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Füße in die Hand nehmen bei Hypotonie
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Saskia
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 11:40    Titel: Füße in die Hand nehmen bei Hypotonie Antworten mit Zitat

Hallo und guten morgen!

Wie ist das bei euren hypotonen Schätzen, KG fragt jedesmal ob Leni (9 1/2 Monate) endlich Rolling Eyes die Füsse in die Hand nimmt.

Leni ist ja sehr hypoton und sie kommt nur bis zum Knie.
Ist das wirklich so wichtig für die Entwicklung oder hat das andere Hintergründe (Körperwahrnehmung)?
Im Moment hab ich wieder das Gefühl es passiert seit langem nix mehr. Leni hatte sich ja gedreht aber findet kein Interesse mehr daran. Crying or Very sad

Ich wünsche Euch allen ein sonniges Wochenende!!




[size=9]Saskia mit Leni, entwicklungsverzögert, Hypotonie, V.a. zerebrale Bewegungsstörungen, KISS-Syndrom.
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Saskia,

ja, Füße in die Hand nehmen ist sehr wichtig für die psycho-motorische Entwicklung und die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Dr. Vojta hat mal gesagt: "Kinder, die ihre Füße in die Hand nehmen, lernen auch laufen!" Da ist was Wahres dran.
Jan-Paul hat das leider auch nie gemacht und ob er mal laufen lernt, steht in den Sternen. Vermutlich eher nicht... Sad
Es gibt so eine Phase bei normal entwickelten Kindern, in der sie sich besonders für ihre Füßchen interessieren und an ihnen lutschen. Das war bei Tim-Henrik so mit 5-7 Monaten der Fall. Inzwischen nimmt er sie auf dem Wickeltisch auch noch mal ab und zu in die Hand, aber jetzt mit 12 Monaten macht er das nicht mehr so oft.
Unsere KG hat damals auch immer gefragt, ob Jan-Paul seine Füße in den Mund nimmt und mir Übungen gezeigt, um diese Handlung anzubahnen. Jan-Paul kam auch nur bis zum Knie, eine zeitlang sogar bis zu den Füßknöcheln, aber seine Wahrnehmungsstörung war so ausgeprägt, dass er für seinen Körper kein wirkliches Gespür entwickeln konnte und "verstand", dass die Füße zu seinem Körper gehören und "erkundet" werden können.
Bei Tim-Henrik habe ich dann erstmal gesehen, wie das ist, wenn Babys ihre Füße entdecken: Er hat sich kaputt gelacht, mit den Zehen gewackelt bzw. die Füße krumm gebogen und nach kurzem Überlegen bewusst die Füße in die Hand genommen - und dann zum Mund geführt.
Lass dir mal von deiner KG verschiedene Übungen zeigen, wie du Leni gezielt auf ihre Füße aufmerksam machen kannst. Wir hatten leider keinen großen Erfolg, weil Jan-Paul einfach zu wahrnehmungsgestört war, aber das kann bei deiner Tochter ja ganz anders sein. Einen Versuch, sie zu animieren, ist es auf jeden Fall wert!

Lieben Gruß
Sabine

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DorisM
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine, dazu habe ich auch eine kurze Frage: hattest du gemeint, es ist normal, daß die Kleinen eine zeitlang die Füßchen in die Hand nehmen und daran lutschen etc., und es dann aber nicht mehr machen? Mein Kleiner hat das auch eine Zeitlang ganz ausgiebig gemacht, jetzt aber nicht mehr. Ist das jetzt gesund, oder sollte er es immer nochmachen? Er ist stark hypoton. Danke schonmal, und viele Grüße, Doris
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Ela74
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Marvin, ebenfalls stark hypoton, hat auch als kleiner nie seine Füße angefaßt. Ich kann mir schon vorstellen, daß das aber wichtig ist. Er hat zwar trotzdem laufen gelernt, aber die Füße scheinen trotzdem manchmal nicht zu seinem Körper zu gehören. Er registriert so gut wie garnicht, was da unten passiert. So kann er z.B. keine Stufe richtig runter gehen, bleibt mit den Füßen irgendwo drin hängen, so wie andere vielleicht mit einer Jacke irgendwie hängen bleiben.
Bei der Krankengymnastik sind von klein auf immer wieder Übungen in die Richtung gemacht worden, aber ein Interesse an seinen Füßen konnte nicht richtig geweckt werden. In der KG in der Schule hat ihm die Therapeutin Gewichte an die Füße gehängt, um seine Aufmerksamkeit nach unten zu lenken. Er hat auch registriert, daß da irgendwas anders ist, hat aber auch nicht versucht sich davon zu befreien oder ähnliches. Vor ein paar Wochen habe ich das erste mal beobachtet, daß er sich intensiv mit seinen Unterschänkeln beschäftigt hat, das Bein mit den Armen hochgehoben und wieder runter fallen lassen hat. Da ist er ja jetzt schon etwas näher an die Füße gekommen, auch wenn er die dabei immernoch außen vor gelassen hat. Sonst hatte man immer den Eindruck alles was unterhalb des Po-s kommt gehört nicht dazu.

LG Ela

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Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

also der Timmi nimmt seine Füße nicht mehr so intensiv in Hände und Mund und meine Nichte (2,5) kriegt das auch gar nicht mehr richtig hin. Irgendwann machen die Babys das nicht mehr so intensiv bzw. hören im 2. Lebensjahr auch ganz damit auf.

Lieben Gruß
Sabine

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Nicole&Kevin
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Saskia,

Kevin spielt immer mit seinen Füßen und nimmt diese auch manchmal in den Mund. Er wird bald 6 und macht dies immer noch. Hab den Krankengymnasten mal gefragt, warum er so gelenkig ist und er meinte, daß es mit der Muskulatur zusammenhängt, die ja noch weiterhin aufgebaut werden muß.

Als Kevin noch so klein war, hatte er auch kein Interesse an seinen Füßen gehabt, weiß leider nicht mehr, wann dies genau bei ihm anfing.

Liebe Grüße

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Simona
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006, 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Auch mir wurde von unserer Frühförderin gesagt, dass es sehr wichtig für die Entwicklung und Wahrnehmung der Kinder ist, die Füße in die Hand (und in den Mund) zu nehmen und ausgiebig zu bespielen.

Finn (Wahrnehmungsstörung) hat dies tatsächlich als Baby kaum gemacht. Da paßt es also.

Lotte, die muskelhypothon ist, hat in ihrem ersten Lebensjahr die Füße auch wenig in die Hände genommen, in letzter Zeit, in der sie ja traumhafte Fortschritte macht, nimmt sie (mit nun 21 Monaten) ganz oft die Füße in die Hand und in den Mund, lutscht an den Zehen und bespielt die Füße. Mal schauen, ob das ihr in der weiteren Entwicklung etwas bringt.

LG
Simona

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Simona (40) & Martin (41) mit
Finn (10) - cooler Bengel mit AD(H)S und einem Faible für Star Wars, Nintendo DS, Actionsfilme und Autos und Charlotte (7) - freundlicher und fröhlicher Sonnenschein mit Baustellen im kognitivem, sprachlichem und motorischem Bereich, Brille und einer großen Begeisterung für alles aus der Rubrik "Rosa" und Tiere.
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Saskia
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BeitragVerfasst am: 05.03.2006, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Eure Tips, ich werde einfach die KG auf gezielte Übungen ansprechen.
Smile
Ich kann mich leider überhaupt nicht mehr erinnern wann das mein erster Sohn Timo gemacht hat.
Ich hoffe nur das es bei Leni mit der Hypotonie zusammenhängt, wie erkennt man denn Wahrnehmungsstörungen? Habe schon so oft davon gelesen hier im Forum aber wie stellt man es fest? Vielleicht hat der ein oder andere noch einen Tip für mich!

Vielen Dank
Saskia und Leni

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und Baby Marie 05/08
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Simona
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BeitragVerfasst am: 05.03.2006, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Saskia,

tja, mit den Wahrnehmungsstörungen ist das so eine Sache...ich bin auch erst dabei, mich ausführlicher damit zu beschäftigen, weil die Diagnose bei meinem Sohnemann noch recht frisch ist.

Nach dem, was ich bislang in Erfahrung bringen konnte, gibt es verschiedene Wahrnehmungsstörungen u.a. visuelle (Augen) und auditive (Ohren) sowie Probleme mit der Wahrnehmung des Körperschemas, d.h. das das betroffene Kind seinen Körper nicht voll und ganz wahrnimmt, oft werden die Beine oder Füße nicht als Teil des Körpers wahrgenommen. Das Kind hat bei dieser Art der Wahrnehmungsstörung häufig Probleme mit der Grob- und Feinmotorik z.B. malen, basteln, hüpfen, springen, laufen etc.

Bei Wahrnehmungsproblemen können unterschiedliche Reize z.B. visuelle oder auditive Reize vom Kind nicht richtig verarbeitet werden, das Kind ist überfordert und reagiert unangemessen und fällt häufig unangenehm bei anderen Erwachsenen und Kindern auf. Oft werden Wahrnehmungsstörungen erst bei Eintritt in den Kindergarten festgestellt, weil die vielen Kinder, der Lärm etc. das betroffene Kind in eine Streßsituation versetzen.

Ein toller Buchtipp ist übrigens: Die Entwicklung der Sinne von Yvlva Ellneby - lese ich gerade, hat mir eine Freundin geliehen.

Ich hoffe, Dir ein bißchen geholfen zu haben.

Liebe Grüße
Simona icon_flower.gif

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Saskia
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BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 11:33    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Simona,
danke für Deine ausführliche Antwort. Ich denke dann ist es bei Leni wohl noch viel zu früh eine Wahrnehmungsstörung festzustellen.
Wann hat denn Eure Lia Charlotte das sitzen und krabbeln usw. gelernt wenn ich fragen darf?
Ich denke dass Leni garnicht die Kraft hat ihre Beine dementsprechend hoch zu heben. Dafür braucht man ja auch ne ganze Menge Bauchmuskeln, oder? Razz Aber an denen arbeiten wir ja. Rolling Eyes
Im Moment beschäftigt sie sich sehr mit dem greifen und Dinge in den Mund nehmen. Das ist ja sehr schön aber sie bewegt sich irgendwie noch weniger. Wink

Bis dahin,
Saskia

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