnehmungsstörungen/aut. Züge, Epilepsie, Skoliose, Button- Martin 02/92 und Laurin 05/09
Ich finde es gut , dass dieses Thema mal aufgegriffen wird auch wenn man was den Namen und den Ort der Klinik angeht nicht ins Detail gehen muss und nach wie vor die Rubrik mit positiven Empfehlungen weiter nutzen sollte um suchenden Eltern wirklich hilfreiche Tipps zu geben.
Hallo zusammen,
ich sehe es im Prinzip wie Anja. Erfahrungen - ob nun positiv oder negativ - sind immer subjektiv. Das gilt natürlich auch für unsere Ärzte- und Einrichtungsliste.
Wir haben in Berlin mit einigen Ärzten und Therapeuten schlechte Erfahrungen gemacht - das mag aber auch damit zusammenhängen, dass mir die "Berliner Schnauze" überhaupt nicht liegt und ich mich teilweise regelrecht "angepöbelt" fühlte.
Irgendwann ist man dann schon bei Kleinigkeiten "auf den Pyrenäen" und fühlt sich unverstanden und angegriffen.
Hier haben wir bis auf eine Ausnahme bislang nur positive Erfahrungen mit Ärzten und Therapeuten gemacht. Im KH waren wir in den letzten 4,5 Jahren nur zwei Mal für einige Tage zur Diagnostik - das war o.k.; ansonsten meiden wir es, wenn es irgendwie geht, für mehrere Tage ins KH zu fahren. Zum Glück ist Jan-Paul gesundheitlich so fit, dass wir es auch nicht müssen.
Lieben Gruß
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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